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Posto di Combattimento

Bauplan 1 - Schiffsausschnitt


Kampf1
PANART (Roma Italy)
Art. MM740 - Posto die combattimento
Maßstab 1:23
Länge-25,3 cm
Gewicht ca. 1,26kg (oder 1286g)


Das Modell Panart MM740 stellt die exakte Reproduktion des Kampfplatzes (2.Deck) aus einem englischen Linienschiff um das Jahr 1815 dar, im Maßstab 1:23.

Der Bausatz besteht zum großen Teil aus Holzplanken. Zum Aufbau müssen diese in Form gebracht werden. Der Bau eines solchen Modells besteht somit überwiegend aus handwerklicher Tätigkeit.

Kampf2
Holzmodelle unterscheiden sich grundlegend von denen aus Plastik, Metall, u.a. Die Baupläne bieten nur wenig Bildmaterial und bestehen zum Großteil aus geschriebenen Informationen.


Laut Bauplan sollten die vorgestanzten Teile ausgeschnitten werden. Mein Spezialmesser eignete sich dazu nicht.

Kampf3

Folglich mußte die Arbeit mit einer Laubsäge erfolgen. Da das Sperrholz über die Jahre hart und spröde geworden war, erwies sich dies als problematisch. Es kostete 5 Laubsägeblätter.


Danach wurden die "Balken" mit dem Messer vom überstehenden Holz befreit und schließlich mit Sandpapier glatt geschliffen. Der Zeitaufwand betrug mehrere Stunden. Einige der Teile brachen auf Grund des Alters. Sie mußten notdürftig wieder instandgesetzt werden.


Die vorgestanzten Balken paßten nur zu 90% zueinander, sie wurden in einem weiteren Arbeitsgang angepaßt.

Kampf4

Laut Bauplan geht es im Bauschritt 2 darum, die unteren und oberen Balkenabschnitte zusammenzukleben. Laut Anleitung sollten, um die Verklebung zu verstärken, eventuell kleine Nägel als Verbindung verwendet werden. Ich wählte allerdings einen starken Kleber, die Balkenrahmen halten auch ohne Nägel.


Die 6 Querbalken für den nächsten Bauschritt sind in diesem Baukasten bereits vorgefertigt, somit ist deren Verbauung kein Problem - sofern die Aussparungen der Balkenabschnitte bereits im Vorfeld gut angepaßt wurden.


Ich rate dazu, die Ausrichtung perfekt anzupassen. Nachlässigkeit macht sich erst bemerkbar, wenn nichts mehr korrigiert werden kann.

Kampf5

In Bauschritt 3 wurden die Balken zusammengefügt,


Zusätzlich zu den 6 Querbalken mußten einige weitere Balken zugeschnitten und verbaut werden. Einige Dreieckshölzer dienten letztendlich der Stabilität des Schiffes (besser gesagt einem Detail des Schiffes).


In der Abbildung links ist der Deckausschnitt aus Bauschritt 3 zu sehen.

Kampf6

Die Abbildung zeigt noch einmal das fertige Balkengerüst. Zusätzlich sind Bretter (Planken) zur Verkleidung der Außenwand, deren Innenseite und des Bodens vorbereitet und sichtbar. Außerdem ein Plastiksäckchen mit Dreieckhözern (noch nicht verbaut) zur Stabilität der Deckenbalken.


Dies stellt die Teile zum Aufbau des Bauschrittes 4 dar.

Kampf7

In Bauschritt 4 wurden die Außenplanken des Schiffes angebracht. Bei diesen Arbeiten tauchten bereits größere Schwierigkeiten auf. Es stellte sich heraus, daß ein ungenauer Zusammenbau des Balkengerüsts (Bauschritt 3) sich in Bauschritt 4 bereits rächt. So mußte viel nachgefeilt und angepaßt werden


Eine Unachtsamkeit zwang mich die Planken allesamt wieder zu entfernen und nochmals anzubringen. Man muß sich wirklich absolut an die Bauvorgaben halten.


In diesem Abschnitt müssen noch die zwei Kanonenlucken sauber nach Millimetermaß ausgefeilt werden, dann geht es zur nächsten Baustufe.

Kampf8

Laut Bauplan wäre nun Bauschritt 5 zu fertigen, ich habe mich dazu entschlossen, zuerst Bauschritt 6 und 8 fertigzustellen.

In Bauschritt 6 ging es darum, die Innenseite der Schiffswand zu verplanken. Auch hier muüssen nun noch die Kanonellucken ausgefeilt werden, die Befestigungsringe für die Kanonen angebracht werden.

Aus praktischen Überlegungen habe ich bereits hier die Takel für die Kanonenfenster eingezogen. Laut Bauplan erfolgt dies erst viel später, was allerdings kompliziert sein dürfte.

Anmerkung:
Die Holzleisten im Baukasten sind knapp bemessen. Wer Holzmodelle baut, sollte mit den Holzleisten sparsam umgehen.

Kampf9

Wie bereits weiter oben bemerkt, folgte nun Bauschritt 8, Auskleidung der Kanonenluken. Ein mühsamer Arbeitsgang, der nicht perfekt gelingen wollte.


Laut Bauplan sollten die Kanonenlucken rot lackiert werden. Ohwohl ich an diesem Modell keine Farbe benutzen wollte, ich habe die Lucken letztendlich rot bemalt (was auf dieser Abbildung noch nicht erfolgt ist).


Danach folgte nun Bauschritt 5, in dem die Gratings (Gitterroste) mit Durchblick zum nächst tieferen Deck gegeben sind. Die Gratingbox besteht aus 34 Teilen, eine für dieses Deck, die andere für das obere

Kampf10

Schließlich erfolgte die Beplankung des Decks (Bauschritt 7), sowie die Einfügung der zusammengebauten Grating (Bauschritt 5).


Die Beplankung des Bodens sollte bereits in Bauschritt 4 erfolgen, ich habe dies jedoch in Bauschritt 7 erledigt. Ich muß zugeben, daß es im Bauplan nicht klar ersichtlich war, wann dies zu erfolgen hatte. Ferner war die Montage der Beplankung widersprüchlich. Ich habe diese nach Überlegung so durchgeführt, wie ich es für richtig hielt.

Kampf11
Mit Bauschritt 9 erfolgte die Einfügung der Säulen und weitere Deckenbalken. In Bauschritt 10 werden die Plaken der äußeren Bordwand "vernagelt". Ich mußte hierzu einer Schablone erstellen. Der Ergebnis ist nicht zufriedenstellend, ich rate daher, die Vernagelung nicht auszuführen.


Sofern man das Modell in Holzfarbe belassen will, sollte man die im Bauplan geforderte rote Bemalung der Kanonenluken bleiben lassen. Denn der restliche Schiffsausschnitt wird lt. Bauplan in Naturholz belassen. Die roten Kanonenluken wirken da aber störend.


Nachdem Teile der Innenausstattung später aber wieder gefärbt werden sollen, entschloß ich mich, die rechte Hälfte des Modells farbig zu gestalten. Die linke belasse ich in Holz natur.



Als Grundlage wählte ich die originale Farbgebung der H.M.S.Victory, wobei ich die Bodenplanken (entgegen der Victory) nicht weiß lakiere, sie verbleiben bei mir in Holz natur.

Mit den erfolgten 10 Baustufen wurden der leere Schiffsausschnitt, und die Vorgaben aus Bauplan 1 fertiggestellt. Bauplan 2 stellt die Innenausstattung des Kampfplatzes in 24 Baustufen dar. Die Baupläne sind in einer beeindruckenden Größe von 70x100 cm ausgeführt.

Bauplan 2 - Innenausstattung


Kampf12

In Bauschritt 1 erfolgt der Bau der Kanonen. Ich merke wieder an- eine schwierige Aufgabe. Die Lafette wird aus einer Sperrholzplatte ausgeschnitten, bevor sie zusammengebaut wird.

Die fertigen Messingteile (inkl. Kanonenrohr) sind ein Problem. Die Paßformen sind nicht absolut stimmig, es muß überall nachgearbeitet werden.

Gibt man sich Mühe (mein Aufwand ca. 50 Stunden), so ist das Ergebnis allerdings sehenswert.

Die Vertakelung der Kanonen ist vorbereitet, ich werde dies später durchführen. Zu sehen (letztes Bild)- die vorgestanzten Fässerböden für den nächsten Arbeitsgang. Sie sind die einzigen Holzteile im Bausatz, die nicht gesägt werden müssen, sie lassen sich auslösen.



Kampf13
Im Bauplan 2 werden in 25 Bauschritten meist kleinere Gegenstände hergestellt. Ich werde, soweit möglich, mehrere dieser Schritte in einem Absatz zusammenfassen.

Bauschritt 2: 6 Pulverbehälter. 4 davon sind abgebildet. 2 liegen davor, unbearbeitet.

Bauschritt 3: Zusammenbau der Luntentonne (im Bild links).

Bauschritt 4: Balken zur Aufnahme der Kanonenkugeln, bereits zugeschnitten (siehe Bild). Der Baukasten enthält alles für den Zusammenbau, Kanonenkugeln fehlen. Hinweis im Bauplan - können in jedem Waffengeschäft gekauft werden.

Bauschritt 5: 2 Lappentonnen - eine ist bereits fertig. Für die zweite wurden die Böden mit einem Balken stabilisiert, danach erfolgt die Verkleidung der Tonne.

Kampf14
Links oben:
Im Bild sind die Bauteile für Bauschritt 7 sichtbar, bzw. die Arbeit wurde bereits begonnen. Für Bauschritt 8 (Wasserfässer) liegen die Teile bereit, ebenso für Bauschritt 9 (Rohrverschlüsse).


Rechts oben:
Mittlerweile liegen die Kanonenkugeln vor, somit ist Bauschritt 4 erfolgt.

Links unten:
Im Bauschritt 9 wurden die Verschlüsse der Kanonenrohre hergestellt. Auch dieser Bauschritt ist erledigt.

Rechts unten:
Die Teile der Bauschritte 10-12 wurden bereit gelegt. Dies sind 2 unterschiedliche Holzeimer zum Messen des Pulvers. Außerdem zwei Stufenteile (im nächsten Bild sichtbar).


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