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Aktivitäten I


Meine Aktivitäten zum Aufbau einer Comicsammlung erreichten Ende der 80er ihren Höhepunkt. Auf Grund meiner regelmäßigen Zeitungs-Annoncen erhielt ich jede Menge Angebote, aus denen ich viele Comic-Sammlungen erwarb. Zu dieser Zeit besuchte ich auch jährlich bis zu 30 Comic-Börsen, verteilt über ganz Deutschland, teils um meine Dubletten anzubieten, teils um fehlende Titel aus meiner Suchliste anzukaufen.

Ich mußte mir seit langem eingestehen, daß ich zum Besuch dieser Börsen-Veranstaltungen weite Wege zu fahren hatte, während in meinem Bereich kaum derartige Events stattfanden. Dieser Umstand brachte mich zu der Überlegung, ob es nicht sinnvoll sei, eine regelmäßige Comic-Börse in München durchzuführen. Wer weiß, ob sich sonst jemand einer derartigen Unternehmung annehmen würde.


In Gesprächen mit mir bekannten Comic- Sammlern und Händlern wurde ich von allen Seiten zu meinem Vorhaben ermutigt, was mich bestärkte, dies durchzuführen. Einige davon wollten mir sogar mit Rat und Tat hilfreich zur Seite stehen, was ich auch dankbar annahm. Zur Organisation war es wichtig, einen geeigneten Saal zu finden. Durch einen befreundeten Wirt kam ich auf den Festsaal der Heide-Volm, einer Gaststätte vor den Toren Münchens, den ich schließlich anmietete.


Ein gewichtiger Punkt im Vorfeld war die Bekanntmachung der bevorstehenden Veranstaltung, die ich über den Zeitraum von sechs Monaten mit Werbemaßnahmen in Fachjournalen, auf vielen Comicbörsen im Bundesgebiet, sowie durch weitere Aktivitäten durchzog. Durch Eigeninitiative, aber auch mit der Hilfe einiger Comic-Kollegen war es gelungen, Adressen einer großen Anzahl potentieller Teilnehmer zu sammeln, die ich rechtzeitig informierte. Zu guter Letzt erfolgten Hinweise in Rundfunk und Tagespresse, sowie auf Plakaten, die einen Erfolg zeitigen sollten.

1.-13. Münchner Comix


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Für eine Erstveranstaltung konnte man von einem guten Erfolg sprechen, waren wir doch mit 33 Händlern und 129 Ausstellertischen fast vollbelegt, eine beträchtliche Tischanzahl.


Die Besucherzahlen jedoch hielten sich in Grenzen, was für mich die Frage zu einer Wiederholung der Veranstaltung aufwarf. Zumal auch eine Handvoll Aussteller ihren Unmut ausdrückten, der Großteil sprach sich jedoch fur eine Weiterführung aus.


Für mich lag der Grund des Ausbleibens höherer Besucherzahlen in der Entfernung von der Stadt, wir sollten uns lieber ein Quartier im Zentrum Münchens suchen.


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Da ich die Börse in größerem Rahmen durchführen wollte, wählte ich den Salvator-Keller am Nockherberg als Veranstaltungsort. Um der Börse ein eigenes Markenzeichen zu geben, nannte ich sie fortan "Münchner Comix". Und da der Mietpreis des Festsaales gegenüber Planegg das zweieinhalbfache betrug, mußte fortan ein Eintrittspreis erhoben werden, dafür gab es kleine Geschenke für die Besucher.


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Der Umzug hatte uns recht gegeben, die 2. Börse hatte uns eine Steigerung auf 45 Aussteller (124 Tische) gebracht. Auch die Besucherzahlen hatten sich eindeutig gesteigert.


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Die 3. Comix brachte einen kleinen Rückgang mit sich. Mit 39 Teilnehmern, die 95 Tische beanspruchten, wurde den gestiegenen Besucherzahlen Genüge getan.



Zu dieser Zeit setzten wir einige Floh- und Bücher- Märkte in Augsburg an, darüber wird weiter unten berichtet.


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Zur 4. Ausgabe der Veranstaltung blieb die Zahl der Aussteller mit 38 fast unverändert, die Anzahl der Tische stieg auf 110, der Besucherstrom hatte sich nur geringfügig nach oben bewegt, aber immerhin konnten wir einen Aufwärtstrend registrieren.

Auf der Suche nach einem besseren Design erfuhren die Plakate in den ersten Jahren zahlreiche Veränderungen, bis sich der geeignete Plakat-Entwurf fand.


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Mit der 5. Wiederholung der Börse mußten wir einen Rückgang verbuchen. Die Ausstellerzahl war diesmal auf 34 gesunken, und damit auch die Anzahl der Verkaufstische (98). Als hätten die Besucher dies schon geahnt, erschienen auch sie in geringerer Anzahl (-20%).

Zu dieser Veranstaltung hatten wir einige Comic-Zeichner eingeladen (u.a. vom Splitter-Verlag), die an mehreren Tischen ihre Werke und Zeichnungen signierten.

Gleichzeitig veranstalteten wir unsere erste Ulmer-Comic-Börse, sowie kurz darauf einen zweiten Münchner Event, darüber wird weiter unten berichtet.


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Die 6. Münchner Comix brach den bisherigen Aussteller-Rekord (46), sowie den Besucher-Rekord (+40%). An Händlertischen hatten wir 114 aufgebaut.

Von nun an sollten die bisherigen Erfolgszahlen nicht mehr unterschritten werden. Bei den folgenden Veranstaltungen wurden wir oftmals von Presse und Fernsehen besucht.

Das Plakatdesign, das auch auf Handzetteln und sonstigen Druckvorlagen Anwendung fand, wurde weiterhin immer wieder geringfügig verändert.


Zu der 7. Veranstaltung waren wieder einige Comiczeichner anwesend, die Ihre Werke signierten. Während wir mit dieser Börse einen leichten Rückgang verzeichneten, (34 Aussteller, 98 Tische),
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schlug die 8. Comix wieder mit höheren Zahlen zurück (42 Aussteller, 117 Tische). In diese Zeit fällt auch die Gründung zweier neuer Börsen, über die weiter unten berichtet wird.

Mittlerweile hatte es sich herausgestellt, daß die Herbstbörse immer etwas schwächer ausfiel als die Frühjahrsbörse. Somit brachte die 9. Comix mit 38 Händlern (104 Tische) wieder geringere Teilnehmerzahlen.

Dafür wurde die 10. Ausgabe der Comicbörse durch einen neuen Besucherrekord gekrönt, der auch zukünftig nicht mehr gebrochen werden konnte. Diesmal stellten 39 Teilnehmer auf 111 Tischen aus.

Da die Nachfrage der Aussteller zunahm, die Tischkapazität aber bereits erschöpft war, mußten wir bei der Geschäftsführung des Hauses um weitere Tische ansuchen. Zur 11. Veranstaltung stellten 45 Aussteller auf 129 Tischen ihre Ware aus, der Festsaal des Paulanerkellers (ehemals Salvatorkeller) war damit gänzlich ausgelastet. Diesmal hatten wir begonnen, Wartelisten für Aussteller anzulegen.

Die 12. Münchner Comix schlug mit 48 Händlern zu Buche, durch eine Änderung des Tischplans konnten wir unglaubliche 146 Tische unterbringen.

An der 13. Münchner Comix nahmen 43 Verkäufer teil, die 134 Tische belegten.

Die Vorbereitungen zur 14. Veranstaltung hatten bereits begonnen, als uns die Schreckensnachricht erreichte:

Am 28. November 1999 wurde der Festsaal des Paulanerkellers am Nockherberg durch einen Brand fast vollständig zerstört.

Damit endete das erste Kapitel der Münchner Comix, die bisher 13 mal stattgefunden hatte, an ihrem erfolgreichsten Zeitpunkt.


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Augsburger Büchermarkt


Ein befreundetes Pärchen, das auch an der 1.Comic-Börse in München teilgenommen hatte, sprach mich bereits kurz nach dem Event an. Sie kannten einen Veranstaltungssaal und wollten in Kooperation mit mir einen Bücher- oder Flohmarkt organisieren.

AugsF Nachdem ich mir die Turnhalle in Augsburg-Haunstetten angesehen hatte, mieteten wir die Räumlichkeit für einige Termine an, um sowohl Bücher-, als auch Flohmärkte durchzuführen.



Die Unternehmung begann mit einem Flohmarkt zu Sommerbeginn, der zwar gut besucht war, die Unkosten jedoch nicht deckte. Damit hatten wir gerechnet, ein Bekanntwerden einer regelmäßigen Veranstaltung dauert nun mal Zeit.

Drei Wochen danach führten wir unseren ersten Büchermarkt in der Halle durch, von dem wir uns mehr Erfolg erhofften. Das Gegenteil trat ein, sowohl Aussteller- als auch Besucherzahlen waren geringer. Durch das zusätzliche Eintrittsgeld waren die Verluste jedoch nicht höher als bei unserem vohergehenden Flohmarkt.



AugsB
Unsere nächsten Termine hatten wir drei Monate später, also September/Oktober gebucht.

Es begann wieder mit einem Flohmarkt, der zwar geringe Zuwächse brachte, aber keineswegs zufriedenstellend verlief.


Man sollte vielleicht erwähnen, daß wir die Termine an Sonntagen durchführten, was jeweils einer Sonder- genehmigung durch die Stadt Augsburg bedurfte und diese Sondergenehmigungen waren nicht ganz billig.

Um Unkosten zu sparen, übernahmen wir die Plakatierung in der Stadt selbst, und um effektiver zu arbeiten, teilten wir uns das Stadtareal.

Nun stellte sich heraus, daß sich meine Kompagnons nicht an meine Vorgaben hielten. Um die Plakate schnell loszuwerden, hingen sie diese wahlos auf, was uns innerhalb weniger Tage ein Strafgeld von DM 700,-- kostete.


Der zweite Büchermarkt fand Ende Oktober statt und auch dieser brachte keine erfreulichen Erfolgszahlen.

Nach diesen vier Veranstaltungen und den damit verbundenen Ärgernissen hatte ich genug, ich stornierte die weiteren Termine und beendete das Abenteuer Augsburg.


Ulm, Comic und Roman Tauschtag


Das gleiche befreundete Pärchen wies mich auf einen Veranstaltungssaal in Ulm hin. Gemeinsam fand eine Besichtigung des Kornhauses statt und ich muß zugeben, das Foyer vermittelte einen optimalen Eindruck. Groß und durch die Fenster an allen Seiten hell, optimale Lademöglichkeiten, zentral in der Stadt, lediglich das Parkproblem war ein Manko.

Nach dem Experiment in Augsburg hatte ich keine Lust mehr auf eine Cooperation mit den beiden, die aber betonten, sie hätten mich auf das Ulmer Kornhaus hingewiesen. Als Gegenleistung erhielten sie zu jeder Ulmer Börse den Standplatz gratis, was sie auch in Anspruch nahmen.


Ulm02 Ein Veranstaltungstermin war schnell gefunden, worauf die Anmietung des Kornhausfoyers folgte. Die Werbemaßnahmen erfolgten in gleicher Weise wie bei der Münchner Veranstaltung.

Aus heutiger Sicht wirkt das Plakat-Layout für die ersten zwei Veranstaltungen seltsam befremdend, aber damals fand ich es gut. Der Entwurf sollte sich bald ändern.

Der erste Comic- und Roman- Tauschtag erfolgte im Februar ´95. Es waren an die 28 Händler angemeldet, die auf 78 Tischen ausstellten, damit war die Tischkapazität des Kornhausfoyes fast zur Gänze ausgelastet.

Die Besucherzahlen hielten sich in Grenzen. Ich hatte es nicht anders erwartet, Ulm ist nun mal keine Großstadt, und die Börse mußte erst einmal bekannt werden.



Geplant war von Anfang an eine Veranstaltung jährlich, doch die Aussteller verlangten nach einer halbjährlichen Abfolge. Für dieses Mal war es zu spät, die zweite Börse fand ein Jahr nach der ersten statt.

Auch dieses Mal erschienen 28 Aussteller, die allerdings nur noch 63 Tische belegten.

Ob sich die Besucherzahlen verändert hatten, ließ sich nicht feststellen, da wir zu dieser kleinen Veranstaltung keine Eintrittsgebühren erhoben. Sollte es jedoch Steigerungen gegeben haben, waren diese nur unwesentlich.


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Apropos- Tauschtag:
Da die Börsianer ihre Börsen oftmals Tauschtag nannten, tat ich dies bei der Ulmer Börse auch (obwohl mir das Wort mißfiel), was oftmals zu Mißverständnissen mit dem Publikum führte (Kann hier nur getauscht werden?)



Mit der 3. Ausführung hatte sich das Layout der Plakate verändert, in dieser Form sollte es nun eine Zeitlang Anwendung finden. Diese 3. Börse verlief mit 25 Händlern und 63 Tischen.

Dies sollte sich mit der 4. Wiederholung ändern, hier brachten wir es nur noch auf 17 Aussteller, also um acht weniger. Entsprechend waren auch nur noch 47 Tische belegt.



Den folgenden Börsentermin mußten wir ausfallen lassen, da wir zeitgleich mit dem Münchner Comicfest waren und uns etliche Aussteller bereits im Vorfeld absagten.

Dementsprechend fand die 5. Ulmer Comic-Börse erst im Februar des folgenden Jahres statt und wir staunten nicht schlecht. Das Ulmer Kornhaus platzte aus allen Nähten. Mit 31 Ausstellern hatten wir einen neuen Rekord und mit 84 Ausstellertischen hatte sich die Tischzahl fast verdoppelt. Auch die Besucherzahl steigerte sich von mal zu mal.

Dafür brachte die 6. Veranstaltung wieder nur 23 Händler und 55 Tische zustande.


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Mit der 7. Börse waren wir wieder bei 76 Tischen mit 30 Teilnehmern angelangt, wirklich erstaunlich. Ich habe keine Börse kennengelernt, bei der die Zahlen so schwankten.



Ein Kollege hatte mich darauf hingewiesen, daß das größte Wort auf meinem Plakat "ULM" war. Wie dumm, daß ich nicht selbst darauf gekommen war. Ich änderte dies, ab nun waren "COMIC U. FIGUREN" die am Besten sichtbaren Worte.

Das Layout der Plakate hatte inzwischen eine Form erhalten, die sich fortan nur noch geringfügig veränderte.



Als wir die Verträge für den 8.Tauschtag bekamen, war eine deutlich höhere Miete eingetragen. Also fuhren wir ins Büro des Vermieters, um zu verhandeln - umsonst.

Ich war fest entschlossen, das Quartier zu wechseln und sagte den Herbst-termin ab. Die Suche nach einer geeigneten Halle in Ulm verlief jedoch ohne Ergebnis, es war nichts zu finden, was unseren Vorstellungen entgegenkam.

So blieb mir letztendlich nichts anderes übrig, als wieder um das Kornhaus anzusuchen, doch- als wollte man mir eine Lehre erteilen- ich bekam den abgesagten Termin nicht mehr.

Schließlich wurde mir wenigstens ein Termin im folgenden Jahr zugestanden und - ich bekam das Kornhaus sogar wieder zum alten Mietpreis. Der Streit hatte sich also gelohnt, aber ich sollte mich in Zukunft besser etwas zurückhalten.


Somit fand die 8. Wiederholung der Comicbörse ihre Durchführung nach einem Jahr Pause mit einer guten Belegung von 26 Teilnehmern und 73 Tischen statt.

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Die 9. Veranstaltung brachte einen Rückgang von fünf Tischen, zur 10. Veranstaltung hatten wir die fünf Tische wieder zurück, waren also bei 73 Ausstellertischen, wie vor einem Jahr.







Zu dieser 11. Wiederholung vollzog ich etwas, was mir schon lange am Herzen lag. Ich ließ den Tauschtag einfach weg und nannte das Fest fortan "Comic u. Figuren Börse".



Wie gewohnt, ging es bei dieser Börse wieder bergab. Wir erreichten eine Tischanzahl von 64 (22 Händler), der tiefste Stand seit 3 Jahren.





Und wen soll es wundern, zur 12. Comic und Figuren Börse erreichten wir wieder eine Tischanzahl von 80 Einheiten (33 Händler) Das war zwar kein neuer Rekord, aber eine bessere Saalbelegung hatten wir nur zwei mal vorher erreicht. Und - wir würden dies in Zukunft auch nicht mehr wiederholen können, der Höhepunkt in Ulm war überschritten.


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Comic und Roman Tauschtag München


Max02a Zur Münchner Comix reisten oft Händler und Sammler von weit her an, sie kamen sogar aus Berlin. Als die Comix sich nun im zweiten Jahr befand, machte ich mir Gedanken, ob es Sinn hätte, eine weitere Börse in München zu veranstalten.

Gedacht war an einen Event in kleinem Rahmen aussschließlich für Münchner Händler und Sammler, um die letztgenannten mit Neuheiten zu versorgen. Zeitlich sollte die Sache genau zwischen den großen Comix-Börsen stattfinden.

Ein geeignetes Quartier fand sich im kleinen Saal der Max-Emanuel-Brauerei, einer Gaststätte in Münchens Stadtteil Schwabing.

Da es sich hierbei um eine kleine Veranstaltung handelte, nannte ich sie gezielt Tauschtag. Diese Bezeichnung behielt ich auch über den gesamten Zeitraum bei.

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Am 1. Comic- und Roman- Tauschtag nahmen 9 Aussteller auf insgesamt 20 Tischmetern teil, zu wenig um rentabel zu sein.

Anscheinend machten die Händler gute Geschäfte, beim zweiten Versuch sah die Sache schon ganz anders aus.




Es schien sich herumgesprochen zu haben, zum 2. Tauschtag hatte sich die Teilnehmerzahl verdoppelt (19) die Tischanzahl sogar verdreifacht (49). Die Besucherzahlen waren ausreichend für gute Geschäfte.



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Zur 3. Wiederholung gab es nur wenig Veränderung, 17 Händler, 46 Tische. Der Comic- und Roman- Tauschtag in der Max-Emanuel- Brauerei hatte sich erstaunlich schnell etablieren können.

Das Layout der Plakate fand mit der nächsten Veranstaltung ein grundlegend neues Aussehen.



Auch die 4. Veranstaltung sah keine großen Veränderungen der Erfolgszahlen, dies war wirklich erstaunlich (18 Aussteller, 49 Tische).

Obwohl der Event eigentlich als reiner lokaler Markt für die Münchner gedacht war, reisten immer mehr Händler von weither an, um dabeizusein.

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Dies führte mit der 5. Ausführung zu einer Steigerung auf 56 Tischeinheiten (18 Teilnehmer), mit dem 6. Tauschtag hatten wir gar die Zahl 58 Tische erreicht (19 Händler). Diesmal hatten wir sogar eine Warteliste mit fünf Anwärtern auf eventelle freie Plätze anlegen müssen.



Es war mir klar, daß sich jeder Markt selbst reguliert. Ist die Nachfrage zu gering, senkt sich das Angebot und umgekehrt.

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So war es nicht verwunderlich, daß die Tischanzahl zur 7. Auflage um neun Einheiten geringer ausfiel (17 Händler).





Die Laufbahn des Münchner Tauschtages erreichte mit der 8.Ausführung ihren Höhepunkt. Um der Nachfrage gerecht zu werden, versuchte ich mit einer neuen Tischordnung zusätzliche Stellflächen bereit zu stellen.

Wir hatten mit 23 Händlern auf 67 Tischeinheiten einen Rekord erreicht, den wir auf dieser Börse nie mehr erreichen würden. Anwesend war ein Händler aus Berlin, einer aus Hannover. Auf der Warteliste standen noch weitere 8 Tische, die wir nicht mehr unterbrachten.

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Der 9. Tauschtag brachte einen leichten Rückgang auf 61 Tische (20 Teilnehmer), der 10. Tauschtag brachte eine Belegung von 58 Tischen (20 Teilnehmer), beachtlich für die kleine Räumlichkeit.






Wie schon bemerkt, der Höhepunkt des Münchner Tauschtages war überschritten, zur 11. Wiederholung ging die Zahl der Aussteller auf 12 zurück, die Tischanzahl halbierte sich fast (32).

Zum 12. Tauschtag nahmen 14 Händler teil, die auf 38 Tischeinheiten ausstellten.

Der Juni-Termin fiel immer etwas schwächer aus, daher brachte die 13. Auflage nur 11 Aussteller mit 36 Tischen.

Die 14. Börse, die im Dezember stattfand, lockte 15 Teilnehmer an, die auf 43 Tischen ihre Ware präsentierten.

Zur 15. Wiederholung der Börse mußten wir fast ein Rekordtief hinnehmen. Es waren 11 Händler anwesend, die 28 Tische belegten. Die beste Zeit der Münchner Tauschtage in der Max-Emanuel-Brauerei waren vorbei.



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Comic- und Figuren- Börse Salzburg


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Die einzige Comic-Börse in Österreich fand in Wien statt. Ich stellte mir vor, daß eine Börse in Salzburg ganz gut ankommen würde. Mit dem Vereinsheim in Gnigl fand ich einen wunderschönen Rundsaal, geeignet für unsere Zwecke.

Im Laufe der Vorbereitungen erhielt ich etliche Zusagen von Händlern aus Deutschland und Österreich (Wien, Klagenfurt), aber keine einzige aus Salzburg.



Zur 1. Salzburger Comic- und Figuren- Börse war der Saal ausverkauft. 20 Aussteller stellten auf 56 Tischen aus. Leider kamen nur sehr wenige Besucher und die wenigsten kauften ein.

Zur 2. Veranstaltung halbierte sich die Ausstellerzahl (11), die 25 Tische anmieteten. Im letzten Moment gelang es mir, die Börse in das billigere Foyer zu verlegen und damit wenigstens einem finanziellen Verlust zu entgehen. Ein Besucher wies mich auf den Antonius-Saal in Itzling hin.



Die 3. Wiederholung fand somit im Antoniussaal (der vor vielen Jahren das Kino Itzling beherbergte) statt, der eine günstigere Miete bot. 9 Aussteller belegten 25 Tische.

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Nach jeder der drei Börsen wollte ich die Salzburger Unternehmung beenden, aber immer wieder fanden sich einige Aussteller und auch Besucher, die mich zu einer Weiterführung überredeten.




Ich hatte inzwischen verstanden, daß in Salzburg die Festspiele regieren. Die Stadt und deren Bewohner sind auf diesen jährlichen Spektakel, das viel Geld bringt, derart fixiert, daß wenig Platz für solche Individualisten wie Comicsammler übrigbleibt.

Aber einige gab es doch, die sich auch richtig freuten, daß etwas für ihr Hobby in Salzburg stattfand. Also machten wir mit der Börse erstmal weiter.

Das Plakat-Design hatte sich von Anfang an nur wenig verändert. Gottseidank, denn die ersten Entwürfe stehen leider nicht mehr zur Abbildung zur Verfügung.



Vor der 4. Börse erhielten wir kurzfristig vier Absagen, somit stellten nur 6 Händler auf 19 Tischen aus.

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Bei der 5. Ausgabe waren 8 Aussteller zugegen, die 21 Tische belegten.

Die 6. Börse brachte 7 Aussteller nach Salzburg, die 22 Tische benötigten.

Und die 7. Veranstaltung brachte eine Überraschung, 11 Händler mit 33 Tischen. Damit hatten wir wirklich nicht gerechnet. Solange nur wenige Aussteller anwesend waren, zahlte sich der Weg nach Salzburg aus, diesmal waren es zu viele.



Die 8. Wiederholung bescherte 9 Händler, die ihre Ware auf 27 Tischen ausstellten.

Zur 9. Börse waren es gar 10 Teilnehmer (25 Tische).

Die 10. Börse präsentierte sogar 11 Aussteller, die ihre Comics auf 36 Tischen anboten. Mehr Tische konnten in diesem Saal nicht untergebracht werden. Dies war die bisher beste Belegung im Antoniussaal in Salzburg und diesen Rekord konnten wir auch zukünftig nicht mehr wiederholen.

Mit der 11. Wiederholung verkürzte sich die Händlerzahl auf 9, die Tischzahl auf 27.

Zur 12. Börse meldeten sich wieder 11 Händler an, die diesmal allerdings nur 30 Tische beanspruchten.

Die Besucherzahl hatte sich bisher immer wieder gesteigert. Insgesamt war die Zahl gering, für den kleinen Event aber ausreichend.


Die Salzburger Börse war nie eine rentable Veranstaltung. Es war aber ein Sammlertreff, an dem wir zumindest unsere Ware anbieten konnten. Und wenn nicht allzuviele Aussteller dabei waren, ließen sich immerhin einige gute Geschäfte mit den Salzburger Sammlern, die inzwischen zu uns gefunden hatten, tätigen.


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Comic- und Figuren- Börse Linz


Linz05 In Linz gab es früher eine Comic-Börse und ich kannte den Veranstalter, der die Unternehmung aus bestimmten Gründen wieder aufgegeben hatte. In einem Gespräch mit ihm kamen wir überein, es gemeinsam noch einmal zu versuchen.

Da er damals drei Börsen durchgeführt hatte, ehe er aufhörte, begannen wir unsere Kooperation mit der vierten Linzer Comic- und Figuren- Börse.

Als Veranstaltungsort wählten wir den Saal, in dem die damaligen Börsen stattgefanden, das Volkshaus Bindermichl in Linz. Der erste Termin sollte kurz nach unserer ersten Salzburger Börse ausgeführt werden.



Mit unserer 4.(1.) Linzer Börse gewannen wir 16 Aussteller für eine Teilname, sie stellten auf insgesamt 44 Tischen aus. Mit der Besucherzahl konnte man zufrieden sein.

Aber mit 44 Tischen wirkte der große Saal des Bindermichl wie leer, daher wählten wir für die nächste Börse das kleinere Volkshaus Harbach.



Der Umzug war gerechtfertigt, wir hatten zur 5. Veranstaltung einen Händler mehr und kamen auf 46 Tische. Auch diesmal waren wir mit der Besucherzahl zufrieden.

Zur 6. Börse gab es einen gewaltigen Rückgang auf nur 10 Aussteller mit 22 Tischen, die die Unkosten bei weitem nicht deckten. Ich plante bereits die Aufgabe der Börse, wurde jedoch von mehreren Seiten ermuntert, weiter zu machen.

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Mit der 7. Wiederholung ging es wieder auf den Standard von diesmal 47 Tischen bei immerhin 15 Ausstellern. Auch bei diesem Fest schien die Akzeptanz im Frühjahr besser zu sein als im Herbst.

Zur 8. Auflage mußten wir uns mit 13 Händlern (39 Tische) zufrieden geben. Diesmal hatten jedoch 5 Händler kurzfristig abgesagt, daher kam der Rückgang zustande.



Die 9. Veranstaltung brachte erstmals einen merkbaren Aufwärtstrend, denn mit 20 Teilnehmern und 53 Tischen hatten wir die bisher höchste Auslastung.

Dieser Trend setzte sich mit der 10. Börse fort. Wir kamen diesmal sogar auf 22 Händler, die ihre Ware auf 58 Tischen anboten. Man muß anmerken, daß sich die Besucherzahlen von mal zu mal ein wenig gesteigert hatten.

Zwei Absagen drückten die Erfolgszahlen der 11. Börse etwas nieder, wir kamen auf nur 52 Tische bei 17 Ausstellern.

Zur 12. Wiederholung hatten wir es mit 4 Absagen zu tun, die einen neuen Rekord verhinderten. Wir kamen auf 15 Aussteller (50 Tische).

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Die zahlenmäßige Belegung der Linzer Börse hatte mittlerweile einen Standard erreicht, der sich jedesmal nur geringfügig nach unten oder ober bewegte und lediglich die wiederkehrenden Standplatz-Absagen verhinderten einen weiteren Aufwärtstrend.

Das Plakat-Design wurde zu jeder Börse überarbeitet und hatte sein vorläufiges Aussehen, wie in den Abbildungen zu sehen, gefunden. Dieses Layout blieb nun für längere Zeit unverändert.



An der 13. Börse nahmen diesmal 18 Händler teil (49 Tische) und wieder hatten zwei Absagen einen neuen Teilnehmer-Rekord verhindert.

Mit der 14. Auflage der Linzer Comic-und Figuren-Börse hatten wir den Rekord endlich geschafft. Mit sage und schreibe 23 Ausstellern und siebzig Tischen war der Veranstaltungssaal voll wie nie zuvor. Und diesmal gab es keine Absagen.

Es sollte einige Zeit vergehen, bevor wir diesen Höchststand noch einmal erreichen würden.

Auch zur 15. Wiederholung gab es keine kurzfristigen Absagen bestellter Händlertische. Dadurch kamen wir auf stolze 21 Teilnehmer (64 Tische).

Zur 16. Veranstaltung erschienen 17 Aussteller, die auf 53 Tischen ausstellten. Ein starker Rückgang bei zwei vorherigen Absagen.


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Science-Fiction-Meeting, München


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Von Zeit zu Zeit verfolgte ich in den Medien Berichte zu Star Wars- und sonstigen Science-Fiction-Veranstaltaltungen, die sich immer prächtig anhörten.

Durch den Erfolg mit der Münchner Comix bestärkt, wollte ich an den immensen Erfolgen dieser Science-Fiction-Bewegung teilnehmen.

Meine Comix-Börsen liefen hervorragend, also setzte ich im Paulanerkeller am Nockherberg einen Termin fest, um die Sache zu beginnen.

Über ein halbes Jahr investierte ich jede Menge Zeit, Mühe und Kosten, um das Projekt, das ich im ersten Anlauf "Science Fiction Sammler Meeting München" nannte, bekanntzumachen und Händler, sowie Fans zu aktivieren.



Der Termin rückte immer näher, aber die Resonanz war nur mäßig. Ich wartete umsonst und mußte, nur wenige Wochen vor dem Veranstaltungstermin, den Mietvertrag stornieren und die ganze Sache abblasen. Das Risiko mit den hohen Mietkosten war einfach zu groß.



Es hatte sich wieder einmal herausgestellt, daß man in einer Szene integriert und bekannt sein muß, um etwas auf die Beine zu stellen. Das war ich in diesem Fall nicht und hatte daraus meine Lehren und Konsequenzen ziehen müssen.

Der Schaden bis zu diesem Eingeständnis hielt sich in Grenzen.


Figuren-Börse, München


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Mehrere Jahre lang fand in München eine gutgehende (Ü-Ei) Figuren-Börse statt. Ich selbst war oftmals als Besucher anwesend, um meine Metallfiguren-Sammlung zu vervollständigen.

Die Börse fand anfänglich im Matthäser am Hasenbergl statt (die Lokalität ist seit einiger Zeit zum Abbruch freigegeben). Später fand sie ein dauerhaftes Quartier im Kolpinghaus, Nähe Stachus.

Als Sammler war ich betrübt, als die gutgehende Veranstaltung 1998? eingestellt wurde. Als Veranstalter sah ich eine Chance, die Börse noch einmal aufleben zu lassen.

Durch Kontaktaufnahme mit dem ehemaligen Initiator versuchte ich erstmal eine Kooperation, bzw. Rat oder Tat von Herrn B. zu erwirken, dies schlug leider fehl. Folglich begann ich das Projekt ohne jegliche Hilfe dritter Personen.

Es war klar, daß für diese Börse ein Saal mittlerer Größe reichte. In den früheren Kolpingsaal mochte ich nur ungern. Die Gegebenheiten waren nicht ideal und ich wollte auch Herrn B. nicht kopieren. Also wählte ich den Saal des Kolpinghauses an der Hanebergstraße, München aus.



Bei dem ganzen Unterfangen hatte ich den Vorteil, daß ich seit einigen Jahren die Münchner Comix (Comic-und Figuren-Börse) führte, wobei es nie gelungen war, die Figuren-Leute zu uns zu ziehen. Bis auf einen unwesentlichen Anteil, der zeitweise auch bei uns ausstellte.

Ich hatte aber auch Figuren-Aussteller in Ulm und in der Max-Emanuel, die auch bei meiner Figuren-Börse dabeisein wollten.


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Zur 1. Figuren-Börse erschienen beachtliche 20 Aussteller, die 57 Tische für ihre Präsentationen beanspruchten. Zehn davon waren auch Teilnehmer meiner anderen Veranstaltungen. Die Besucherzahlen hielten sich trotz massiver vorheriger Werbung in Grenzen.

(Übrigens, zwei Wochen später brannte der Paulanerkeller am Nockherberg ab.)

Mit dem 2. Anlauf hatten wir einen leichten Rückgang zu verzeichnen. Zum Event erschienen diesmal 18 Händler, die 46 Tische buchten.

Ein halbes Jahr darauf erfolgte die 3. Wiederholung, die einen Einbruch des Erfolges herbeiführte. Sie brachte nur noch 10 Aussteller auf den Plan. Mit 22 Aussteller- Tischen war die Veranstaltung kaum zu halten. Besucherzahlen unverändert niedrig.
Weggeblieben waren in erster Linie die Teilnehmer meiner anderen Veranstaltungen, sie brachten ihre Ware dort genauso an den Mann.

Trotzdem versuchte ich es ein weiteres Mal. Zur 4. Börse erschienen sogar wieder 13 Figuren-Anbieter, die 31 Tische benötigten.

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Die 5. Auflage der Figuren-Börse war bereits geplant und vorbereitet, als ich sie ohne Vorwarnung absagte.

Die große gute Zeit der Figuren-Börsen war vorbei, das hatte Herr B., mein Vorgänger, bereits erfahren und sein Unternehmen deshalb beendet.

Hätte ich weiter gemacht, wäre beim nächsten oder übernächsten Mal ein totaler Einbruch entstanden. Ich wählte das Ende ohne bitteren Nachgeschmack.



Das Layout der Plakate und Flyer blieb von der ersten bis zur letzten "Figuren-Börse" identisch.

Aktivitäten I


nannte ich diese Seite, die meine Tätigkeit als Veranstalter verdeutlichen soll. Bisher wurde die zeitliche Abfolge bis zum Millenium und noch etwas darüber hinaus behandelt. Und die Seite wurde lang, daher unterbreche ich sie hier. Wer den weiteren Weg meiner Veranstaltungen verfolgen möchte, sei auf die folgende Seite "Aktivitäten II" verwiesen.

Ich weiß, diese Seite ist nur etwas für Insider, sie ist trocken und bietet nichts als Statistik, Zeitbericht und meine Plakat-Entwürfe während dieser langen Jahre. Möge sie Gefallen finden bei einigen Wenigen, ich würde mich freuen.


Skala-1


Aktivitäten II oder zum Hauptmenü


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