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The Kinks


gegründet 1963 in London als "The Ravens". Die Brüder Ray und Dave Davies hatten bereits Erfahrungen in Skiffle- und R&R Bands gesammelt. Zusammen mit Ray´s Schulfreund Peter Quaife wurde Drummer Mickey Willet eingestellt und die Band war fertig.

1964: Ein aufgenommenes Demo-Band landete in den Händen des Plattenproduzenten Shel Talmy, der ihnen zu einem Vertrag bei Pye-Records unter dem Namen The Kinks verhalf. Vor der Unterzeichnung verließ Mickey die Band. Drummer Mick Avory hatte im Melody Maker inseriert, ein Angebot der Stones abgesagt und schloß sich den Kinks an.

"Long tall Sally" war ihre erste Single. Die Version von den Beatles, wurde zum Riesenhit, die Kinks-Version zum Flopp, ebenso die zweite Single. Pye Records gab der Band eine weitere, allerletzte Chance.

"You Really Got Me", mit verzehrtem Gitarrenriff (defekter Lautsprecher), wurde zum Smash Hit, die folgende Single erreichte Platz 2, die nächste wieder Platz 1 in den Gb-Charts. Die Band brachte in den nächsten zwei Jahren mehrere Hit-Singles, EP´s und 3 Alben heraus, begleitet von TV-Shows und Tourneen. Spannungen innerhalb der Bandmitglieder führten zu Schlägereien auf der Bühne. Am Ende einer USA-Tournee erhielten The Kinks Einreiseverbot und Verbannung vom US-Markt für vier Jahre.

1965: Ende 65 änderte die Band ihren Stil. Die Songs behandelten zunehmend soziale Themen, Beobachtungen, Charakter- Studien mit englischem Esprit. "Sunny Afternoon" schaffte 1966 wieder den Weg zur Spitze.

Ray Davies ereilte zu der Zeit ein physischer und nervlicher Zusammenbruch, er mußte einige Monate in Behandlung, in der er Songmaterial schrieb. Wegen einem Autounfall stieg Pete Quaife aus, und wurde durch John Dalton ersetzt. Ende 66 entschloß sich Pete aber wieder zurück zu kommen. Der Geschmack der Pop-Musik änderte sich und die Charterfolge ließen nach. "Wonderboy" erschien im Frühjahr 1968 und wurde zur ersten Single seit "You Really Got Me", die nicht die Top Ten erreichte.

1969: Original Bassist Pete stieg endgültig aus, und wurde durch John Dalton nun dauerhaft ersetzt. Das Einreiseverbot nach USA endete 69. Als The Kinks sofort zu einer Tournee aufbrachen, fanden sie sich nur in kleineren Konzerthallen wieder. Die Musik-Szene hatte sich in vier Jahren Abwesenheit radikal verändert. Es erforderte extensive US-Tourneen bis 1972, bis sich die Band in USA wieder etablieren konnte.

1970 wurde die Besetzung um einen Keyboarder erweitert. Als 1971 die Verträge mit Pye- und Reprise- Records endeten, unterzeichnete die Band für eine Millionen-Gage bei RCA. Das Album Muswell Hillbillies, bezeichnet als ihr letztes "Best"-Album, verfehlte den großen Erfolg.

1973: Die theatralischen Jahre der Band begannen mit der Veröffentlichung der Rock-Oper "Preservation", produziert im neuen Band-eigenen Konk-Studio. Hier wurden nun alle folgenden Studio-Aufnahmen der Kinks von Ray Davies produziert. Für diese Werke wurde die Besetzung um einen Bläser- und einen Weiblichen Chor- Satz erweitert. Zunehmender Alkohol- und Drogen- Konsum endeten in nachlassendem Enthusiasmus und Erfolg.

1976: Die Band entschloß sich wieder als kommerzielles Rock-Quintett da weiterzumachen, wo sie vor fünf Jahren aufgehört hatten. Sie schlossen einen neuen Vertrag bei Arista-Records.

Rock war im Trend, geführt von Punk und den Supergroups der späten 70er, als "Van Halen" einen durchbrechenden Erfolg mit der powervollen Version von "You Really Got Me" hatten. Dies brachte The Kinks wieder ins Rampenlicht. Mit Ray´s erneuerter Kreativität begann der Weg zurück in die Charts und zu ihrer kommerziell erfolgreichsten Periode.


THE RAVENS
guitar, vocal guitar, vocal bass, vocal drums, vocal keyboard
1963 Ray Davies Dave Davies Peter Quaife Mickey Willet

THE KINKS
1964 Ray Davies Dave Davies Peter Quaife Mick Avory
1969 Ray Davies Dave Davies John Dalton Mick Avory
1970 Ray Davies Dave Davies John Dalton Mick Avory John Gosling
1977 Ray Davies Dave Davies Andy Pyle Mick Avory John Gosling
1978 Ray Davies Dave Davies John Dalton Mick Avory Gordon Edwards
1979 Ray Davies Dave Davies Jim Rodford Mick Avory Ian Gibbons
1984 Ray Davies Dave Davies Jim Rodford Bob Henrit Ian Gibbons
1989 Ray Davies Dave Davies Jim Rodford Bob Henrit Mark Haley
1993 Ray Davies Dave Davies Jim Rodford Bob Henrit Ian Gibbons

1977: Während der Aufnahmen zu "Mr. Big Man", dem Debut bei Arista verließ John Dalton The Kinks. Bassist Andy Pyle half bei den Aufnahmen und der anschließenden Tournee aus. Als Andy 1978 gemeinsam mit John Gosling ausstieg, kam Dalton für den Rest der Tournee zurück. Das Keyboard übernahm Gordon Edwards von The Pretty Things für kurze Dauer.

1979: Der bereits programmierte Wechsel brachte Bassist Jim Rudford (von Argent), und Keyboarder Ian Gibbons in die Band. Jim und Ian waren talentierte, erfahrene Musiker, der Wechsel hatte starken Einfluß auf den Erfolg der Kinks.

Während der 70er hatten Punk Bands wie The Jam ("David Watts") und The Pretenders ("Stop Your Sobbing"), sowie Heavy Metal Akt Van Halen ("You Really Got Me") große Erfolge mit Kinks Versionen. Die Hard- und Punk Rock Sounds von Low Budget (1979) verhalfen der Band zu ihrem erfolgreichsten Album in Amerika, es erreichte Paltz 11 der Alben-Charts. Zum ersten Mal spielten The Kinks 1979 im Madison Square Garden, New York.

1980: Ein Live-Album und Video "One for the Road" brachten der Band die erfolgreichste Konzert- Phase von 1980-83. Das nächste Album "Give the People What They Want" erreichte Platz 15 der US-Charts und brachte der Band Gold.
Im Frühjahr 83 erreichte die Single "Come Dancing" sogar Platz 6 und wurde damit zu ihrem größten US-Hit seit "Tired of Waiting for You". "Come Dancing" stieg in GB auf Platz 12, der erste Top Twenty Hit seit 1972. Während dieser Zeit hatte Ray eine romantische Verbindung mit Sängerin Chrissie Hynde (The Pretenders), woraus 1983 die Tochter Natalie Ray entstand.

1983 war der Höhepunkt der zweiten Erfolgswelle erreicht. Durch vieljährige Non-Stop-Tourneen war der US-Markt ausgespielt. Junge, durch The Kinks beinfußte Bands wie U2, the Smiths, The Jam and Duran Duran führten die Charts zunehmend an.
Zunehmende Spannungen zwischen den Brüdern Ray und Dave führten auch zu einem jähen Ende der Romanze zwischen Ray und Chrissie. Der ewige Streit zwischen Dave und Mick erreichten einen Höhepunkt, Avory machte den Platz am Schlagzeug frei. Der schon wartende Drummer hieß Bob Henrit, ein früherer Kollege Rudford´s aus "Argent"-Zeiten.

Ray bot Mick Avory als Entschädigung das Management der Konk-Studios an, Mick produzierte fortan die Kinks Aufnahmen und den Vertrieb.
1986 lief der Vertrag bei Arista aus, The Kinks unterzeichneten in USA bei MCA-Records, in GB bei London-Records. 1986 fand die Versöhnung von Dave und Mick statt, was zu gemeinsamen Studio-Aufnahmen führte, das Angebot zum Wieder- Einstieg lehnte Mick aber ab.
Als die Plattenverkäufe bis 1989 nur noch spärlich liefen, entließ MCA sie aus dem Vertrag. Erstmalig hatten The Kinks ernsthaft Probleme, eine Platten-Gesellschaft zu finden. Enttäuscht verließ Gibbons die Band.

1990 wurden The Kinks in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen. Sie bekamen 92 ein Vertrag bei Columbia Records. Als die großen Erfolge ausblieben, preßte Columbia keine Auflagen mehr, obwohl Nachfrage bestand, und ließ die Band 94 komplett fallen. Gibbins stieg 1993 für Tourneen wieder ein.
Obwohl das letzte Album 1996 veröffentlicht wurde und der letzte Live-Auftritt 1996 in Oslo war, wurden The Kinks bis heute nicht offiziell aufgelöst.

Ray und Dave sind hoffnungslos zerstritten. Ray erhielt 2004 den Orden CBE (ein Rang unter dem Ritterstand) von Königin Elizabeth II.
Ray wurde 2004 in New Orleans angeschossen, als er einen Taschendieb verfolgte.
Dave erlitt im Juni 04 einen schweren Schlaganfall im BBC-Gebäude, London, und wurde Ende August aus der Klinik entlassen.

Im Herbst 2005 wurden The Kinks in die "UK Music Hall of Fame" aufgenommen. Die Auszeichnung übergab Pete Townshend von The Who.

Peter Quaife verstarb † 23. Juni 2010.

Singles GB
Pl./Wo.
US D
1964 Long Tall Sally
1964 You Still Want Me
1964 You Really Got Me 1/6 7 39
1964 All Day And All Of The Night 2/5 7 22
1965 Tired Of Waiting For You 1/6 6 13
1965 Everybody's Gonna Be Happy 17 29
1965 Set Me Free 9/2 23 32
1965 See My Friend 10/1 36
1965 Till the End of the Day 8/5 19
1966 Dedicated Follower of Fashion 4/5 36 11
1966 Sunny Afternoon 1/7 14 7/6
1966 Dandy 1/13
1966 Dead End Street 5/5 5/4
1967 Mr. Pleasant 12
1967 Waterloo Sunset 2/6 7/4
1967 Death Of A Clown (Dave Davies) 3/6 3/11
1967 Autumn Almanac 3/4 13
1967 Susannah's Still Alive (Dave Davies) 20 27
1968 Wonderboy 36 29
1968 Days 12 28
1969 Plastic Man 31 34
1969 Victoria 33
1970 Lola 2/7 9 2/13
1970 Apeman 5/4 8/3
1971 God's Children
1972 Supersonic Rocket Ship 16
1978 A Rock'n'Roll Fantasy 30
1979 (Wish I Could Fly Like) Superman
1981 Better Things
1982 Come Dancing 12 6/3
1983 Don't Forget To Dance 29
1984 Do It Again 41
1986 Lost & Found
1988 The Road
1993 Scattered
1996 To The Bone
1997 The Days 35

Einige der früheren Kinks Musiker wie John Dalton, John Gosling und Mick Avory, touren zeitweise in Europa als "Kast-Off Kinks". Manchmal ist auch Ray Davies erste Frau "Rasa" dabei, die die Chorstimme singt, die sie auch bei den Aufnahmen der 60er Jahre gesungen hatte.

2004 trat Mick Avory der Group britischer Pop Veteranen "The Class of '64" bei. Der Name bezeichnet das Jahr der British Invasion:
Dabei sind Chip Hawkes (The Tremeloes) and Eric Haydock (The Hollies) sowie Gitarrist "Telecaster" Ted Tomlin und Graham Pollock. Die Band tourt international und nimmt Alben mit Hits der Ursprungsbands der einzelnen Mitglieder auf.


Die Daten und Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, auch nicht auf absolute Richtigkeit. Die Hitliste zeigt die höchste Plazierung in den Charts, oftmals auch den Zeitraum der Plazierung in den Top 10.

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