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Metallfiguren

und wie ich zu sammeln begann

Die Original-Seite


Als ich diese "Metall-Figuren"- Seite erstellte, gab es im Internet eine einzige Seite über dieses Thema, die zwar fast alle Figuren abgebildet hatte, aber nur wenig Informationen lieferte. Dies war der Grund zur Erstellung dieser Seite.

Mittlerweile finden sich einige solcher Seiten im deutschen Internet. Ich lege Wert darauf hinzuweisen, daß sich diese Seiten zu großen Teilen aus meinen Informationen bedient haben und nenne dies daher die "Original-Seite".


Vorgeschichte


Die Geschichte von Figuren und Skulpturen ist Jahrtausende alt, so alt wie die Menschheit selbst. Und sie bescherte uns Meisterwerke der Kunst, von denen viele die Zeiten überdauerten, die wir bis heute bewundern können.

Die Geschichte der Ü-Ei-Metallfiguren ist erst wenige Jahre alt. Genau genommen wurden die ersten Ü-Eier 1974 produziert und verkauft, und somit auch die ersten Metallfiguren.

Nimmt man diese Miniatur-Figuren in der Größe von 4 cm aber erst einmal richtig unter die Lupe, erkennt man die feine Verarbeitung der Konturen, erkennt man Details an Kleidung, Accessoires oder Ausrüstung und findet sogar überzeugende Gesichtsausdrücke. Wird man sich über die diffizilen Arbeitsschritte zur Herstellung dieser Miniaturen erst einmal richtig bewußt, könnte man neidlos zugeben - bei vielen dieser kleinen Männchen handelt es sich um Kunstwerke unserer Zeit.

Die Geschichte der Ü-Ei-Metallfiguren begann jedoch nicht erst 1974, die Ursprünge einiger Figuren - insbesondere der ersten Ausgaben - reichen mindestens bis Anfang der 60er Jahre und sogar noch länger zurück.


P1040700 Die Beliebtheit von Puppen und Figuren als Kinderspielzeug entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem wichtigen Industriezweig und mit dem technischen Fortschritt nahm auch die Qualität der Spielsachen zu. So wurden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bereits formschöne Soldaten, Indianer, Cowboys und Weitere (z.B. Elastolin) hergestellt.

Bereits früh erkannte die Wirtschaft den Erfolg von kostenlosen Werbebeigaben Ihrer Produkte. Eines unserer bekanntesten Beispiele hierfür sind die Zigaretten-Bilder der Vorkriegszeit, die viele Alben füllten und heute gesuchte Sammelobjekte darstellen.

Im Nachkriegs-Deutschland gab es viele solcher Werbe-Geschenke in Lebensmitteln und erstmals hatte die Werbung als Zielgruppe auch Kinder und Jugendliche erkannt. Populäre Beispiele dieser Zeit sind Margarine-Figuren, kleine Fahrzeuge, Comics, Sammelbilder, und Ähnliches, die in Zucker, Kaffee, Cornflakes, Kaugummi usw. enthalten waren und sich allesamt zu Sammelobjekten entwickelten.

In welchem Land der Ursprung solcher Werbemaßnahmen lag, sei dahingestellt, jedenfalls wurde dies in vielen Teilen der Welt praktiziert. Und einige dieser Werbe-Beigaben fanden sich später als Metallfiguren in den Ü-Eiern wieder.

Im Folgenden werden solche Beispiele späterer Metallfiguren vorgestellt.


Die beiden oben gezeigten Figuren entstammen italienischer Produktion. Die Größere ist ca. 22cm hoch.

Tänzerinnen, Chinesen und andere Plastiker


1-Ballett-2 Seit den 50er Jahren lieferten Frankreichs Kaffee-Firmen in jeder Packung eine Plastik-Figur als Beigabe aus, die sehr gut gearbeitet und konturiert waren.

Entgegen unseren flachen Margarine-Figuren erschienen diese vollplastisch.

In Frankreich existierten viele Kaffee- Marken, die erfolgreichste war "CAFES MAURICE". Deren Figuren sind bis heute auch am häufigsten zu finden.

Einer dieser Sätze, 6 Ballett-Tänzerinnen, (12-13 cm), fand sich später (in 4cm Metall) in den Ü-Eiern wieder.

Ein weiterer Satz der gleichen Produktionsfirma bestand aus 18 Chinesischen Figuren in der Größe von 7-8 cm. Dieser Satz wurde von mehreren Firmen vertrieben ("CAFES MAURICE", "MOKADEN", "Lutin" und "MIR" sind bekannt).

Im Herkunftsland-Frankreich- werden die achtzehn Chinesen als drei 6er Sätze angesehen. Es bestehen Unterschiede, sichtbar am Sockel, die die Gruppe in drei Kategorien teilt:

1-Chin-11

1.Sechs Chinesische Berufe, die später in Metall,
verkleinert auf 4 cm im Ü-Ei erschienen.


2.Zwölf chinesische Sagen-oder Götter-Gestalten,
die nicht den Weg ins Ü-Ei fanden (siehe unten).

1-ChinSag-11



Die 6 kleineren Figuren stellen einen eigenen Satz dar (siehe Abbildung).

Desweiteren erschienen aus gleicher Produktion zwölf chinesische Berufe und Sagengestalten in 11 cm Größe. Einige dieser Figuren sind den kleineren Sagengestalten völlig identisch, andere in Form und Gestalt ähnlich, sechs davon stellen aber ganz andere Figuren dar.

1-ChinSag-21

Die Figuren mit rundem Sockel sind "Cafes Maurice" oder "Mir" Ausgaben, die mit eckigem Sockel wurden von anderen Kaffee- Marken gekennzeichnet. Der prachtvolle Satz ist wunderbar verarbeitet und konturiert, er erschien leider nicht im Ü-Ei.


1-Rokoko-11

Eine ähnlicher Satz der Firma Cafe Quotidien besteht aus 4 Figuren des Rokoko in der Größe von 7 cm . Auch dieser wunderschöne Satz hat mit dem Ü-Ei leider nichts gemein.


Es sei anzumerken, daß in Italien und Frankreich einige weitere Sätze der Figuren aus weißem Plastik (und anderer Farben) erschienen sind.

1-Zwerge-11
In den 60er Jahren erschienen bei Heinerle, Deutschland (wahrscheinlich in den Wundertüten), einige Zwerge, die später im Ü-Ei als Metall-Zwerge mit Ösen bekannt wurden. Größe: ca.7 cm.



Diese Plastik-Zwerge existieren auch mit Ösen, in unterschiedlichen Farben, in ca. 4cm Größe. Ihre Herkunft ist bisher unbekannt.


1-Oesen-11










Letztendlich gibt es auch die Grotesken Piraten als Plastikfiguren in ca. 4 cm Größe und in verschiedenen Farben. Dieser Satz wurde von der australischen Firma R&L Company (Rosenhain & Lipmann), Melbourne produziert. R&L war der Hersteller von Cereals (Haferflocken u.ä.) und lieferte in den Jahren 1954-1977 in jeder seiner Packungen eine Plastikfigur mit.

1-Grot-11




Unter den vielen von R&L hergestellten Figuren sind die Grotesken Piraten der einzige Satz, der später als 4 cm Figuren für die Ü-Eier (Metall) hergestellt wurde.

Die Figuren tragen in der Bodenplatte den Schriftzug "Australia". Es existieren aber auch Figuren ohne Schriftzug. Dementsprechend wurden wahrscheinlich auch andere Produktmarken mit diesen Figuren beliefert, um sie in diversen Lebensmitteln zu vergeben.

Die Figurenproduktion wurde schließlich 1978/79 an eine mexikanische Firma verkauft, die einige Plastikfiguren der früheren Serien wieder auflegte. Diese sind erkennbar an den grellen Farben und dem glänzenden Material.



Alle aufgezeigten Figuren (und weitere) aus Plastik wurden in den 50ern und 60ern hergestellt und als Werbebeigaben ausgegeben, ev. öffentlich verkauft.

Fest steht, daß die Plastik-Figuren die Vorbilder der Ü-Ei-Metall-Figuren waren. Und einige davon, die im Ü-Ei als exakte verkleinerte Kopie erschienen, stellen deren Vorläufer dar.

Anmerkungen:

Die Figuren-Sätze- sowohl Plastik, wie auch Metall- wurden von spezialisierten Firmen hergestellt, die das fertige Produkt an Handels-Firmen (Kaffee, Cereals, usw.) lieferten.

Die Zeit der Werbe-Figuren als Lebensmittel-Beigabe begann in den Fünfzigern und endete Mitte der 60er, als sich Plastik-Figuren bereits zum Verkaufs-Artikel entwickelt hatten. Zu dieser Zeit setzte auch die Produktion und Nachfrage nach Metall-Figuren ein.

Alle Ü-Ei-Figuren-Sätze aus des Anfangszeit der Ü-Eier-Metaller existierten bereits Jahre davor als Plastik- oder Metall- Figuren in größerem Maßstab.

Die hier aufgeführten Vorläufer sind original in Körperhaltung und Aussehen für die Ü-Eier verkleinert worden.


Tänzerinnen aus Metall


1-Ballett-12 Die 6 Ballerinas aus Metall erschienen Ende der 60er (in Frankreich???).

Dieser Satz ist völlig identisch mit der Ausgabe von "Cafes Maurice", einzig die Konturen haben nicht mehr die gleiche Qualität, sie sind Kopien der Plastikfiguren.

Die Figuren sind in drei Größen bekannt: in ca.5 cm, 8 cm, und 13 cm, inklusive Sockel. Eine weitere Version soll in ca. 18 cm existieren.

Der abgebildete 8 cm-Satz erschien in Chrom, Goldfarbe und brüniert.

1-Ballett-13
Vier der Tänzerinnen fanden sich in kleinerem Maßstab (ca. 4 cm) in den Ü-Eiern wieder. Die Verarbeitung in Relation zu den größeren Schwestern ist nachlässig, Gesichtszüge und Konturen sind kaum mehr erkennbar. Die Ü-Ei-Figuren Nachbildungen sind folglich Kopien der größeren Figuren.



Daß nur vier der sechs Figuren im Ü-Ei erschienen, ist folgendem Umstand zu verdanken:

Die Metall-Figuren wurden in der Größe von 4 cm für die Ü-Eier produziert. Auf Grund der Körperhaltung paßten aber nur zwei der sechs Figuren in das innere Plastik-Ei, was auf der Seite "Übersicht" optisch erkennbar ist.

Folglich mußte die Figur mit ausgestreckten, sowie die mit erhobenen Armen, auf unter 4 cm verkleinert werden. Nun paßten zwar zwei der verkleinerten Ausgaben in das Ei, die fünfte und sechste Figur (abgestrecktes Bein, gekrümter Körper) jedoch immer noch nicht.

Hätte man diese beiden Figuren noch weiter verkleinert, damit sie im Ei Platz fänden, hätte dies einen Figuren-Satz in drei verschiedenen Maßstäben ergeben. Man verzichtete daher darauf, es blieb somit bei vier Tänzerinnen für das Ü-Ei.

Cowboys und Indianer


LOUIS MARX, USA, gegr. 1919, Hersteller von Figuren und Spielwelten aus Plastik und später anderer Materialien, war weltweit größter Spielzeugproduzent. Er hatte bereits seit langem ganze Figuren-Serien unterschiedlicher Epochen und Völker hergestellt (Ägypter, Römer, Wikinger, Ritter, Soldaten, Zivilisten, Disney u.v.m.).

2-Cowboy-1a Bei Marx erschienen im Laufe der Jahre mehrere Cowboy- und Indianer- Sätze, sowie dazu passende Dinge wie Wigwams, Farmen, Forts, usw. Diese äußerst detaillierten Sätze unterschieden sich in Farbe und/oder Größe.

Die hier abgebildeten Indianer und Cowboys in der Größe von 5,5 Zoll (oder in deutsch, ca. 14 cm) wurden als Werbefiguren hergestellt und in den Packungen von "Rubinstein"- Haferflocken und -Cereals ausgeliefert.

Später erwarb "Rubinstein" die Rechte, die Figuren gab es erstmals in Geschäften zu kaufen. Schließlich landeten die Gußformen in Europa, wo diese Cowboy-, Indianer- und Ritter- Figuren von "Cane" (ca.1973) in Italien neuerlich produziert wurden.

2-Indianer-1

Marx besaß auch eine Fabrik in Swansea, Wales, Großbritannien. Die hier abgebildeten Figuren erschienen 1964, ob sie aus englischer oder amerikanischer Produktion stammen, ist nicht bekannt.

Je einer der abgebildeten Cowboys und Indianer fanden sich ca. 10 Jahre später als 4 cm Metallfigur in den Ü-Eiern wieder (siehe weiter unten).

3-Cowboy-1
Mitte der Sechziger erschienen je sechs Cowboys und Indianer bei dem englischen Hersteller "LONE STAR" in einer Metalllegierung. Mindestens zwei davon (siehe Abbildungen), aber wahrscheinlich alle wurden von Marx übernommen.

Allerdings in kleinerem Maßstab als bei MARX, in einer Größe von ungefähr 6 cm, worunter die Detail-treue natürlich gelitten hatte.



3-Indianer-1
Nach dem Konkurs der Firma Lone Star (1988) wurde die Produktion von dem neuen (od. alten) Besitzer in Hongkong weiter geführt. Die Hongkong-Ausgaben sind merkbar qualitativ billiger.

Sie unterscheiden sich durch eine hellere matte Farbgebung, schwache Konturen und im Material (siehe Bild oben - Cowboy mit Gewehr im Anschlag).

5-Indianer-1


5-Indianer-3

Die Verpackungen dieser Cowboys und Indianer gab es in vielen verschiedenen Ausgaben, als Komplett-Satz oder auch als Einzelfigur.


4-Cowboy-1
Je vier der Cowboys und Indianer von Lone Star fanden sich in kleinerem Maßstab in den Ü-Eiern wieder. Die Verarbeitung in Relation zu den früheren, größeren Originalen ist nachlässig.


Daß nur vier der sechs Figuren im Ü-Ei erschienen sind, ist folgendem Umstand zu verdanken:

Die Metall-Figuren sollten in der Größe von 40 mm für die Ü-Eier produziert werden. Auf Grund der Körperhaltung paßten aber nur zwei der sechs Figuren in das innere Plastik-Ei, was auf der "Übersicht"-Seite optisch erkennbar ist.

Folglich mußten die anderen Figuren auf unter 40 mm verkleinert werden. Nun paßten zwar zwei der verkleinerten Ausgaben in das Ei, die fünfte und sechste Figur jedoch immer noch nicht.

Hätte man diese beiden Figuren noch weiter verkleinert, damit sie im Ei Platz fänden, hätte dies einen Figuren-Satz in drei verschiedenen Maßstäben ergeben. Man verzichtete darauf, es blieb somit bei vier Cowboys für das Ü-Ei.


4-Indianer-1 Auch von den Indianern sind nur vier im Ü-Ei erschienen, drei davon in ca. 40 mm, der vierte (laufender Indianer) in verkleinertem Maßstab, um ins Ei zu passen.

Die fünfte und sechste Figur waren viel zu groß für das Ü-Ei und wurden nicht dafür verwendet.



In diesem Umstand ist auch die Erklärung zu dem knieenden Cowboy mit kurzem und langem Gewehr zu finden:

Zu spät merkte man, daß das lange Gewehr nicht ins Innen-Ei paßt. Da das Material noch nicht ausgehärtet war, ließen sich die Figuren noch biegen. So gelangte eine kleine Auflage der Figuren mit verbogenem Gewehr in das Ü-Ei.

Der einfachste Weg, den Cowboy "passend" zu machen, war aber, das Gewehr zu kürzen und die Figur so ins Ei zu stecken.

Folglich erschien der Großteil der Figuren mit kurzem Gewehr. Durch irgendeinen Umstand blieb ein Rest der Auflage (langes Gewehr) erhalten, den findige Leute später zu teurem Geld verkauften.


Abbildung oben: der Louis Marx- (14 cm), der Lone Star- (6 cm), und der Ü-Ei- (4 cm) Cowboy Bat Masterson.
Abbildung darunter: der Louis Marx- (14 cm), der Lone Star- (6 cm), und der Ü-Ei- (4 cm) Indianer White Eagle.

Clowns und Zwerge


PeltClowns1

Laut Hinweisen sollen die sechs versilberten Clowns in der Größe von ca. 60 mm bereits 1980
existiert haben. Es ist aber anzunehmen, daß sie viel älter sind als eben genannt.

PeltClowns2


Wer die Gravur "Peltro Italy" kennt, weiß, daß "Peltro" ein traditionelles italienisches Unternehmen war, welches sich auf die Herstellung von Silber-Miniaturen in jeder Form spezialisiert hatte. Aber nicht nur dies - "Peltro" stellte viele unterschiedliche Metall-Waren her, z.B. Siberbesteck, Silbergeschirr, silberne Kerzenständer usw. Vieles von "Peltro Italy" wird heute als Antiquität gehandelt und bei öffentlichen Auktionen versteigert.

In jedem Fall sind die "großen" Silberausgaben Vorläufer des 30 mm-Satzes, der erstmals im Jahre 1988 (Messing) in den Ü-Eiern zu finden waren.


PeltZwerge PeltClowns11a
Ein weiterer Satz, den wir aus den Ü-Eiern kennen, sind die sechs Zwerge.


Auch diese sind bei "Peltro Italy" erschienen, in der Größe von ca. 60 mm und versilbert.



Ob die Zwerge in Silber oder in Plastik- wie oben gezeigt- zuerst existisierten, steht nicht zur Frage, ich gebe aber der Silberausgabe - nicht nur auf Grund der guten Verarbeitung - den Vorzug. Die Peltro-Ausgaben sind eindeutig weit älter.


Letztendlich ist aber nur wichtig zu wissen, daß sowohl die Plastik-, als auch die Silber-Zwerge lange vor dem Ü-Ei-Satz gehandelt wurden und bei der Herstellung der Ü-Ei-Serie Modell (Vorläufer) gestanden hatten.


Wie man bereits jetzt erkennen kann, sind die vielfältigen Informationen der Entwicklung zu Ü-Ei-Figuren sehr umfangreich. Um den werten Leser nicht gleich zu Anfang zu überfordern, habe ich mich entschlossen, viele der nun offenen Fragen auf der letzten Seite (Größere Formate) zu erörtern. Denn - auch die hier vorgestellten Figuren besitzen teils Vorgeschichten.

Vielen Dank an Heidi St. für Hinweise, Bilder und Informationen zu den Peltro-Serien.

Entwicklung


Die Idee zum Verkauf von Schokolade mit einem beinhalteten Spielzeug vermarktete die FelFort Company in Argentinien erstmals 1962. Michele Ferrero, Eigentümer der italienischen Firma Ferrero übernahm diese zur Produktion der italienischen "Kinder Sorpresa" 1973.

Die Geburt der Überraschungs-Eier bei Ferrero Deutschland erfolgte bereits kurz danach, im Jahre 1974. In Frankreich fand das Ü-Ei seit 1975 Verbreitung. Das Schokoladen-Ei enthält einen Plastikbehälter, dessen Inhalt (Plastik, Metall, Papier, Karton) aus einem ganzen Objekt, einer Figur, Bausatz, Puzzle oder anderem besteht. Die Inhalte der deutschen Ü-Eier wurden über lange Jahre von der deutschen Filiale geleitet, sodaß sich in den deutschen Ü-Eiern andere Inhalte fanden als in Italien und Frankreich.

Der rasante Erfolg des Produkts führte dazu, daß die Idee in weiteren europäischen Ländern eingeführt wurde, die selbst produzierten und zum Teil andere Inhalte anboten als Ferrero Deutschland.

Die ersten Metallfiguren bestanden aus Nachbildungen der oben gezeigten Serien. Die je vier ausgewählten Figuren wurden in eine den Ü-Eiern genehme Größe gebracht. Daß dies nicht ganz unproblematisch war, ist den obigen Ausführungen zu entnehmen.

Anfänglich als reine Kinderüberraschung, entwickelten sich die genialen Inhalte schon bald zu Sammelobjekten. Bereits Mitte der 80er konnte man fast von einer Sammelhysterie sprechen und es war keine Seltenheit, Erwachsene in Lebensmittelgeschäften beim Schütteln der Eier zu beobachten, oder beim Verlassen der Geschäfte mit ganzen Eier-Paletten in Händen. Es gab sogar Sammler, die zum Großeinkauf eigens ins benachbarte Ausland (erst Italien, dann Österreich) fuhren, um dort die seltenen ausländischen Erzeugnisse Palettenweise einzukaufen.

Eine besondere Rarität waren die zu allererst nur in Italien erschienenen Maxi-Eier zu Ostern und Weihnachten, die es sonst nirgends gab. Es dauerte aber nicht lange, bis zuerst Deutschland und Frankreich, danach andere Nachbarstaaten ebenfalls Maxi-Eier anboten.

Obwohl die Sammelsucht mittlerweile allenthalben stark nachgelassen hat, ist eine Sammlerriege nach wie vor auf der Suche, bzw. am Sammeln von Ü-Ei-Inhalten.

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Copyright © 2007 by Alexander Kutsche
Copyright © einiger Abb. Fam.Griesert
Copyright © einiger Abb. Heidi St.
Dank der Fam. Griesert für Ihre wertvollen Hinweise.