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BMW R75 mit Beiwagen


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REVELL/ESCI Modell H-2200
Maßstab 1:9 Authentic Scale Model
L-25cm, B-17,5cm, H-11,5cm

Das Modell besteht aus 285 Einzelteilen (Plastik) br />

Dieser Bausatz wurde Ende der 70er unter dem Label Revell/Esci angeboten. Bau-satz u.-plan waren mit dem der Esci-Version (original) identisch.


Ich kaufte diesen Bausatz, sowie einen weiteren Revell-Satz der zweiten Generation (Revell 2003) in einer Internet-Auktion.

Bei beiden Käufen hatten die Vorbesitzer mit dem Zusammenbau begonnen, in beiden Fällen leider nicht nach Bauplan. Und bei beiden Modellen waren einige Teile beschädigt, fehlten, oder waren falsch verbaut.

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Als Modellbauer weiß man, daß manche Teile vor dem Aufbau, manche danach bemalt werden sollten.


Nun, diese zwei Modelle waren nicht bemalt, was bei zusammengeklebten Teilen ein Problen bei der Farbgebung darstellen kann.


Ich nahm zum Zusammenbau den Bauplan der neueren Version (2003) zur Hand, in dem mit dem Seitenwagen begonnen wird.


Als ersten Schritt begann das Bemalen desselben mit der Farbe "Feldgrau", wobei ich- um das Modell "interessanter" aussehen zu lassen, unterschiedliche Farbtöne verwendete.

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Das Bemalen erfolgte mit Pinsel, wodurch die Farbe ungleichmäßig, und somit realistischer, erschien.


Die Probleme durch den begonnenen Zusammenbau stellten sich schnell ein. Problematisch verlief das Abringen der Bremsleitung an der Bremstrommel.

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Ansonsten verliefen die Arbeiten am Seitenwagen ohne weitere Schwierigkeiten.


Nach dem Bemalen der großflächigen Teile konnten die wenigen fehlenden Teile des Beiwagens verklebt werden.

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Die folgenden Schritte waren einfache Baustufen. Die Farbgebung der Felgen und der drei Kanister, sowie die Verklebung stellten keine große Herausforderung dar.

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Motorblock und Getriebe waren bereits verklebt. Nach dem Bemalen der Teile mußte der Ramen verarbeitet werden.

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Nach erfolgtem Aufbau des Rahmens und Einsetzen des Motorblocks wurden die nächsten Teile zum Weiterbau bereitgelegt.

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Mit dem Aufsetzen des Tanks wurde der Weiterbau komplizierter. Die folgenden Bauschritte erforderten vorsichtiges Vorgehen am Motor, da der Platz zum Einsatz der Finger zunehmend enger wurde.


Die Verwendung einer Pinzette erleichterte zwar diese Tätigkeit, behinderte allerdings eine ruhige, sichere Behandlung der Bauteile.

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Von allergrößter Schwierigkeit stellte sich der Einbau des Hinterrades dar. Da der Vorbesitzer den Teil 141, der laut Bauplan nur gesteckt wird, ans Differenzial geklebt hatte, war nicht genug Bewegungsspielraum um Differenzial und Hinterrad, gemeinsam, in den Rahmen einzupassen.


Was ich auch versuchte, es gelang nicht. Zu guter letzt dehnte ich den Rahmen im hinteren Bereich bis zum Äußersten und erwartete jeden Moment, daß die Teile brachen.


Aber ich hatte Glück, der Rahmen hielt und ich konnte das Hinterrad letztendlich einbauen.

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Es folgte der Verbau von Kardanwelle, Bremsleitung, Differenzialsperre, Gangschaltung, Auspuff, sowie der Lenksäule.


Schließlich das teilweise Verlegen der elektrischen Leitungen.


In den weiteren Bauschritten sollte das Vorderrad eingesetzt werden. Bedauerlicherweise fand sich in beiden Baukästen keine Vorderradachse (Teil 152), dafür zweimal die Hinterradachse (Teil 151), die für das Vorderrad aber zu kurz ist.


Die Lösung des Problems nahm einige Zeit in Anspruch, bevor das Vorderrad lauffähig eigebaut war.

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Die Verkabelung ist bei den Esci-Modellen immer ein schwieriges Unterfangen, bei dem ganz vorsichtig vorgegangen werden muß.


Das die Steckzapfen für die Verkabelung des Modells leicht brechen, ist ein Problem, war mir aber bekannt.


Ferner sollte man die Kabellängen genauestens kennen und einhalten, denn für eine Korrektur ist es in dieser Bauphase fast schon zu spät.


Daß im Bauplan ein Kabel zu lang und zwei zu kurz angegeben sind, macht die Sache nicht leichter. Im Bausatz ist nur eine begrenzte Menge von Kabel vorhanden, sodaß man damit leicht an seine Grenzen stoßen kann.

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In der letzten Bauphase konnte der Seitenwagen montiert werden. Außerdem wurden die "Decals" an den entsprechenden Stellen angebracht.


Und zu guter Letzt fanden sich noch einige Stellen, die eine farbliche Überarbeitung erforderten.



Fazit:
1. Ich hatte dieses Modell schon einmal, vor 37 Jahren gebaut, es irgendwann allerdings einem guten Freund geschenkt.

Auch nach dieser langen Zeit hat der Zusammenbau unheimlichen Spaß gebracht. Die ESCI-Motorräder sind einfach Spitzen-Bausätze.

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2. Ich bevorzuge die alten ESCI-Bausätze, in denen die Spritzlinge für meinen Geschmack besser sind.

Während Revell (2003) alle Spritzlinge in einer Farbe (hellgrau) produziert, hatte ESCI den Motorspritzling in "silber", was der weiteren Farbgebung entgegen kommt.

3. Der "Decal-" Bogen von ESCI enthält nicht nur einige Kennzeichen originaler Kampfeinheiten, sondern auch die vielen Wartungshinweise für die Maschine. Bei Revell fehlen diese gänzlich.

4. Einzig die Bauanleitung ist bei Revell viel besser als die originale von ESCI (die äußerst unübersichtlich ist).

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5. Leider hat die Revell Bauanleitung drei Fehler in den Kabellängen. Da davon zwei zu kurz waren, mußte ich diese verlängern. Als erfahrener Modellbauer kein Problem, aber es hinterläßt einen bewußten geistigen Makel an dem Modell.

Für einen nichtgeübten Bastler ein großes Problem. Er wird das Kabel wahrscheinlich entfernen und ersetzen und riskiert dabei empfindliche Teile zu beschädigen.

Warum ich die zwei Kabel nicht durch längere ersetzt habe? Ich weiß aus der Vergangenheit, daß sich solch gesteckte Kabelschläuche im Laufe der Zeit leicht lösen. Daher verklebte ich diese mit Sekundenkleber

Da geht im Nachhinein kein Auswechseln mehr, nur Verlängern.

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Mit Lackieren und Verkleben sollte man als Bauzeit für dieses Modell eine Woche Zeit einplanen.

Daß ich aus zwei unvollstängen Baukästen ein Modell zusammensetzte ist kein Dilemma.

Daß beide Vorbesitzer allerdings verschiedenes, ohne die Reihenfolge des Bauplans zu beachten, schon zusammengebaut hatten, machte die Sache schwierig.

Folgedessen benötige ich insgesamt acht Tage bis zur Fertigstellung des Modells.

Die zwei Baukästen ergänzten sich hervorragend, bis auf zwei Bauteile, die ich selbst nachbauen und formen mußte.

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Auch dieses Mal gab der ESCI-Bausatz ein hervorragendes Modell her, ein Abbild eines der besten Maschinen der Motorradgeschichte, wenn nicht sogar die Beste.


Der Bausatz selbst, mit Teilen in höchster Präzision, die eine ungemeine Paßform bieten. Ich kann ihn nur bestens empfehlen.

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Empfehlenswert, aber trotz der Perfektion, nichts für Anfänger. Um dieses Modell zu bauen, sollte man einiges an Erfahrung mitbringen, sonst kann vieles schief gehen.

Dieser Bausatz wird mit Schwierigkeitsstufe "fünf" angegeben. Zu recht.

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