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Metallfiguren

Die schwarze Seite


Bei der großen Anzahl verschiedener Figuren und Varianten freut sich jeder Sammler über ein seltenes Beutestück, eine Figur, die fast nicht mehr zu bekommen ist, bzw. deren Existenz bisher gar nicht bekannt war. Aber Vorsicht - es gibt keine Metallfigur mehr, die nicht bekannt ist. Und was anders aussieht als die gängigen Figuren, ist auch nicht echt.

9d07_1 Beim Erstellen der bisherigen Informationen entstand die Idee zu dieser Zusatzseite, die zwar nicht ganz schwarz ist, aber Aufklärung zu den schwarzen Kapiteln der Metallfiguren beitragen soll. Denn, viele Sammler, insbesondere der jüngeren Generation können sich kein Bild darüber machen, was echt oder unecht ist.

Allein schon der Unterschied der Worte - ECHT oder UNECHT - ist verwirrend. Letztendlich aber entscheidet das Ziel des Sammlers über den Unterschied. Das Ziel dieser Website war es, Metall-Figuren aus dem Ü-Ei darzustellen und zu beschreiben. An dieser Stelle muß über die Sammlerziele geschrieben werden:
  1. Sammler der original Ü-Ei-Metallfiguren. Also Figuren, die im Ü-Ei waren, bzw. für das Ü-Ei produziert wurden.
  2. Sammler, die ihre Sammlung durch Figuren erweitern, die von den Lizenzträgern produziert sind, aber nie im Ü-Ei waren.
  3. Sammler, die alles, was im Maßstab zu ihrer Sammlung paßt, in diese integrieren.
Keiner der aufgeführten Sammlertypen ist vor Fälschungen gefeit, denn alles, was einen gewissen Wert hat, wird gefälscht. Auch Metallfiguren aus den Überraschungseiern. Gefälscht werden natürlich in erster Linie die seltenen, teuren Exemplare, denn auch die Herstellung von Fälschungen kostet Geld. Gute Fälschungen gelingen jedoch nur, sofern man Zugang zu den Maschinen hat, die Metall im Hochdruckspritzguß verarbeiten.

Leider endet dieses Kapitel aber nicht bei derartigen Raritäten. Auch ohne Maschinen lassen sich existierende Figuren bearbeiten, verändern, manipulieren. Da dies bereits mit wenig Aufwand preisgünstig umgesetzt werden kann, betrifft es unter Umständen auch billige Figuren.


Mein erster Kontakt mit Fälschungen geschah 1994 während einer Figurenbörse. Dies war insofern ungewöhnlich, da Börsenveranstalter angehalten waren, den Markt von Fälschungen freizuhalten. Das dies eingehalten wurde, dafür sorgten auch Händler und Aussteller. Die Sammlerszene hielt die Augen offen und ließ derartigen Betrug nicht zu.

Mit den Möglichkeiten des Internets ist eine Kontrolle oder Garantie für Echheit nicht mehr gegeben. Der Handel findet anonym statt, ohne vorherige Prüfung der Ware, oftmals über Grenzen hinweg, ohne Chance einer Wiedergutmachung für den (die) Geschädigte(n). Außerdem handeln viele Sammler/Händler heutzutage bewußt mit Fälschungen, um sich zu bereichern.

Einige Verwirrung boten auch die bisher paralell erschienenen Figuren-Kataloge, die sich untereinander selbst nie ganz einig waren. Und nicht alles, was darin stand, entsprach auch wirklich der Realität. Die ersten Kataloge erschienen um 1990, meist hergestellt von Verlegern, die nicht über das nötige Hintergrundwissen verfügten. Ferner war das vordringliche Ziel dieser Kataloge, die Sammlerhysterie der Plastik-Figuren zu befriedigen. Metall spielte damals nicht mal eine untergeordnete Rolle in der Sammlergunst. Metallfiguren führten lange Zeit ein Schattendasein.


Alle Figuren und Farbvariationen aus dem Ü-Ei sind in meiner Übersicht (Auflistung) verzeichnet. Die Serien und Varianten, die vor vielen Jahren in irgendwelchen Farben erschienen, sind seit damals bekannt. Keine Farbe blieb bis heute unentdeckt. Figuren und Farbvariationen, die es früher nicht gab und heute plötzlich angeboten werden, sind keine Ü-Ei-Figuren, sondern entweder Neu-Auflagen oder Fälschungen.

Raritäten werden immer seltener, und nicht umgekehrt. Ein gesteigertes Angebot von seltenen Figuren deutet auf neue Produktionen hin. Am seltensten sind Figuren aus der Anfangszeit der Ü-Eier. Das heutige Angebot dieser Sätze ist viel zu groß, um auf einen Glückskauf vertrauen zu können. Der Markt ist bereits überschwemmt von unzähligen Fälschungen.


Um Fälschungen an den Mann zu bringen, bzw. zu verkaufen, werden allerlei Tricks angewandt. Dies reicht von Erklärungen wie:
  • "es sind garantiert Originale",
  • "ich habe diese Figuren vor vielen Jahren selbst aus dem Ei geholt"
  • "aus dem Nachlaß meines verstorbenen Onkels"
bis zu raffiniert vorbereiteten Texten, wie:
  • "Die Figuren stammen aus dem Musterkoffer des Herstellers oder Vertreters, fragen Sie nicht wie ich da ran kam. Von der Fa. Upps..." und so weiter. Warum soll man nicht nachfragen, wie jemand an so einen Wunderkoffer rankam?
Es hat weder jemals ein Musterkoffer existiert, noch einen Vertreter, keine Firma Upps, kein netter alter Mann und auch keinen Sohn oder Onkel. Ich rate jedem, vor eindeutigen Fälschungen Abstand zu nehmen, einige rechtliche Anmerkungen dazu folgen unten.


Die einzelnen Kapitel dieser Seite:

1. Fälschungen
2. Manipulationen
3. Probleme der Erkennung
4. Legale Neuauflagen
5. Die rechtliche Seite

Fälschungen...


Unter Fälschungen versteht man im Allgemeinen nachgemachte Ware, bei Figuren also Kopien echter Figuren, hergestellt von anderen Personen als den ürsprünglichen Herstellern (Lizenzträgern). Daß dies strafbar ist, dürfte allgemein bekannt sein.

Seit dem Jahr 2000 nahm die Zahl der gefälschten Figuren in großem Maße zu. Anfänglich wurden nur seltene Exemplare (die von entsprechendem Sammlerwert sind) ohne Veränderungen gefälscht. Seit Mitte des Jahrzehnts ging man aber auch dazu über, gängige (billige) Figuren zu fälschen, nachdem man sie vorher mit unbekannten Farbgebungen oder durch Veränderung zu neuen, unbekannten Varianten umgestaltet hatte.


7-Fael-11 7-Fael-12 Um Fälschungen erkennen zu können, ist etwas Hintergrundwissen nötig:

  • Die Verarbeitung der Ü-Ei-Figuren war immer erstklassig, egal ob man über den perfekten Guß spricht, über die glatte Oberfläche, über die Standbalance oder Sonstiges, Originale sind weitgehend perfekte Endprodukte. (Näheres: siehe unten)

  • Die Ü-Ei-Metallfiguren wurden aus einer Metalllegierung produziert, einer Verbindung verschiedener Metalle, deren Verhältnis zueinander nur dem Hersteller oder Lizenzinhaber bekannt ist. Das genaue "Rezept" der Legierung aus einer fertigen Gußfigur zu ergründen ist wahrscheinlich nicht möglich. Die verwendete Legierung hat eine gewisse Härte, die eine Verformung nur unter gewissen Voraussetzungen zuläßt, meist aber bricht (Näheres: siehe unten)

  • 7-Fael-13 7-Fael-16 Wenn man die Färbung der Originale betrachtet und miteinander vergleicht, findet man schnell heraus daß die Farbgebung von Eisen, Messing, Kupfer, Brüniert immer gleich oder ähnlich ist. Auch wenn diese Farbtöne in der Farbstärke variieren, sind sie unverkennbar. Dieses geheimgehaltene "Farbrezept" scheint ebenfalls schwer zu kopieren zu sein. (Näheres: siehe unten).

  • Wer Originalfiguren wiegt, wird sich wundern, wie gering der Gewichtsunterschied der Figuren ist. Mit Sicherheit war das Gewicht der Ü-Ei-Figuren aus irgendwelchen Gründen oder Auflagen genau vorgegeben. (Näheres: siehe unten).

  • Die Figuren, die in den Überraschungseiern enthalten waren, werden schon seit geraumer Zeit nicht mehr produziert. Über etwaige Ausnahmen wird weiter unten (siehe "legale Neuauflagen") berichtet.

7-Fael-14 7-Fael-15 Diese fünf aufgeführten Punkte stellen das Haupt-Problem der Fälscher dar.
  • Wer mit Hochdruckspritzguß versiert ist, kann optisch einwandfreie Kopien erstellen. Das Gewicht der Kopie wird aber nie identisch mit dem des Originals sein, da die Legierung nicht die gleiche ist.

  • Die Härte des Metalls unterscheidet sich ebenso vom Original. Ist die Fälschung schwerer, läßt sich das Metall leichter verformen, ist sie leichter, bricht der Guß auch leichter.

  • Ein wichtiges Indiz für ein Original ist der Sockel. Das Original kommt immer aus derselben Maschine, der Sockel wird bei Figuren eines Herstellers daher immer gleich aussehen. Auch Varianten sollten den gleichen Sockel haben, wie die anderen Figuren aus der Serie. Da Fälschungen aufwendig sind, legen Fälscher wenig Wert auf zusätzlichen Aufwand an dem Unwichtigen Sockel.

Zu den obigen Bildbeispielen:

Die Verarbeitung der sechs abgebildeten Varianten läßt zu wünschen übrig. Obwohl fachmännisch kopiert, ist die Oberfläche teils uneben, zudem unterscheidet sich die Qualität der Figuren zueinander sichtbar. Der Sockel ist hohl und innen überhaupt nicht sauber verarbeitet.

Alle sechs Exemplare sind in einem Farbton, der bei Originalen nie verwendet wurde, außerdem sind sie schwerer als U-Ei-Figuren. Die abgebildeten Figuren sind erstmalig Ende 2006 aufgetaucht. Daß sie 30 Jahre verschollen waren, ist nicht glaubwürdig.

Beim Vergleich mit den Originalfiguren (von 1976) bestätigen sich alle aufgeführten Indizien. Das wichtigste Indiz aber ist der Sockel. Alle Originale dieses Satzes haben einen flachen Sockel, dies müßten auch die Varianten haben, falls sie vom Hersteller der Original-Figuren (BARLUX) gegossen wurden. Die Firma BARLUX existiert jedoch seit 1983 nicht mehr.

Diese Figuren wurden 2005/06 speziell für den Sammlermarkt gefälscht. Um sie auch verkaufen zu können, hat man Originale geringfügig verändert (Teile abgeschliffen oder die Gußformen behandelt), und bisher nicht existente Varianten geschaffen. Einzige Ausnahme, der Musketier mit der Brustrosette wurde unverändert gegossen, da er am Markt ohnehin kaum zu finden ist und einen guten Preis erzielt. Allerdings entspricht der Sockel nicht dem Original.


28f5_1 baf8_1 Etwas schwieriger war die Herstellung dieser beiden Kunstwerke. Anstatt etwas zu entfernen, wurde hier etwas verändert. Dies zeugt davon, daß der Urheber dieser Kunstwerke schon etwas mehr Kenntnis mit der Herstellung von derartigen Figuren hatte.

Den beiden Figuren wurden neue Schildembleme eingearbeitet. Dafür war es nötig, die ganze Figur neu zu bearbeiten und zu gießen. Dem Künstler ist dies sehr gut gelungen, die Figuren haben sogar einen flachen Sockel, ähnlich wie das Original.

Die Fälschungen machen einen erstaunlich echten Eindruck. Wer sich mit Figuren auskennt, weiß aber, daß es diese Figuren nie gab, weder mit diesen Schildern, noch in dieser Farbgebung.


6-Ind-MadE2 Aber auch ohne Maschinen lassen sich mit billigen Mitteln Kopien erstellen. Dies ist mit wenig oder mehr Aufwand möglich, je nachdem, wie gut das Endprodukt sein soll.


Die einfachste Möglichkeit dazu bietet der Zinnguß. Schafft man es, eine gute Abdruckform vom Original zu erstellen, lassen sich mit Zinn oder ähnlich leicht schmelzbaren Metallen Kopien gießen.


Bei diesen Fälschungen leiden aber in erster Linie die Konturen im Gegensatz zum Original so stark, daß sie leicht erkennbar sind. Meist sind auch die Kennung und der Sockel ungleichmäßig geprägt, wie an der rechten Abbildung unschwer erkennbar ist. Das Material ist sehr weich und somit biegsam, auch der Farbton ist für Ü-Ei-Ausgaben fremd.

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Das gleiche läßt sich zu der Fälschung links sagen. Es handelt sich um eine Zinnfigur, zu schwer, zu weich und biegsam. Der Guß wurde eben nur so gut, wie es die Mittel zuließen. Die Farbgebung scheint durch Ruß entstanden zu sein. Ohne überhaupt prüfen zu müssen, mit einem Blick handelt es sich hierbei um eine billige Fälschung.


Man möge auch hier einen Vergleich zu dem oben abgebildeten Musketier ziehen. Der Sockel auf den Bild rechts ist flach, aber für ein Original auch zu uneben.

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Eine bessere Fälschung ist rechts zu sehen. Die rechte Figur ist fachmännisch, also im Hochdruckspritzguß- Verfahren hergestellt worden, die linke ist echt. Die Legierung ist gut und sehr hart, läßt sich aber mit hohem Druck verbiegen, ohne zu brechen. Das Gewicht kommt dem Original sehr nahe.


Auch als Laie läßt sich das Fälschungs-Indiz aber an der Farbgebung erkennen. Die Kupferfarbe ist für Ü-Ei-Figuren untypisch, Die Konturen sind schwach und die Schattierungen der Konturen fehlen gänzlich.Auch im Sockel fehlt eine Ecke, aber dies dürfte bei diesem Künstler ein Einzelfall (Variante) sein. Nichtsdestotrotz hat ein Könner diese Fälschung hergestellt.

unbenannt5 Ein Internet-Angebot sah so aus. Die Linke war als Zink-Figur bezeichnet, die Rechte als Eisenfigur. Die Abbildung ist recht unscharf, einen Unterschied in der Farbgebung kann ich nicht erkennen.

Inwieweit die rechte Eisenfigur echt ist, kann ich aus diesem Bild nicht erkennen. Die linke Zinnfigur jedoch sieht aus als wenn ich sie gegossen hätte. Besser könnte ich es auch nicht.

Mittlerweile weiß jeder, daß es keine dieser 35mm Figuren aus Zinn gibt, Zinn ist zu weich und läßt sich nicht gut gießen.

Die linke Figur ist trotz des schlechten Bildes eindeutig als Fälschung zu erkennen. Die rechte ist höchstwahrscheinlich auch nicht echt.

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Seit einiger Zeit werden auch die seltenen Scame-Diorama gefälscht. Da der Rahmen für alle vier Serien identisch ist, wird er von den Fälschern wahlweise mit Römer, Schotten, Musketieren oder Samurai gefüllt.

Als Figuren verwenden die Fälscher Originale anderer Farbe, die billigst versilbert werden und im Diorama überzeugend echt wirken.

Aber Vorsicht! Die Figuren sind nicht immer versilbert, sondern oft auch nur aus poliertem Metall (Eisen).

Am häufigsten taucht das Diorama der Schotten auf, da es das Seltenste ist und am meisten Profit bringt.

Die Abbildung rechts zeigt einen gefälschten weißen Rahmen, die Originalrahmen sind alle gelblich. Gefüllt wurde dieses Diorama mit Eisen-Figuren (kein Silber).

Wer den Unterschied zwischen Eisen und Silber nicht kennt, möge einen Silberlöffel mit einem herkömmlichen Metall-Löffel vergleichen (Näheres zu Silberfiguren weiter unten).


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Die linke Abbildung zeigt einen Original-Satz, der als Silber
angeboten wurde. In Wirklichkeit sind es aber Eisen-Figuren,
die untere Abbildung zeigt echte Silber-Figuren (gelblich).


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Mittlerweile werden viele Figuren in bisher nicht existenten Farben hergestellt oder versehen, die mit bloßem Ansehen nicht als Fälschung erkennbar sind. Das Erkennen gelingt (wie oben bemerkt) nur im Vergleich mit Original-Figuren gleicher Farbe. In einem mir bekannten Beispiel erkannte ich die Fälschung jedoch leichter an der schlechten Standfestigkeit des Sockels, die Figur "wackelte" wenn man sie auf eine glatte Fläche stellte. Dies geschieht bei keinem! Original.


Meist weisen "echte" Metallsätze farbliche Patinierungen, Schattierungen, Grünspan, oder weitere Farbeffekte auf, die ebenfalls kaum zu fälschen sind. Die Figurenfarben liegen einem gewissen "Rezept" zugrunde. Ich habe kaum eine Fälschung gesehen, die nicht am Farbunterschied erkennbar war.

Die klassischen Figuren-Farben sind Eisen, Messing, Kupfer, Brüniert. Silberausgaben gibt es nur von wenigen Sätzen, siehe dazu den Text der Übersichts-Seite. In Zink gab es nur 8 Figuren. Um die Sache nicht zu komplizieren, nenne ich das vereinzelt genannte "geschwärzt" einfach dunkles brüniert.

Resümée:

Wer viele Figuren in der Hand hatte, wird
  • einen Gewichtsunterschied bei Fälschungen bemerken.
  • die Härte des Metalls erkennen. Ich fühle dies förmlich in den Fingerspitzen.
  • den Farbunterschied sehen, auch dieser ist oft fühlbar.
  • bei schlechten Fälschungen optische Unterschiede erkennen. (Gefälschte Abgußformen haben keine scharfen Konturen)
  • Fehler der Verarbeitung bemerken, z.B. eine schlechte Standfestigkeit. (Sockel ist meist nicht perfekt)
Sehr gute Fälschungen mit mangelhafter oder falscher Farbgebung werden aus Osteuropa angeboten.

...Manipulationen...


Unter Manipulation versteht sich eine Nachbearbeitung von Original-Figuren.

Wer sich nicht bewußt ist, welche Figuren existieren, wird eine gute Fälschung oder Manipulation kaum erkennen. Leider bieten die Kataloge verschiedener Herausgeber auch unterschiedliche Darstellungen, Bezeichnungen und Beschreibungen, die oftmals nicht ganz richtig, manchmal sogar falsch sind.

66b_1_b Die einzigen Figuren, die für Ü-Eier, bzw. deren Werbung jemals in Silber hergestellt wurden, sind die "Scame-", "RP-Patent-", "Made in Italy-", Ausgaben, die auf der vorhergehenden "Übersicht"-Seite dargestellt sind.

Die Unterscheidung von Silber und Altsilber ist reiner Quatsch. Silber nimmt nach einiger Zeit eine dunkle Beschichtung an, die man mit Silberputzmittel wieder wegpolieren kann, hat man dann wieder Neusilber? Silber ist Silber!

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In einigen Katalogen werden etliche weitere Sätze als Silber-Ausgabe genannt, was kurzum falsch ist, sie sind aus poliertem Eisen. Zum Beispiel gab es die sechs Schotten in Eisen in verschiedenen Auflagen, die sich auch in der Farbgebung (Eisen) unterscheiden, aber mit Silber nicht das Geringste zu tun haben. Silberfiguren sind gelblich und werden mit der Zeit schwarz, der Schottensatz jedoch nicht. Dies trifft auch für weitere Figuren-Sätze zu. Auch Unterscheidungen wie Kupfer und Altkupfer, Messing und Altmessing, brüniert und geschwärzt sind Humbug (Mehr dazu weiter unten).

Seit einiger Zeit werden vermehrt Silberfiguren vieler Serien aus dem südeuropäischen Raum angeboten, die es früher nicht gab. Das Angebot nimmt jährlich stark zu.

Dies sind schlichtweg manipulierte Figuren (oder Fälschungen). Die Originale sind bis zu über dreißig Jahre alt, ohne daß davon früher Silberfiguren existierten.

b97a_1 Ryban Erstaunlicherweise kommen die Angebote meist von ausschließlich dem (den) gleichen Händler(n).

Und bedauerlicherweise fallen viele Sammler auf derartige Fälschungen herein, oder, folgen der Möglichkeit, mit dem Ankauf derartiger Figuren für sich einen Profit erwirtschaften zu wollen.

Das Gesagte gilt auch für andere Farb-Varianten. Einige Beispiele dazu sind hier aufgeführt.

Wer es nicht wissen sollte, man kann jede Metall-Figur bei einem Galvaniseur versilbern oder sonstwie mit anderen Metallen beschichten lassen. Das Verfahren ist nicht einmal teuer, außer man läßt die Figur vergolden. In jedem Fall ist es aber strafbar, damit zu handeln (Näheres-siehe unten).

Zu den Abbildungen dieses Abschnitts: Der Cowboy oben war eine brünierte Originalfigur, die mit Silber galvanisiert wurde. Den Musketier ereilte dasselbe Schicksal.

Aus der gleichen Herkunft wurden die zwei Römer manipuliert, hier scheint es aber, daß versucht wurde, die Figuren durch Messinganteil gelblicher zu überdecken. Versuch gescheitert, so sieht kein Silber aus, richtiges Messing auch nicht.

Ich muß in all diesen Fällen zugeben, daß die Figuren perfekt aussehen. Kein Wunder, es sind Originale, die lediglich durch eine neue Metallauflage verändert wurden. Der Handel mit solchen Figuren ist strafbar.

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Mit diesen vier Figuren verhält es sich ebenso. Die Farbauflage wurde beim Galvaniseur erstellt. Wobei die beiden rechten Figuren ohnehin Fälschungen sind. Beide Figuren stehen auf einem zu dicken Sockel. Außerdem würde kein ernstzunehmender Sammler den Musketier mit der Rosette galvanisieren lassen. Eine derart seltene Figur verkauft man besser im Originalzustand.


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Die einfachste Manipulation, ohne einen Galvaniseur aufzusuchen, besteht in der Farbveränderung der Figur auf manuelle Art und Weise.


Manipulationen beeinflussen nur die äußere Optik von Originalfiguren. Dies betrifft vorrangig die Farbgebung. Wenn man z.B. weiß, daß eine Brünierung auf Kupfer aufgetragen wurde, läßt sich durch Polieren aus einer brünierten Figur eine Kuperfigur herstellen, die es bisher nicht gab.


Allerdings sind die verwendeten Originalfarben sehr gut und stabil aufgetragen, ein Behandlung zur Entfernung (Sandstrahl oder Schleifpaste) hinterläßt oft Spuren an den Figuren und ist meist nicht vollständig, wie rechts sichtbar ist.

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Chato (links) war einmal eine brünierte Eisen-Figur, die Farbe wurde entfernt, worunter die Konturen litten, es entstand eine Eisenfigur, die es eigentlich nicht gibt. Für einen echten Sammler sollte diese beschädigte Figur wertlos sein.


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Die 3 Samurai in Eisen (re.) waren auch brüniert, bevor jemand versuchte, die Brünierung zu beseitigen. Die Entfernung der Farbe ist nur unvollständig gelungen, die Konturen haben gelitten. Es gibt den Satz nicht in Eisen, es sind daher 3 brünierte Samurai in schlechtem Zustand.

RoemerBic Einfacher ist der umgekehrte Weg, nämlich Farbe aufzutragen. Die Bemalung echt aussehen zu lassen, ist allerdings auch nicht ganz einfach (Die Originalfärbung erfolgte nun mal im Farbbad mit spezieller Farbe).

Sollte man tatsächlich eine geeignete Farbe finden, wird der Farbauftrag beim Bemalen meist zu dick, sodaß die Konturen weitgehend verloren gehen. Mit zu dünner Farbe läßt sich die Figur aber nicht richtig decken.

Eine Zeitlang wurden Figuren, die unvollständig bemalt waren, mit der Farbnennung Bicolor angeboten. Eine Manipulation. Keine renomierte Firma läßt einen fehlerhaften Artikel in den Verkauf gelangen. Wer würde ein unvollständig lackiertes Auto kaufen?

6-Ind-MadB2 Außerdem tauchten solche "Bicolor-" Ausgaben auch erst in den letzten zehn Jahren auf, mit Sicherheit waren sie nicht 35 Jahre lang verschollen.



Die drei Figuren rechts gab es nur in Chrom, Messing, sowie die zwei linken in Eisen, die rechte in Kupfer. Sie wurden mit brauner Farbe übermalt, der Braunton weicht von original "Brüniert" stark ab. Außerdem ist die Farbauflage zu dick, die Konturen sind dadurch fast verloren. In jedem Fall eine Manipulation.

Etliche durch Farbgebung behandelte Figuren solcher "Künstler" sind mir im francobelgischen Raum begegnet.


76b9_1 9033_1 Das linke Bild entstammt einer Internet-Auktion. Ein Künstler hat versucht, dieser Figur eine neue Farbe zu verpassen, was nicht ganz gelang. Die Lackierung ist gut gelungen, aber dieser Farbton existiert bei dieser Serie nicht. Um die Manipulation zu verdecken, wurde das unscharte Foto eingestellt.


Im Prinzip decken Metallfarben besser ab, wie man bei beiden Bildern sieht. Das Problem ist aber immer, daß Originalfarben anders aussehen.


Sicher gibt es unwissende Sammler, die solche Figuren kaufen, allerding trägt der Verkäufer ein hohes Risiko, das sich nicht auszahlt, wenn solch ein Handel auch nur ein einziges Mal auffliegt.


Die rechte Figur wurde mit Goldfarbe übermalen. Das Ergebnis ist nicht schlecht, aber wie schon gesagt, Metallfarbe läßt sich gut auftragen. Ich würde diese Figur nicht kaufen, es gab sie nie in Gold, sie ist manipuliert.


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Die Beispiele ließen sich endlos fortsetzen, die Ergebnisse bleiben die Gleichen.

Bereits beim Ansehen fällt einem der krasse Unterschied in der Farbgebung und den Konturen auf.

Der Gallier links wurde mit Messingfarbe übermalen, der Römer in der Mitte mit Bronze und der Schotte rechts mit grauer Farbe.

Alle drei Figuren haben durch die dicke Farbe an Konturen stark eingebüßt, am schlimmsten traf es den Schotten.

Die üblichen Verfärbungen in den Konturen sind gänzlich verschwunden, dadurch wirken die Figuren ausdrucksschwach. Ich hoffe, daß der Betrachter das Beschriebene ebenso empfindet.


Daß es aber auch unter den Original-Ausgaben große Unterschiede gibt, zeigt der nächste Absatz:

...Probleme der Erkennung...


Es ist nicht immer ganz einfach, die Farbe einer Original-Figur zu bestimmen, da es auch hier erhebliche Abweichungen gibt. Dies trifft vonehmlich bei den Figuren mit viereckigem Sockel (Hersteller "I") zu.

Die Eisen-, Messing- und Kupfer- Ausgaben sind in der Regel mit einer Art "Hammerschlag" behandelt worden. Hierbei setzt sich der Hammerschlag-Anteil auf der Farboberfläche wie Öl auf Wasser ab. Kommt es vor, daß die obere Schicht der Farbe verbraucht ist, fehlt auch der Hammerschlag-Effekt auf der Figur. In diesem Fall ist die Farbstärke intensiver.

Ferner hängt der Farbton von Metallfarben (Messing, Kupfer, Eisen) vom Unrühren der Farbe ab-wurde lange nicht gerührt, kann die Farbe sowohl dunkler oder heller als normal ausfallen.

Bei Eisenfarbe ist kein Irrtum möglich, schwieriger ist es bei Messing und Kupfer. Messing kann so rötlich ausfallen, daß man glaubt, eine Kupfer-Figur zu sehen. Umgekehrt kann Kupfer so gelblich sein, daß die Bestimmung zum Problem wird.

Ich empfehle in solchen Fällen eine Begutachtung der Sockel-Unterseite. Diese glatte Fläche bietet am ehesten eine Farbzuweisung an. Auch bei Figuren mit stark abgenutzter Oberfläche ist die Sockel-Unterseite fast immer farblich erfaßbar. Eine schwache Messing-Färbung kann zur Silber-Täuschung führen, die Sockel-Unterseite löst dieses Rätsel meist.

Brüniert ist keine Metallfarbe und kann daher nicht in Hammerschlag ausgeführt werden.Allerdings ist brüniert oft so dicht gemischt, das es fast wie schwarz (geschwärzt) wirkt, andererseits aber auch so dünn, daß es hell wie dunkles Kupfer erscheint. Diese extremen Farb-Abweichungen sind am häufigsten bei den Sätzen USA-GB-F zu finden.

Abgegriffene und bespielte Figuren haben oft Schattierung, Farbtiefe oder auch Glanz verloren.

Somit können uns bei den "Scame", "RP1482" und "Made in Italy" Serien alle Farbschattierungen von hellem Messing bis zu schwarzem Brüniert begegnen, die Metallfarben mit oder ohne "Hammerschlag". Der Sammler zieht natürlich am Liebsten eine erkennbare Farbe vor.


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Das gleiche Problem taucht- zwar selten, aber doch- auch mit Figuren des Herstellers "D" zwischen Kupfer und Brüniert auf, wobei diese Serien (Griechen, Römer, Franzosen) in Kupfer äußerst selten sind. Nebenstehender Römer ist in dunklem Kupfer-oder hellem Brüniert?






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Die 3 Schotten (rechts) aus der brünierten Serie sollten eigentlich dunkel (geschwärzt) sein. Die Farbdeckung ergibt aber fast ein dunkles Kupfer.
Wenn man weiß, daß brüniert von fast dunklem Kupfer (wie in diesem Fall) bis fast schwarz reicht, ist dies ein brünierter Satz, für Sammler auf Grund der Helligkeit sehr reizvoll, denn es gibt diesen Satz nicht in Kupfer.
In jedem Fall wurden diese Figuren nicht nachbearbeitet und sind eigentlich brüniert. Verkauft wurden sie aber als Kupfer-Satz.

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Bei diesem Scame-Satz verhält es sich genau so. Obwohl es ihn nicht in Kupfer gibt, wurde er als Kupfer-Satz verkauft. Eigentlich handelt es sich hierbei um brünierte Figuren.



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Alle drei Figuren rechts stellen brünierte Ausgaben dar, in drei unterschiedlichen Farbstärken, Tahrohon fast in Kupfer.



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Links zwei Messing-Figuren, die rechte wirkt fast wie brüniert.

Aus den oben genannten Gründen verwende ich den Begriff geschwärzt nicht. Es gibt Messing, Kupfer und brüniert von hell bis dunkel in allen Farbabstufungen. Diese Feststellung stellt die gebräuchliche Farberkennung von vielen Figuren in Frage.

Viele der Figuren haben im Laufe der Jahre durch häufiges Betasten, Kontaktnahme mit schädigenden Stoffen (Cremes, Putzmittel etc., etc.) und anderen Einwirkungen ihren natürlichen Glanz und oftmals die Farbbeschichtung weniger oder mehr verloren. Manche Farben mögen sich durch entsprechende Einwirkungen verändert haben (dunkles Kupfer?).

Das Gesagte betrifft auch Silber-Ausgaben, die man ab einer gewissen Abnutzung nicht mehr erkennen kann (Silber ist ein teures Metall und wurde nur ganz dünn aufgetragen).

All diese Farbgebungen erkennt man in letzter Instanz (bei starken Abnutzungen) unter der Bodenplatte. Dies ist der Teil der Figur, der am wenigsten angefaßt wurde.

Letzter Satz: Ich wiederhole, es gibt kein Altsilber, Altkupfer, Altmessing oder sonstige Weisheiten. Die Figuren haben ihre Farbkraft meist durch äußere Einflüsse verändert.

...legale Neuauflagen


LEGALE NEUAUFLAGEN sollten eigentlich nichts auf dieser schwarzen Seite verloren haben. Der Grund, daß dieses Kapitel trotzdem hier aufgeführt ist, liegt in der Perspektive des Sammlers. Diese Seite wurde erstellt, um Übersicht und Informationen zu den in den Ü-Eiern erschienen Metall-Figuren anzubieten.

Da die Hersteller der Ü-Ei-Metall-Figuren ihre Produkte auch nach deren Erscheinen in den Ü-Eiern auf anderen Wegen vertrieben, handelt dieses Kapitel von Original-Figuren und Varianten, die nicht im Ü-Ei waren. Diese Neuauflagen unterscheiden sich für gewöhnlich in irgendeinem Punkt von den "alten" Originalen.

Außerdem werden legale Neuauflagen heute oft als Original Ü-Ei-Figuren angeboten und verkauft, obwohl sie nichts mit Ü-Eiern zu tun haben, außer dem Umstand, das eine frühere Version davon im Ü-Ei war.


Mit Erstellung der Seite "Andere Figuren" wurden diesem Thema ausführliche Informationen und Abbildungen beigesteuert. Somit finden sich unter Andere Figuren weiterreichende Erklärungen zu den legalen Neuauflagen.


Es muß davon ausgegangen werden, daß Ferrero bei den allerersten Figurensätzen auf bestehendes Material diverser Hersteller zurückgriff. Dies mag betreffen:
  • Hersteller A+B (4-er Sätze Cowboys, Indianer, Tänzerinnen)
  • Hersteller C (4 Piraten)
  • Hersteller D (4-er Sätze Griechen, Römer, Napoleonische)
  • Hersteller E (12 St. Jahrhunderte)
  • Hersteller F (6 Gallier)
  • Hersteller G (6 Preußen)
Diese Hersteller hatten die Lizenz für ihre Figuren in eigenem Besitz und gingen im besten Fall nur eine begrenzte Vertragsregelung ein. Die meisten der Figurensätze waren sicher rechtlich geschützt.

Mit Ausnahme der 6 Gallier (Hersteller F) wurden alle der oben aufgeführten Figuren früher oder später außerhalb der Ü-Eier wieder hergestellt und auf anderen Wegen vertrieben. Hersteller E (Firma BARLUX, Bologna, Italien) existiert seit 83 nicht mehr. Die 12 Originale sind aber noch massenhaft am Markt.

Von den aufgezählten Figuren existieren auch Fälschungen und Manipilationen, die aber erkennbar an der schlechten Verarbeitung, bzw. an bisher nicht gekannten Farbvarianten sind.

Alle restlichen Figuren der Hersteller
  • Hersteller H (6er Sätze, ovaler Sockel)
  • Hersteller I (viereckige Sockel)
  • Hersteller J+K (chin.Sagen, Clowns, Reiter)
waren höchstwahrscheinlich Auftragsarbeiten, die die Hersteller nur mit langfristigen Bindungsverträgen bekamen. Mit Sicherheit waren die Hersteller vertraglich gebunden, die Ü-Eier Sätze nicht in den offenen Handel zu bringen.

Je nach Vertragsfassung gab es aber wahrscheinlich Möglichkeiten, diese Vereinbarungen zu "umgehen", was im Vergleich von Original und Neuauflage zu Tage tritt.

Hersteller I, J, K haben bisher nur für die Ü-Eier produziert, von Hersteller H gibt es aber seit etlichen Jahren unterschiedliche Neuausgaben:


7-EKol35-2 Die bekanntesten legalen Neuausgaben sind die Sätze mit ovalem Sockel des Herstellers "H".

Sie erschienen allesamt als 35mm Figuren. Für diese verkleinerten Versionen gab es wahrscheinlich keine Vertragsregelung (Die Verträge könnten ausschließlich für 40mm Figuren gegolten haben).

Nachdem 1984 zwar die 35mm Römer und Wikinger (beide in Messing) in den Ü-Eiern erschienen, produzierte der Hersteller für alle seine weiteren erschienenen 40mm Sätze auch eine 35mm Version (in Eisen, Messing, Kupfer). Diese kamen in den öffentlichen Handel und waren nie im Ü-Ei. Der letzte 35mm Satz erschien 1993.

Ein neuer Versuch, mit den bekannten 40mm Sätzen erfolgreiche Geschäfte zu tätigen, mißlang, sodaß dieser Hersteller Mitte der 90er die Produktionen einstellte.

mitSockel (Mehr über diese Thematik auf der nächsten Seite "Andere Figuren").




Der Verkauf der Restauflagen und der Lizenzen an einen neuen Hersteller in England zeitigte anfangs die Ausgaben der Figuren auf Messing-Sockel, später die legale Neuauflage aller Serien in 40mm, und einiger Figuren in 50mm Größe.

(Mehr über diese Serien auf der nächsten Seite "Andere Figuren").

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Seit dem Millenium versuchten sich einige weitere englische Firmen mit der Herstellung von 40mm Figuren, die in Aussehen und Größe gut zu den Ü-Ei-Ausgaben passen.


(Auch über diese und weitere Serien wird auf der nächsten Seite "Andere Figuren" ausführlich berichtet).




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Außerdem erschienen eine ganze Reihe weiterer Figuren in kleinerer Größe , bzw. anderer Farbe legal, wie an der Abb. links zu sehen ist.

Der Napoleonische Soldat links in Messing ist ein Original und dient auf der Abbildung nur als Vergleichsmodell.

Von den zwei verchromten Figuren gab es schon früh ganze Sätze in Geschäften zu kaufen, sie stellen legale Neuauflagen in kleinerem Maßstab dar.




Beefeater




Um es noch einmal zu erwähnen, es existieren überall auf der Welt Metall-Figuren, die nichts mit den Ü-Eiern oder Neuauflagen zu tun haben, aber auf Grund ihrer Größe von 40mm genau zu unseren Sammelfiguren passen.

Ein Beispiel - dieser Beefeater aus England. Es gab ihn schon lange, bevor er in einem 4-er Statz wieder neu erstand. (siehe nächste Seite)

Um den Überblick zu wahren, noch einmal einige Anmerkungen zu den einzelnen Herstellern:
  • Hersteller A+B (4-er Sätze Cowboys, Indianer, Tänzerinnen): sind selten, eventuelle Fälschungen möglich.

  • Hersteller C (4 Piraten). Figuren sind sehr selten, eventuelle Fälschungen möglich.

  • Hersteller D (4 Griechen, Römer, Napoleonische) nicht selten, keine Fälschungen bekannt.

  • Hersteller E (12 St. Jahrhunderte) existiert seit 83 nicht mehr. Die 12 Originale sind noch massenhaft am Markt.

  • Hersteller F (6 Gallier) sind häufig am Markt zu finden, sind sicher Fälschungen.

  • Hersteller G (6 Preußen) wurden wieder legal hergestellt (Maraja-Ausgaben). Keine Fälschungen.

  • Hersteller H (6er Sätze, runder Sockel): sind häufig am Markt, werden in allen Farben manipuliert (siehe oben).

  • Hersteller I (viereckige Sockel): erschienen nur im Ü-Ei. Keine Neuauflagen, keine Fälschungen.

  • Hersteller J+K (chin.Sagen, Clowns, Reiter): keine Neuauflagen, keine Fälschungen.
Einzig die Scame/RP Patent/Made in Italy - Sätze sind im freien Handel bisher nicht aufgetaucht. Kein Wunder, diese Produktion belieferte die Ü-Eier bis 2004, zuletzt als K93 Auflage.


Unterschiede von Original und Neuauflage sind:
  • Andere verarbeitete Metalle.

  • Andere Farbgebung als die aus den Ü-Eiern.

  • Zusätzlicher Sockel.

  • Andere Größen als 40mm.
Die 35mm Figuren (Ausnahme, Römer, Wikinger, chinesische Sagen (Messing)) waren nie im U-Ei.
Die 50mm Figuren waren nie im Ü-Ei (Ausnahme: Maxi-Ei).


Für einen Sammler ist es ärgerlich, einen Artikel in gutem Glauben zu erwerben, der nicht dem entspricht, was er sein soll. Man hätte denselben Artikel womöglich für einen Bruchteil des bezahlten Preises bekommen, hätte man gewußt, daß er im Souvenirladen um die Ecke zu bekommen ist.

Die rechtliche Seite


Originale zu fälschen oder zu manipulieren ist eine strafbare Handlung. Da der Wert der Figuren gering ist, ist eine Strafverfolgung unwahrscheinlich, aber möglich. Außerdem werden Fälschungen und Manipulationen vornehmlich im Ausland hergestellt, was eine rechtliche Verfolgung zusätzlich erschwert.

Der Kauf gefälschter Ware gilt als Hehlerei. Wer gefälschte Ware erwirbt, kann unter Anklage gestellt werden, auch wenn er nicht wußte, gefälschte Ware gekauft zu haben. Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

Wer solche Ware weitervertreibt, macht sich des Handels mit gefälschter Ware (Betrug) strafbar. Wer Figuren manipuliert (verändert), und sie gegen Entgelt veräußert, macht sich ebenfalls des Betrugs strafbar.

Niemand sollte solchen "Spaß" leichtfertig ignorieren, man kommt schneller mit dem Gesetz in Konflikt als man denkt.


Die Hersteller "legaler Neuauflagen" sind lizensiert und können somit soviel produzieren, wie sie wollen, sofern die Produkte keine Vertragsrechte verletzen.

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