logo

Arno W. Team - Teil II


7901-1307
Und trotz des Schadens sprang mein Auto am 1. Januar an und brachte mich sogar noch bis Düsseldorf, bzw. es fuhr am nächsten Tag auch noch bis zur Werkstatt, um auf dessen Parkplatz endgültig abzusterben. Eine neue Lichtmaschine beseitigte das Übel.

Wir verbrachten den ganzen Monat im "Europäischer Hof", mit einem freien Tag je Woche.


"Vorsicht", wurden wir gewarnt, "es gibt viele Alkoholkontrollen."

Unser Quartier befand sich in Neuss, wir beschlossen uns mit der Fahrt zum Quartier abzuwechseln. Ich geriet prompt in der ersten Woche in eine Kontrolle, die negativ ausfiel, ich war gewarnt.

7902-1312
Im Cafe Marquardt in Stuttgart erlebten wir den Faschingsausklang (Ein belegtes Brot mit Schinken...) bei unglaublicher Stimmung, die ich den Schwaben gar nicht zugetraut hätte.


Das Tanzlokal lag am Schloßplatz, direkt im Stadtzentrum, was natürlich zum häufigen Kaufhausbummel verleitete.


Einen der Tage unternahm ich die Fahrt zum Stuttgarter Fernsehturm, der auf dem "Hohen Bopser" (483 Meter) im Stadtteil Degerloch steht.


Der Turm selbst (1955) hat eine Höhe von 216 Metern und bietet bei schönem Wetter eine sehenswerte Aus- und Fern-Sicht.







7801-1072p













In Zürich verbrachten wir den darauf folgenden Monat im bereits bekannten Terrasse Nightclub.

Hier bekamen wir einen neuen Drummer. Ein sehr fähiger, netter Kollege mit außerordentlich gutem Gesang, der der Band musikalisch viele Vorteile brachte. Auch er kam vom Sigi Gerhard Sextett, über das weiter oben berichtet wurde.

Eines Nachts wurde ich auf dem Heimweg durch die Zürcher Fasnacht überrascht, ein sehenswertes Ereignis, das ich nicht sofort zuordnen konnte, denn bei uns war der Fasching bereits vorbei. Von diesen Vorgängen war in unserem Nightclub allerdings nichts zu merken gewesen.

7903-1331

















8001-1578

Den Frühlingsanfang erlebten wir in München. Wir spielten wieder im Park-Cafe, sechs Tage je Woche, mit einem freien Tag.



Untergebracht waren wir in der Etage über dem Tanzlokal, ich bewohnte wieder das gleiche großräumige Zimmer mit überhoher Decke.



Auch die Verpflegung war erstklassig und das ganze Ambiente ließ den Monat in Windeseile verstreichen.




7905-1369
Von München ging es nach Essen, in den Blumenhof (im Grugapark). Der Blumenhof war eines der wenigen Gebäude Essens, die den letzten Krieg schadlos überstanden hatten.

Der Park stellte das Gelände der ehemaligen Blumengartenschau dar,eine überaus schön angelegte Parkanlage.


Gleich nebenan war die Grugahalle, in der just in diesem Monat der bekannte "Rockpalast" stattfand. Man konnte die Musik vor der Halle zwar hören, besser war es jedoch diese in der Unterkunft am Radiogerät zu verfolgen. Einen Fernseher hatte ich diesmal nicht dabei.

Das Quartier befand sich in der Alfredstraße, zu Fuß in zwanzig Minuten erreichbar.

7906-1386
Gleich im Anschluß traten wir in Basel´s Clara Nightclub auf, dies war für mich das dritte Gastspiel in diesem Hause. Langsam begann ich mich hier schon wie zu Hause zu fühlen.

Wie bereits bemerkt spielten wir hier sieben Tage je Woche, in diesem Monat gab es allerdings auf Grund irdendeines National- Feiertages einen Tag frei.

Wir trafen auch hier jedes Mal nette Artisten-Kollegen, welche aus den unterschiedlichsten Ländern kamen, und hatten immer eine gute Zeit miteinander.

Es war Hochsommer und wunderbares Wetter, das ich nutzte, um die schöne Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten, ihren alten Bauwerken, sowie den eleganten Kaufhäusern zu erkunden.

7907-1404 Am ersten Tag nach Basel hatten wir wieder einen Auftritt auf der Mannheimer Seebühne, auf dem Gelände der ehemaligen Bundesgarten- schau.

Es war ein bewölkter Tag, zum Glück regnete es aber noch nicht, denn wir standen Open-Air, mit unseren Instrumenten unter freiem Himmel.

Wenigstens war der Zuschauerraum überdacht, die Besucher wären im Falle eines Unwetters trocken geblieben.

Ich glaube mich erinnern zu können- kurz nach Ende unserer Darbietung begann es zu regnen, wir mußten uns mit dem Einpacken beeilen.

Nach diesem Auftritt hatten wir erstmalig in diesem Jahr eine Woche Pause, Zeit zur Erholung.


7907-1406 Zur Eröffnung der Bundesgartenschau Bonn standen wir pünktlich wieder auf der Bühne.

Das Engagement währte neun Tage, wir traten Open-Air auf und waren diesmal gottseidank durch eine Plane geschützt. In der Zeit regnete es des Öfteren, teils auch stark, allerdings war das Unwetter meist schnell vorbei.

Die kurzen Pausen zwischen unseren Auftritten nutzte ich, um das schöne Parkgelände zu genießen und mich mit Getränken und Imbiss von einem der zahlreichen Stände zu versorgen. Sehr gerne holte ich mir einen Hawaii- Toast vom Holland-Stand, an dem wir von hübschen Maisjes bedient wurden.

Wir waren in einem Hotel in der Nähe untergebracht, ich kann mich beim besten Willen nicht mehr erinnern wie es hieß.


7908-1425

Der Sommer führte uns wieder für sechs Wochen nach Travemünde, worauf ich mich schon lange gefreut hatte.



Zu dieser Zeit stand das Casino Travemünde aber bereits in finanziellen Problemen, die einige Veränderungen mit sich brachten.



Abends spielten wir täglich, wie bereits im Vorjahr, im Restaurant.







7908-1427

Dies war ein relativ leichter Auftritt, die Gäste waren wenig anspruchsvoll, nur leise sollte unsere Darbietung sein. Und meist war früh Schluß, nämlich dann, wenn das Restaurant schloß.



Bei Schönwetter sollten wir nachmittags draußen in der Konzertmuschel für Kaffee- und Kuchen- Gäste aufspielen (Bild unten).



Und in diesem Jahr war oft Schönwetter, wir spielten oft im Casino-Garten.






7908-1426

Nach dem Kaffeekränzchen war nur wenig Zeit zum Umbau, wir mußten uns sehr beeilen, um rechtzeitig im Restaurant anzufangen.



Der Nightclub "La Belle Epoque" in der oberen Etage war nur noch zum Wochenende geöffnet.

Das Sigi Gerhard Sextett, das immer im Nightclub gespielt hatte, war in diesem Jahr nicht mehr verpflichtet worden.

An den Wochenenden, die der Nightclub geöffnet hatte, bestritten nun wir den Bühneneinsatz (Bild unten).

7908-1428
Bei diesen Auftritten hatten wir diesmal das Vergnügen, Dunja Rajter im Nightclub begleiten zu dürfen.

Ich ließ es mir nicht nehmen, mich mit ihr zu fotografieren. Leider wurde meine Kamera kurz darauf gestohlen, sodaß diese Fotos verloren gingen.

Ein Verlust, den ich erst Jahre später wieder gut machen konnte, als ich mich mit ihr nochmals ablichten konnte



Zudem sollten wir wochenends im Garten des nahegelegenen Kurhaus Travemünde zu Frühschoppen und Grillfest auftreten (Bild unten).




7908-1430
Dies bedeutete für uns laufende Umbauten zwischen den Bühnen der Konzertmuschel im Casinogarten, dem Restaurant, Frühschoppen am Kurhaus und dem Nightclub. Und dies mit der schweren Hammond M 100.

Zum Transport zur Kurhaus-Terasse wurde uns wenigstens eine Transportmöglichkeit auf Rädern zur Verfügung gestellt. Anders wäre dies auch nicht machbar gewesen.

Somit traten wir wochenends oftmals auf vier verschiedenen Bühnen auf.



Während dieser Zeit in Travemünde wurden wir für Fernseh- Aufnahmen engagiert.





7909-1457 Es handelte sich dabei um eine Folge aus der TV-Serie "Achtung Zoll", zu der wir in einer Tanz-Szene einige Musikstücke spielten.

Die Aufnahmen fanden auf der Terasse des Cafés "Haus Royal" statt, unfern des Casino-Gebäudes (Bild links).


Zwei Wochen nach Ende des Engagementes spielten wir nochmals zwei Tage im Nightclub des Casinos.

Ich genoß die Wochen in Travemünde, obwohl der Arbeitsaufwand groß war, nicht ahnend, daß dies mein letzter Auftritt in diesem Casino sein würde.

In den sieben Wochen fand ich auch Zeit zu einigen Ausflügen. Ich besuchte den Freizeitpark Hansaland,, das schöne Lübeck mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten u.v.m.


7910-1520

Im Anschluß gastierten wir einen Monat im "Boccaccio" in Hamburg, mit einem freien Tag pro Woche.



Das Tanzlokal war immer sehr gut besucht, teils mit illustren Gästen, mit denen man leicht ins Gespräch kam.



Ich bezog ein Zimmer an der Langen Reihe, Ecke Schmilinskystraße, in der 4. oder 5. Etage und hatte eine gute Zeit in Hamburg, das ich später noch oft besuchte.

7911-1527

Der darauf folgende Monat brachte uns für zwei Tage in die Holstenhalle nach Neumünster.



Das Außergewöhnliche dieser Auftritte war der für mich ungewohnte Anlaß zu einer musikalischen Darbietung.



Wir spielten zu einer Auktion für Dressur-Pferde, denn die Holstenhalle war eine weitbekannte Pferde-Reithalle.







7911-1529

Am ersten Tag wurde der Ablauf der Auktion mit allen Einlagen und Eventualitäten geprobt.


Am zweiten Tag fand die eigentliche Auktion statt.


Im Anschluß an die Auktion fand für die Teilnehmer ein Festabend im hauseigenen Festsaal statt.


Es war in jedem Fall ein lockerer Job, der aber auf Grund der Kürze von zwei Tagen keinen Spielraum für private Unternehmungen bot.

7911-1536


Nach fünf Tagen Pause gab es ein Wiedersehen mit dem Hotel Mürl am Rhein.



Auch hier fand lediglich ein zweitägiges Gastspiel statt, nachdem wir noch in der Nacht abbauten und uns nach einigen Stunden Schlaf auf den Weg machen mußten.

7911-1539

Nach dem Entreffen in Haslach in Kinzigtal bauten wir sofort die Bühne auf, um am Abend wieder aufzutreten.



Es handelte sich um einen Auftritt im Tanzlokal "Blockhaus". Da es sich hierbei um eine Discothek handelte, muß es einen speziellen Anlaß zu unserem Auftritt gegeben haben.



Noch in der Nacht machte ich mich auf den Heimweg, ich hatte nun einige Tage frei.

7912-1543

Den Dezember verbrachten wir im Cafe Traub in Dusslingen. Es waren ruhige Tage, kein Wunder in der Vorweihnachtszeit.



Wir wohnten im Hause und hatten zwei Tage die Woche frei. Der Vertrag endete mit Weihnachten.



Ein Ausflug führte mich zur Burg Hohenzellern bei Echingen, eine schöne Burg, für einen Besuch allemal empfehlenswert.

7912-1577

Mit dem Sylvesterball im eleganten Kurhaus- Saal Baden-Baden ging das arbeits- und erfolg-reiche Jahr zu Ende.




Wir waren in einer nahegelegenen Pension einquartiert, nach dem langen Sylvesterabend fiel ich in mein Bett, um am Neujahrstag zum nächsten Engagement aufzubrechen.

Fortsetzung nächste Seite

Zurück oder zum Hauptmenü


Copyright © 2008 by Alexander Kutsche