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Triumph 3-HW


Triumph1
REVELL/ESCI Modell H-2203
Maßstab 1:9 Authentic Scale Model
L-37,2cm, B-9,7cm, H-24,3cm
Gewicht ca. 510g

Das Modell besteht aus 287 Einzelteilen (Plastik)



Der ESCI Bausatz entstammt einer ganzen Reihe von Modellen im Maßstab 1:9, die von ca. 1975-80 von dieser italienischen Firma produziert wurden.

In den 80ern wurden diese Bausätze von Aurora/Esci und Revell/ESCI in Lizenz vertrieben und schließlich von Revell im Alleinvertrieb, bis die Reihe eingestellt wurde.

In den 90ern gab es eine erneute Herstellung von ERTL/Dragon und heute werden einige Modelle der Reihe von Italeri angeboten.

Triumph2 Als ich die ESCI-Modelle in den 70ern "entdeckte", war ich begeistert. Als Modellbauer genügte ein Blick in den Karton, um zu sehen, daß die Esci-Baukästen weit detaillierter waren als die anderer Hersteller.

So ist es nicht verwunderlich, daß ich mir dauraufhin alle Modelle dieser Baureihe nach und nach kaufte und baute- mit einer Ausnahme: die Triumph 3-HW.

Ein Blick in den Baukasten vermittelte mir den Eindruck, daß dieses Modell nicht die Qualität und Güte der anderen 1:9 Motorräder hatte.

Seit ich in den letzen Jahren in dieser Website auch mit diesem Hobby Resümé zog, kam mir die "Triumph 3-HW" wieder in Erinnerung.

Schließlich ersteigerte ich den Baukasten bei einer Internet-Auktion, mit einem bereits begonnenen Modell und der Beschreibung, die Teile wären sauber verbaut und alle Teile vorhanden.

Triumph3

Nachdem ich den Bausatz schließlich erhalten hatte, fand ich heraus, daß die Teile nicht perfekt zusammengebaut und auch nicht lackiert waren. Einige davon waren gebrochen, die Vollständigkeit war nicht übersehbar, da fast alle Teile vom Spritzling entfernt waren.

Mir fiel sofort auf, daß der Vorbesitzer keinen Plastikkleber verwendet hatte, sodaß die verklebten Teile leichter voneinander zu lösen seien. Denn- ohne einen Neuaufbau wäre jede Mühe Zeitverschwendung gewesen.

Zu meinem Glück ließ sich dieses Vorhaben durchführen, trotzdem wurden dabei einige Teile beschädigt.

Für den Zusammenbau hatte ich eine Woche angesetzt, eine Zeit, die ich für die anderen Esci- Motorräder kaum überschritten hatte.

Triumph4
Dieser Bausatz ist zwar detailliert, wie von Esci gewohnt. Die Teile sind aber sehr empfindlich und die Paßgenauigkeit läßt zu wünschen übrig.

Nach dem Zerlegen mußten die Teile zuerst von Kleberesten befreit werden, bevor man mit dem Bemalen beginnen konnte.

Zum Verkleben holte ich einen Plastikkleber, wie ich ihn von früher kannte. Von dem Kleber mit Pinsel war ich früher begeistert, heute muß ich sagen, dieser Kleber ist ein Ärgernis.

Vielleicht wird der Kleber heute anders hergestellt, dieser Flüssigkleber ist jedoch nicht zu empfehlen.

Es erfolgte der Zusammenbau des Motors, was eine leichte Übung war. Mit dem Einbau desselben in den Rahmen wurde es schon schwieriger.

Triumph5 Laut Bauplan sollte nun der Rahmen bis zum Gepäckträger folgen. Die zwei Teile dieses Bauschrittes ergaben ein wackliges Gerüst und vermittelten auch optisch keinen guten Eindruck. Erst am fertigen Modell wird dieses Manko durch die Seitentaschen verdeckt.

In Baustufe 6 wird unter anderem der Tank montiert. Die hintere Halterung unterhalb des Tanks paßte aus Platzgründen nicht, der Vergaser ist im Wege. Ich mußte daher in Baustufe 8 den bereits verklebten Tank noch einmal entfernen und später ohne besagte Halterung neu verbauen.

Der Einbau des Getriebes war problemlos, der der Teile 44 u. 143 geriet wieder zum Fiasko. Ebenso die Montage von Werkzeugkasten und Batterie. Beide hingen wacklig im Rahmen.

Das nächste Ärgernis bestand im Einbau des geteilten hinteren Kotflügels und der beiden Kettenschutze. Das Hinterrad wiederum ließ sich problemlos einsetzten.

Triumph6 Baustufe 9 sieht den Zusammenbau der vorderen Radgabel vor. Da der Plastikstift für die beweglichen Teile 124, 125 beim Zerlegen brach, mußte dieser durch eine Metallschraube ersetzt werden, was ohne großen Aufwand gelang. Die Anbringung des vorderen Kotflügels erforderte viel Geduld, eine perfekte Paßgenauigkeit der Teile war hier nicht gegeben. Dasselbe gilt für das Vorderrad, hier mußte die Nabe? (Teil 113) bearbeitet werden, damit die Achsstange (die viel zu kurz war) wenigsten paßte. Noch immer etwas kurz, nahm die Verklebung lange Zeit in Anspruch, bevor das Ansinnen gelang.

Das gleiche Problem ergab sich mit der Lenksäule. Das mehrfache Verkleben und Trocknen dauerte Tage, ehe die Teile hielten.

Bei der Montage des Auspuffrohrs brach mir die Halterung (Nr.30) zwischen den Fingern, ich hatte das Teil nicht mal richtig angefaßt, war schon kaputt. Diese Schwäche könnte eine Folge des Materialalters sein.

Triumph7 Nach ca. 3 Wochen Bauzeit, fertig.

Resümé:
Für einen Bausatz dieses Standards setze ich für gewöhnlich maximal eine Woche an.

Wie anfangs erzählt, erwarb ich dieses Modell teilweise aufgebaut und konnte es fast gänzlich wieder zerlegen.

1. Vier Teile des Bausatzes fehlten, auch die (Decals), wurden daher nicht verbaut.

2. Dem Vorbesitzer brachen ca. 10 Bauteile, er gab den Aufbau wahrscheinlich aus diesem Grunde auf.

3. Beim Zerlegen brachen mir 5 Teile, beim Aufbau weitere ca. 10 Teile, die ich wieder instandsetzten mußte.

4. Die Paßgenauigkeit der Einzelteile ließ zu wünschen übrig. Ob dies an der Bearbeitung durch den Vorbesitzer lag, bleibt fraglich.

Triumph8 5. Der Bauplan enthält einige Fehler, die ich bei einem nochmaligen Zusammenbau von vornherein umgehen würde. In diesem Fall kostete dies eine Menge Zeit. Es war erkennbar, daß der Vorbesitzer den Aufbau des Modells auch aus diesem Grund aufgab.

6. Der Plastikkleber in der Flasche (mit Pinsel) ist nicht empfehlenswert. Ich habe etliche Tage damit vergeudet, einige empfindliche Teile immer wieder zusammenzukleben, die nicht hielten. Letztendlich griff ich zu einem Sekundenkleber, den man punktgenau auftragen kann und der, sobald er anzieht, die Teile auch bombenfest verklebt.

Im Vergleich zu den anderen Motorrädern (ESCI) war dieses ein diffizieles Ärgernis. Ich war einige Male drauf und dran, aufzugeben.

Die TRIUMPH 3HW war eine 350ccm Maschine, die mit den anderen, schwereren ESCI- Krafträdern nicht vergleichbar ist. Die leichtere Bauweise ist auch im Modell gegeben.

Das Fertigmodell hinterläßt jedenfalls einen guten Eindruck, wäre der Aufbau nicht so schwierig und langwierig verlaufen, würde ich den Bausatz bestens weiter empfehlen.

Vorsicht aber - dieses Modell ist wirklich nur erfahrenen Modellbauern anzuraten, ansonsten man leicht daran verzweifeln könnte.

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