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Casey Jones & The Governors - The Big Three


gegründet 1963 in London als "Casey Jones & the Engineers".
Der aus Liverpool stammende Brian Casser hatte während seinem Militärdienst in einer Skiffle-Band mit Bill Wyman (später Rolling Stones) gespielt. Er gründete 1959 die Band "Cass & the Cassanovas", die sich in Liverpool einen großen Namen machte. 1960 machten sich seine Musiker selbstständig und wurden zu "The Big Three".

Brian siedelte nach London um und wurde Manager im Blue Gardenia Club in Soho. Als die ersten Erfolge der Liverpooler Beat-Bands 1963 einsetzten, formierte Brian eine neue Band und nannte sich "Casey Jones & the Engineers". Tom McGuinness wanderte schon bald zu Manfred Mann ab, und Eric Clapton nahm das Angebot von The Yardbirds an. Die Band nahm eine erfolglose Single auf, spielte aber sehr erfolgreich in der Clubszene.

Als Brian Cassar für das Fernsehen entdeckt wurde, wirkte er in einigen Folgen der TV-Serie "Maigret" mit. Danach reformierte er die Band, die er nun "Casey Jones & the Governors" nannte. Die Band konnte sich in England innerhalb kurzer Zeit einen gefragten Namen erspielen.

Die Band nahm ein Angebot aus dem Star Club, Hamburg an und feierte dort immense Erfolge. Sie erhielten einen deutschen Plattenvertrag, und veröffentlichten einige erfolgreiche Singles mit der Plattenfirma Gold12, sowie die zwei LP´s "Casey Jones & the Governors" und "Don't Ha Ha".

Danach, mit dem Abklingen der Beat-Welle, verschwand die Band aus den Schlagzeilen, spielt aber bis heute in der Clubszene. Casey Jones wohnt heute in Unna, Deutschland.


Cass & the Cassanovas
vocal, guitar guitar bass drums
1959 Casey Jones Adrian Barber Brian Hudson
1959 Casey Jones Adrian Barber Johnny Gustafson Johnny Hutchinson

Casey Jones & the Engineers
vocal, guitar guitar guitar bass drums
1963 Casey Jones Tom McGuinness Eric Clapton Dave McCumisky Ray Smith
1963 Casey Jones David Coleman Roger Cook Dave McCumisky Ray Smith

Casey Jones & the Governors
1964 Casey Jones David Coleman Roger Cook Jim Redford Peter Richards

The Cassanovas - The Big Three
guitar, vocals bass, vocals drums
1960 Adrian Barber Johnny Gustafson Johnny Hutchinson
1962 Brian "Griff" Griffiths Johnny Gustafson Johnny Hutchinson
1963 Paddy Chambers Faron Johnny Hutchinson
1964 Paul Pilnick Faron Johnny Hutchinson

The Big Three


Aus "The Cassanovas" wurden um Januar 1961 "The Big Three", sie waren die erfolgversprechendste Band Liverpools. Das R&B Trio war mit ihren selbstgebauten Verstärkern die lauteste Band der Zeit. Hutchinson spielte aushilfsweise mit den Beatles, lehnte Epsteins Angebot ab, Ringo Star wurde dann Beatles Drummer.

Um den Job im Star Club, Hamburg zu bekommen, unterzeichnete die Band bei Brian Epstein einen Vertrag. Epstein forderte andere Bühnenkleidung, Rauchverbot auf der Bühne, soft Songs beim Auftritt und weiteres. Um die Band zu viert nach Hamburg zu schicken, stellte Epstein Brian Griffiths (von Howie Casey and The Seniors) ein. Das war für Barber genug, nach einem Monat zu viert verließ er die Band, und blieb in Hamburg.


Star Club Chef Manfred Weissleder wollte ein eigenes Platten- Label, um die Bands aufzunehmen, die bei ihm spielten. Adrian Barber war technisch versiert (er hatte die Verstärker für The Big Three gebaut) und sollte die Bühne für Live-Aufnahmen ausstatten, zudem wurde Adrian Bühnenmanager des Star Clubs. Er nahm Bands wie the Beatles und King Size Taylor dort auf.

Joey Dee & the Starliters waren vom Sound-System im Star Club so beeindruckt, daß Adrian nach New York eingeladen wurde um etwas ähnliches in die Peppermint Lounge zu installieren. Adrian Barber blieb in New York wohnhaft, und wurde Aufnahme-Manager bei Atlantic Records für Stars wie The Allman Brothers Band, Lou Reed und Aerosmith.


Griffiths war einer der besten Gitarristen des Merseybeat. Die Musikalität von "The Big Three" war legendär und wurde Vorbild für viele andere Bands. Epstein vermittelte der 4 Gruppe einen Vertrag bei Decca Records. Ein schlechtes Demo-Band von "Some Other Guy" sollte bei Rückkehr der Band nach London vernünftig aufgenommen werden. Dies wurde der Band jedoch nicht gestattet, die Demo Aufnahme erschien als Single- schlecht gesungen, ohne hörbaren Bass und mit nicht ausbalancierten Drums.

Die bisherigen Erfolge verdankte "The Big Three" ihrem aggressiven Sound, ihren wilden Auftritten, ihrer ungewöhnlichen Kleidung. Entgegen dem Wunsch der Band wurden ihnen von Epstein nun Soft-Songs aufgedrängt, die ihnen nicht lagen. Auf Epsteins Wunsch sollten sie nun Anzüge tragen und ein dezentes, lächelndes Image präsentieren, was ihrem bisherigen Image nicht entsprach. Die Trennung von Epstein erfolgte zu spät, das Image der Band war bereits beschädigt.


Gustafson und Giffiths stiegen nun aus, gründeten mit dem Drummer Ian Broad (von Rory Storm & the Hurricanes) "The Seniors", und gingen in den Tanz Club, Hamburg.


Hutchinson ersetzte die beiden durch Faron und Paddy Chambers (von Faron's Flamingo's). Sie unterzeichneten bei Kennedy Street Enterprises in Manchester. Die folgenden Platten brachten keine Erfolge. Mitte 1964 waren die Tage von "The Big Three" gezählt. Paddy Chambers ging Mitte des Jahres, für ihn kam Paul Pilnick von "The All Stars", der bereits kurz danach zu Tony Jackson & the Vibrations ging. "The Big Three" trennten sich, Hutchinson beendete seine Karriere.

Das beste Tonmaterial von "The Big Three" vermittelt die EP "Live At The Cavern", aufgenommen 1963, in der Original Besetzung mit Griffiths.
Pilnick spielte später bei "Deaf School" und "Stealer's Wheel".


In der Zwischenzeit hatte Billy Kinsley die "Mersey Beats" verlassen. Manager Alan Cheetham flog nach Hamburg und kaufte Gustafson als Ersatz ein. Die verbliebenen "Seniors" Griff und Broad erhielten ein Entschädigung.

Johnny Gus wurde in den 70ern ein gefragter Bassist, er spielte u.a. bei the Quotations, Episode Six, Quatermass, Daemon, Hard Stuff, Bullet, the Spencer Davis Group, the Shawn Phillips Band, Roxy Music, the Ian Gillan Band, the Gordon Giltrap Band und the Pirates.

Es spielte auf dem Original "Jesus Christ Superstar" Album und schrieb den 1982er Hit Dear John für Status Quo.

1973 versuchten Johnny Gustafson und Brian Griffiths eine Reunion mit Drummer Nigel Ollsen (später bei Elton John). Aufnahmen bei Polydor brachten eine Neuaufnahme der Single "Some Other Guy", sowie eine LP, aber es war zu spät für weitere Erfolge.

Paddy Chambers verstarb † Oktober 2000.

Singles D GB

Casey Jones & the Engineers
1963 One Way Ticket / I'm Gonna Love (Columbia DB 7083)

Casey Jones & the Governors
1965 Don't Ha Ha 2
1965 Candy Man 30
1965 Jack The Ripper 9/2
1965 Yockomo 17
1966 Little Girl 25
1966 Come On And Dance 39

The Big Three

GB
1963 Some Other Guy/Let True Love Begin 37
1963 By The Way/Cavern Stomp 22
1963 I'm With You/Peanut Butter
1964 If You Ever Change Your Mind/You've Got To Keep Her Under Your Hand

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