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Triumph 3-HW (Italeri)


Triumph11
ITALERI (ESCI) Modell 7402
Maßstab 1:9 WW II Motorcycle
L-37,2cm, B-9,7cm, H-24,3cm
Gewicht ca. 510g
Das Modell besteht aus 287 Plastikteilen.

Hier ist die neue Version von Italeri, die Spritzgußäste sind dieselben wie früher von ESCI/REVELL/DRAGON.

Die neuerliche Baubeschreibung würde sich erübrigen, ich tue es, um auf die vielfältigen Probleme beim Zusammenbau hinzuweisen.

Was mir beim Öffnen des Bausatzes auffält, alle Spritzlinge sind in derselben Farbe (Ausnahmen: D-Klarsicht, F-Weichgummi).

Bei Esci war der Spritzling in Metallfarbe, dies erlaubte auch einen Aufbau ohne Kolorierung mit guten Ergebnissen. Bei dieser neuen Version ist eine Farbgebung unumgänglich, um gute Ergebnisse zu erzielen.

Triumph12
Der Bauplan dieser Version wurde verändert (übersichtlicher), die Fehler in den Plänen der früheren Hersteller wurden unverändert übernommen.

Laut Bauplan beginnt der Zusammenbau mit dem Motor. Hier gibt es keine Probleme, die Teile sind paßgenau, alles läßt sich gut zusammenfügen.

Die vorhin beschriebene Farbe des Spritzlings erfordert bei diesem Arheitsgang eine Färbung des Motors, hauptsächlich in Metallfarbe. Ich verwendete dazu eine Mischung aus schwarz und silber.

Triumph13
Um noch einmal darauf zurückzukommen: Die Farbgebung der Spritzlinge (Armeebraun) ist für die Triumph eigentlich gut gewählt. Man könnte den Großteil der Teile eigentlich unbemalt zusammenbauen.

Ich verwendete "Humbrol 116".Die Farbe kommt der der Originalmaschine sehr nahe. Ich würde sagen, das Original ist vielleicht einen Deut heller.

Da die Farbe der Spritzlinge ähnlich ausfällt, ersparte ich es mir, die Kleinteile zu lackieren. Man kann den Unterschied (bemalt-unbemalt) am Fertigmodell kaum erkennen.

Bauteil 43a (Kupferfarbe) sollte eigentlich schwarz sein, mir gefiel das Kupfer aber besser.

Dieser Bauplan gibt richtige Farbgebungen leider kaum bekannt, ich mußte mich daher weitestgehend am Original orientieren.

Triumph14
Laut Bauplan beginnt die Verkabelung bereits in Baustufe 1.

Kabel A ist mit 82mm zu kurz angegeben, es sollte 115mm lang sein. Überhaupt rate ich dazu, die Verkabelungen, die immer im Wege sind, später durchzuführen.

Der Einbau des Motors in den Rahmen ging problemlos vonstatten. Dies änderte sich mit der Montage des hinteren Rahmens (9b,3b).

Es gibt im Bauplan keine Hinweise, welche Teile geklebt werden sollten und welche nicht. Ich rate dazu, die beiden Teile 31a nicht zu verkleben, ansonsten die Anbringung des hinteren Kotflügels später zum Disaster wird.

Triumph15
Der Einbau des fertigen Getriebeblocks ist die nächte Katastrophe. Meines Erachtens liegt dieser leicht schräg im Rahmen. Dies stört die Ausrichtung des Blocks.

Da das Getriebe vorerst nur links (Teil 53c) eingerichtet wird, hat man später rechts ein Problem in Baustufe 10 (Teil 42c).

Bedauerlicherweise kann man aber das Getriebe in Baustufe 4 von rechts noch nicht fixieren, da vorher andere Teile eingebaut werden müssen.

Triumph16
An dieser Stelle (Baustufe 6) sollte man die Verkabelung A,B,C,D,E,F anbringen. Auf jeden Fall vor der Montage des Benzintanks.

Ich rate dazu, alle Fuß-raster, Fußschalter erst ganz zum Schluß anzukleben, ansonsten sich diese noch oftmals durch unsachgemäße Berührung lösen.

Die Anbringung des Öltanks (Teile 10b,11b) ist paßgenau, allerdings sollte man ab hier äußerst sorgfältig mit dem Modell umgehen. Der Öltank hangt an zwei Befestigungen, der leichteste Fingerdruck schiebst diesen aus den Halterungen.

Ein Problem gibt es auch mit der Anbringung der 2 Ölleitungen (36a). Die Klebepunkte sind nicht erkennbar, man muß diese nach Gefühl wählen. Und auch diese brechen später bei leichtester Berührung wieder aus.

Triumph18
Das Aussehen des Modells nach Baustufe 8.

Triumph17
Das Zusammenfügen der hinteren Felge paßte einwandfrei. Da die Reifenmäntel hohl sind, kann man diese problemlos später auf die Felgen ziehen.

Ich bemerke dies, da die Reifen bei ESCI noch aus Vollgummi waren, diese müßten beim Verkleben bereits auf der Felge sitzen.

Die nächste Katastrophe ereignete sich mit der Montage des Hinterrades. Die Radachse (Baustufe 10, Teil 45a) ist zu kurz. Ich verwendete daher die Radachse des Vorderrades (Teil 46a).

Dasselbe Problem mit der Radnabe hatte ich bereits beim Bau der Triumph 3HW von Revell.

Triumph19
Das nächste Problem tauchte mit der Montage der Antriebskette auf. Laut Bauplan setzt man erst das Hinterrad ein, danach das Kettengehäuse, dann den Kettenschutz.

Aus dem Zusammenbau des REVELL-Modells wußte ich bereits, wie schwierig es ist, die 2x Kettenschutz bei montiertem Hinterrad anzubringen. Folgedessen baute ich zuerst Kettengehäuse und -schutz ein.

Das die Gummikette sehr spannte, fiel mir sofort auf, ein Abnehmen des Kettengehäuses und -schutz war nicht mehr möglich, also ließ ich es so gut sein.

Die Antriebskette überstand die Nacht nicht, morgens war sie gerissen. Ich ließ das Modell nun ohne Antriebskette sein.

Im Übrigen ist der hintere Reifen zu groß (oder Schutzblech zu klein), er läßt sich montiert im Schutzblech nicht mehr drehen.

Triumph20
Eine weitere Schwierigkeit war die Montage des Sattels. Abgesehen davon, daß man den (Leder-) Plastik -sattel (2f) auf (30a) stecken sollte (Baustufe 11), bevor er montiert wird, konnte man den Befestigungsstift (28a) nicht mehr einführen.

Die Lösung war, Teil 2f erst nach Befestigung von Teil 30a anzubringen, was sich als sehr schwierig (bis fast unmöglich) erwies.

Außerdem war Teil 28a etwas zu dick, mußte rundum verjüngt werden, um eingeführt werden zu können. Prompt brach das Teil beim Einstecken.

Triumph21
Nachdem die Vorderradgabel ohne besondere Vorkommnisse montiert war, sollte das Schutzblech (Baustufe 13, Teil 32b) angebracht werden.

Dieselben Probleme wie bei der Revell-Version. Das Schutzblech paßt nicht wie erwartet, zumindest bei mir nicht. Eine Montage derer gelang schließlich, aber nicht lt. Bauplan.

Nun stand das Problem mit der Radachse bevor. Ich löste dies, indem ich die hintere Radachse (die Vordere mußte ja für das Hinterrad verwendet werden) in der Mitte teilte, die Hälften beidseitig in die Achsöffnung führte, und außen verklebte. Auf diese Weise läßt sich wenigstens das Vorderrad bewegen.

Triumph22
Die Satteltaschen.
Ich fand die Anbringung der Taschen bereits bei der Revell-Version schlecht gelöst. Wie einfach wäre es gewesen, die Taschen, wie beim Original, in eine Halterung einzuhängen.

Noch schlimmer war es, daß der Gummigurt (Teil 7f) bei der Montage riß. Dies war aber womöglich mein eigenes Verschulden.

Auch die Montage des Aufpuffs war ein Wettrennen mit dem Kleber. Das Aufpuffrohr ist meines Erachten in der Krümmmung 2mm zu kurz, es läßt sich nur schlecht in das Modell passend einrichten.

Triumph23
Der Umhängegurt für die britische (Stag-) MP war auch zu kurz. Außerdem ließ sich der Gurt am Kolben nicht befestigen, wie es eigentlich sein sollte.

Sehr schwierig gestaltete sich der Einbau des Ohren-, Genick- schutzes in den Stahlhelm. Aus dickem Gummi, ließ sich dieser schwer biegen und noch schwerer in die Rundung des Helms zwingen. Zum Fixieren sollte man hier einen geeigneten Kleber finden - schwierig.

Bei Revell war dieser Schutz aus Leinen geformt, leicht montierbar. Dummerweise fiel mir nach der Montage des Helms ein, daß ich von diesem Leinen (Revell) noch Reste übrig hatte.

Triumph24
Die noch zu verbauenden letzten Teile, über die es nicht mehr viel zu berichten gibt. Die zwei abgebildeten Dämpfer für den Tank sind für die "Triumph-" Zivilmaschine gedacht, sie waren in der Army-Version nicht vorhanden. Ich bin am Überlegen, ob ich sie nicht trotzdem verwende.

Triumph25
Das fertige Modell von beiden Seiten. Einmal ohne Satteltaschen, einmal mit denselben.



Ob ich über den Bausatz auch etwas Gutes auszusetzen hätte?
Der Schlauch für die Verkabelungen ist erstklassig. Besser als bei ESCI/DRAGON und REVELL. Er ließ sich wunderbar verarbeiten.

Triumph26
Aber Vorsicht:
Viele Fehler, die bereits bei ESCI vorhanden waren, sind bis heute nicht korrigiert worden, weder von REVELL, noch von DRAGON, und nicht von ITALERI.

Es ist mir ein Rätsel, daß man solche Fehler nicht seit langem korrigiert hat.

Ich hatte immer viel Spaß, ESCI Bausätze zu bauen. Die TRIUPH 3HW möchte ich nicht wieder versuchen.

Die Dauer für Bau/Bemalung - 5 Tage. Schwierigkeitsgrad: hoch.


Und obwohl der Bauplan besser gestaltet ist als bei Revell:
Die gleichen Fehler und schlechte Beschreibung im Bauplan. Keine Hinweise auf Farbgebung, auf klebefreie Teile.

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