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Affinity (1974)


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"Quintett sucht Gitarristen und Drummer"



Irgendwann fand ich dieses Inserat in der Zeitung.

Die Vorstellung erfolgte in Berchtesgaden und mein Einstieg war klar.

Als Schlagzeuger konnte ich meinen Kollegen von POEM 58 empfehlen, den ich nunmehr seit zehn Jahren kannte.

Er war als Drummer und als Sänger sehr gut, daher wurde er auch eingestellt.

Die Band brauchte einen neuen Namen? Ein Blick ins Englisch-Wörterbuch genügte.

"Affinity", allen Kollegen gefiehl der Begriff und keiner wußte, was er bedeutete.




Die Zeit des Hard-Rock war für mich vorbei, "Affinity" war Hitparaden-orientiert. Die Proben begannen schon bald und wenige Wochen später gingen "Affinity" auf die große Tour.


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Das Eröffnungsspiel erfolgte im Jagdhof Flachau wo ich vor einiger Zeit mit Poem 58 nicht gut ankam.


Diesmal hatten wir keine Probleme, der Job verlief erfolgreich.


Das Engagement galt für vier Samstage, folglich absolvierten wir den 1., 8., 15., und den 22.06.1974








(fotografiert 17.04.2014)

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Nach 5 Wochen begann der nächste Auftrag.


Die Band war vom 29.Juni bis 1.August nach Kirchberg in Tirol, ins Cafe Daxer gebucht.


34 Tage ohne freien Tag und zusätzlich meinen Beruf in der Heimatstadt mit 4 Stunden Schlaf je Tag, ich hielt dies nur eine Woche durch.

Ich mußte im Beruf um Urlaub ansuchen, sonst hätte ich es nicht durchgehalten.







(fotografiert 17.04.2014)

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Der Erfolg brachte uns eine Verlängerung im
Cafe Daxer, Kirchberg.

Nach einer Woche Pause fingen wir am 9.August wieder an und spielten täglich bis 17.August.



Man bot uns sogleich ein Re-Engagement für das nächste Jahr an, aber-
im folgenden Jahr war davon keine Rede mehr.

Schade, In Kirchberg/Tirol hätte ich gerne noch einmal gastiert.


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Unser Bassist heiratete am 31.August. Was lag da näher, als die eigene Band zum lustigen Musizieren mit einzuladen.


Das Fest fand in Golling statt, wir spielten im Gasthof Abfalter auf.

Zu diesem Abend gab es natürlich keine Gage, dafür aber jede Menge Spaß.










(fotografiert 10.03.2015)

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Die nächsten Termine folgten Ende September.


Im Cafe Central, Bruck an der Glocknerstraße, sollten wir fünf Samstage lang auftreten.


Der Turnus begann mit dem 21.September, er setzte sich fort am 28.September, 5., 12., und 19.Oktober.










(fotografiert 17.04.2014)

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In dieser Band war der Terminplan anfangs nicht so voll, wie in der letzen Band. Zwischen den Aufträgen gab es immer wieder längere Wartezeiten.


Das Hotel Vier Jahreszeiten im schönen Berchtesgaden war unsere nächste Station.


Es ging am 25.Dezember los, wir spielten täglich bis 31.Dezember. Sonn- und Feiertags mit Tanztee.





(fotografiert am 1. Mai 2014)



Das gutgewählte musikalische Programm brachte uns gute Erfolge und neue Aufträge. Ich fühlte mich im Kreise dieser Kollegen, und der lockeren Arbeitsweise bisher sehr wohl.

Affinity (1975)


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Das Engagement im Hotel Vier Jahreszeiten dauerte auch im neuen Jahr noch an.


Es beinhaltete den 1.-6.Januar und ging dann noch von 10.-12.Januar täglich weiter.


Außerdem die zwei nachfolgenden Samstage, am 18.u.25.Januar.








(fotografiert am 1.Mai 2014)

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Die Band wurde gefragt, ob sie noch über die Faschingstage, im folgenden Monat, verfügbar wäre.

Somit traten wir auch noch am 6., 8., sowie dem 10.-12.Februar auf.


Das Hotel Vier Jahreszeiten verlängerte das Engagement schließlich noch auf die nachfolgenden zwei Samstage, den 15.und den 22.Februar.

Die Band wurde jedes Jahr zu dieser Zeit in dieses Hotel verpflichtet, ließ ich mir erklären. Schön, dieser Auftritte waren easy und machten riesig Spaß.

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Ins Brennerbräu in Bischofswiesen wurde die Band für zwei Tage zum Kinderfasching eingeladen.

Anschließend mußte die Anlage jedesmal im Sauseschritt abgebaut werden, um abends pünktlich im Hotel Vier Jahreszeiten auf der Bühne zu stehen.












(fotografiert am 20.03.2015)

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Für eine familiere Feier (Hochzeit?) hatte man uns nach Abtenau geholt.


Im Gasthaus Voglauer Hof fand die Feier ihre Ausführung und es wurde ein gelungener Abend für alle Beteiligten.
(April 1971)












(fotografiert am 17.04.2014)

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Es sollte danach erst Ende Mai weitergehen.


Affinity wurde für vier Samstage gebucht. Die Termine begannen am 31.Mai und gingen am 7., 21., und 28.Juni weiter .


Der Spielort in Lüngötz hieß Lungötzer Hof, ein stattlicher Gasthof.










(fotografiert 17.04.2014)

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Unser nächster Auftrag folgte zwei Wochen später im Ort Wagrain, in der Pongauer Tenne.


Auch dies war ein Haus, in dem das ganze Jahr jedes Wochenende Bands spielten.


Dieser Auftrag war für zwei Tage vorgesehen. Freitag und Samstag, den 11.und 12.Juli.









(fotografiert 17.04.2014)

Affinity (Quartett)


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Unser Organist hatte bereits seit langem angekündigt, aus beruflichen Gründen nach München umziehen zu müssen, dies stellte sich nun ein.


Organisten waren immer schwer zu ersetzen, geschweige denn einen fähigen Mann zu finden. So auch bei uns.


Unser Sänger/Trompeter spielte auch Orgel, also übernahm er diesen Part, so gut es eben ging.


Es war allerdings nur ein Kompromiß, die Band war nicht mehr die Gleiche.

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Eine Woche nach Wagrain folgte der nächste Einsatz in Schneegattern.


Im Cafe Schindecker war ich bereits früher tätig, damals hieß es allerdings Ramsauer Diele.


Hierher kamen wir nun für einen Samstag, dies war der 19.Juli. Das Lokal hatte sich in den vier Jahren überhaupt nicht verändert.


Es war unser erster Auftritt zu viert.






(fotografiert 30.04.2014)

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Diesmal hatte man uns zu einem privaten Fest in geschlossener Gesellschaft eingeladen.


Herr Mitterbauer feierte am 26.Juli in Gmunden seinen beruflichen Erfolg im Kreise seiner Familie und Freunde. Dies zelebrierte er mit uns im Cafe Eggenberg in Gmunden.










(fotografiert am 30.04.2014)

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Am 2. August waren wir nach Mettmach bestellt, eine kleine Gemeinde Oberösterreichs.


Im dortigen Gasthof Stranzinger traten wir zu einer Festlichkeit auf.












(fotografiert am 30.04.2014)

Mittlerweile hatten wir fast jedes Wochenende einen Auftritt. Dazu kamen laufende Proben und schließlich- werktags mein Beruf. Alles zusammen - zu wenig Zeit für Beruf, Musik, Schlaf, und dazu noch - null Freizeit.

Andererseits war ich musikalisch in dieser Band wenig gefordert. Mein Wunsch, mich weiter zu entwickeln, war nicht gegeben. Ich wollte mehr erreichen. Aus diesen Gründen hatte ich begonnen, mich als Berufsmusiker anzubieten.


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Anfang August war ich zu einem ersten Vorspiel bei einer Profi-Band eingeladen.

Im Bechlwirt, Kirchberg in Tirol, traf ich jedoch nicht eine Band, sondern nur einen Musiker zu einem "Gespräch".

Es kam zu keinem Vorspiel, unter Umständen hatte die Band bereits einen passenden Musiker gefunden und es versäumt, mich abzubestellen. Mein Gesprächspartner vertröstete mich auf später.

Ich fuhr ohne Ergebnis nach Hause, ohne zu wissen, warum man mich samt Instrumenten nach Tirol kommen hat lassen.





(fotografiert 17.04.2014)

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Unser nächster Auftritt erfolgte am 9. August in Ebensee-Langwies, im Gasthof Leirich.

Hierbei handelte es sich um ein öffentliches Fest, der Gasthof war bis zum Bersten gefüllt.

Ich kam erst vormittags wieder nach Hause.


Gasthof Leirich wurde 2001/2002 geschlossen, das Gebäude steht noch.









(fotografiert 30. April 2014)



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Der ehemalige Gasthof Leirich befindet sich heute in einem erbärmlichen, ruinösen Zustand.


Ich war einerseits froh darüber, das ehemals stattliche Gebäude überhaupt noch zu finden, der Zustand desselben war jedoch schockierend.











(fotografiert 30.04.2014)

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Ein weiterer Auftrag führte die Band am 16.August 1975 nach Mattighofen.


Wir unterhielten die zahlreichen Gäste einer Hochzeit im Gasthof Badhaus am Abend mit flotter Musik und guter Stimmung.











(fotografiert 30.04.2014)



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Die Abbildung zeigt den Festsaal des Gasthof Badhaus in Mattighofen, mehr als 40 Jahre danach, und kaum verändert.

















(fotografiert 30.04.2014)

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In Velden/Wörthersee hatte ich am 18. August mein zweites Vorspiel bei einer Profi-Band - ein Vorspiel der besonderen Art.

Vor zahlreichem Publikum holte mich die Band auf die Seebühne des Schloßhotels, um ihnen vorzusingen und mit ihnen zu spielen.

Die einzigartige Darbietung gab mir keine Chance, mich vorteilhaft zu profilieren.

Kein Wunder, daß ich danach erfolglos wieder nach Hause fuhr.





(derzeit noch kein Foto vorhanden)

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Zu einer privaten Festlichkeit traf sich Affinity
am 23.August wieder.


Wir spielten einen Abend sehr erfolgreich im Gasthof Schorn in St. Leonhard.


Dies war mein letzter Einsatz mit "AFFINITY".









(fotografiert 01.05.2014)



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Die Abbildung zeigt die Räumlichkeit des Gasthof Schorn in St. Leonhard, mehr als 40 Jahre später, und kaum verändert.

















(fotografiert 01.05.2014)

Ich hatte meinen Wunsch, beruflich Musik zu machen, bereits vor einiger Zeit geäußert. Bei meiner dritten Vorstellung klappte es sofort. Innerhalb weniger Tage löste ich meinen Haushalt auf, packte das Auto und verschwand aus der Heimat.


Mein Gastspiel bei "AFFINITY" hatte nach vierzehn Monaten mit 91 Auftritten geendet. Die Band existierte nach meinem Ausstieg noch eine zeitlang weiter, bevor sie sich durch interne Intrigen aufläste.

"AFFINITY" hatte mich Schlager- und Pop-Musik nähergebracht. Ich hatte gelernt, daß jede Stilrichtung gute Musik bot und gefallen konnte. Der wichtigste Lernprozess aber war - das Publikum mußte zufrieden sein, nicht der Musiker. Ich stand fortan dem Publikum zu Diensten.

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