logo

El Riot & The Rebels - The Krewcats


Sänger Ray Thomas, Bassist John Lodge und Pianist Mike Pinder gründeten 1959 "El Riot & The Rebels", die Band entwickelte sich zu einer erfolgreichen Amateur-Band Birminghams. 1963 bekam die Gruppe ein Engagement für Deutschland angeboten, aber nur Ray und Mike wollten dies wahrnehmen, John hatte noch seine Ausbildung zu vollenden. Dies führte zur Auflösung der Band.

Ray und Mike gründeten "The Krewcats" und gingen von Mai bis November 1963 nach Deutschland. Nach ihrer Rückkehr erkannten sie den Erfolgstrend in Birminghams Musik-Szene (Spencer Davies Group) und lösten "The Krewcats" auf, um eine erfolgreiche R&B Band zu formieren (siehe unten).

Gerry Levene & The Avengers


Drummer Greame Edge spielte seit er fünfzehn war, in Gerry Levene´s erfolgreicher Band. Dabei waren auch Gitarrist Mike Hopkins und Bassist Jim Onslow, die später zu "The Diplomats" gingen. 1963 war für einige Zeit Gitarrist Roy Wood dabei, der bald Gründungs-Mitglied der "Move" wurde. Als Keyboarder Peter Cook 1964 einen Job beim BBC bekam, lösten sich "The Avengers auf (siehe unten).

Ronnie & The Senators - Denny Laine & The Diplomats


Drummer Bev Bevan hatte mit fünfzehn "Ronny & The Senators" gegründet. Denny Laine (Sänger/Gitarrist) hatte in seiner Amateur-Band "Johnny Dean & The Dominators" gespielt.

Bev und Denny lernten sich 1962 kennen. Denny wollte Profi werden und suchte eine Band, die ihn begleiten sollte, die beiden einigten sich, die Formation hieß nun "Denny Laine & The Diplomats". Der Wechsel gefiel Sänger Ron Smith und Gitarrist Tony Lewis nicht, die beiden stiegen aus, dafür kam Denny´s früherer Kollege von "The Dominators", Bassist Dave Wheeland. Denny schrieb eigene Songs, die bei EMI Records aufgenommen wurden, aber nie erschienen.

Für einige Zeit war Nicky James, ein ambitionierter Sänger, in der Band, der aber wieder ausstieg. Denny nahm Anfang 1964 das Angebot einer anderen Band an. An seiner Stelle stiegen Sänger Jim Onslow und Gitarrist Mike Hipkins, beide von "The Avengers", ein. Ende 1964 trennten sich "The Diplomats" aber (siehe unten).

Danny King & The Dukes


Bassist Clint Warwick spielte 1957 bis 60 in Danny King´s erfolgreicher Band. Als Danny King 1964 eine neue R&B Formation gründen wollte, bot er Clint Warwick die Stelle als Bassist an, Greame Edge die des Drummers, beide nahmen an (siehe unten).

The R&B Preachers - The M&B 5


Danny King hatte mit Clint Warwick vor, eine R&B Group zu formieren. Neben Greame Edge von den sich eben aufgelösten Avengers erhielt Denny Laine ebenfalls das Angebot. Danny trennte sich von den wenig erfolgreichen Diplomats und wurde zum Mitglied der "R&B Preachers".

Während der Proben-Arbeiten fand ein zufälliges Treffen mit Ray Thomas und Mike Pinder (von The Krew Cats) statt, die, zurück aus Deutschland, den neuen R&B Trend einschlagen wollten. Dies resultierte in einem gemeinsamen Projekt, aus dem Danny King enttäuscht ausstieg. Die Formation wollte Stil und Weg der R&B Group Spencer Davis´s verfolgen, während andere Bands sich noch nach Beatles und Shadows orientierten. Die Band nahm erst den neuen Namen "M&B 5" an, nachdem sie die M&B-Brauerei aber nicht als Sponsor gewinnen konnten, änderten sie die Initialen in "The Moody Blues".


El Riot & The Rebels
vocal, harp piano, voc bass, voc lead guit, voc guitar, voc drums, voc
1959 Ray Thomas Mike Pinder Rick Wade John Lodge Brian Betteridge Bob Sheward
Ray Thomas Mike Pinder John Lodge Mike Heard Brian Betteridge Bob Sheward

The Krewcats
1963 Ray Thomas Mike Pinder AndrewFranklin
John Bradley
Ted Tunnicliffe Rob Nicholls Fred Carter
Eddie Sparrow

Gerry Levene & The Avengers
vocal keyboard lead guitar rhythm guitar bass drums
1959 Gerry Levene Mike Hopkins John Watson Jim Onslow Greame Edge
1963 Gerry Levene Mike Hopkins Roy Wood Jim Onslow Greame Edge
1964 Gerry Levene Peter Cook Mike Hopkins Jim Onslow Greame Edge

Ronnie & The Senators
vocal voc, guit guitar guitar bass drums
1961 Ron Smith Phil Ackrill Tony Lewis Bev Bevan

Denny Laine & The Diplomats
1962 Denny Laine Phil Ackrill Dave Wheeland Bev Bevan
1962 Nicky James Denny Laine Phil Ackrill Steve Horton Bev Bevan

R&B Preachers - M&B 5
1964 Danny King Denny Laine keyboard Clint Warwick Graeme Edge
1964 Ray Thomas Denny Laine Mike Pinder Clint Warwick Graeme Edge

The Moody Blues


gegründet im Mai 1964 in Birmingham.
Die Band wurde schon bald von Tony Secunda (der später auch The Move betreute) entdeckt, der ein Engagement im Londoner Marquee Club und kurz darauf einen Vertrag für die "Moody Blues" bei Decca Records aushandelte. Die erste Single, "Steal Your Heart Away", erschien sechs Monate nach Formierung der Band. Sie war nicht erfolgreich, aber "The Moody Blues" traten damit erstmals in der populären TV-Show "Ready Steady Go" auf. Die zweite Single "Go Now" erreichte Platz 1 der UK- Charts.

Alex Murray verließ die Management-Firma, die weiteren Singles der "Moody Blues" blieben erfolglos. Mitte 1966 stieg Bassist Clint Warwick aus. Sein Ersatzmann Rod Clarke blieb nur bis November, mit ihm ging auch Gitarrist Denny. Sie wurden umgehend durch John Lodge (Ray und Mike´s früherer Kollege von El Riot), und Justin Hayward (kam von "The Wilde Three") ersetzt.


Da ihr R&B in der neuen Bestzung ihren Wünschen nicht gerecht wurde, beschloß die Gruppe einen neuen symphonischen Stil zu kreieren. Mike, der als einer der ersten mit dem neuen Mellotron arbeitete, und Ray, der Querflöte spielte, trugen dazu maßgeblich bei.

Decca Records interessierte sich für die neue Psychadelic- Symphonic Richtung der Band und schlug ein Experiment mit klassischen Themen und Orchesterbegleitung vor, um die Wirkung ihres neuen Stereo-Studios zu erproben. Geplant war eine R&R Version von Anton Dvorak´s "New World Symphonie", die Band erbat sich Gestaltungs-Freiheit.

"The Moody Blues" nahmen das Album aber mit eigenen Songs innerhalb fünf Tagen, unter Mithilfe des Arrangeurs und Dirigenten Peter Knight und dem London Festival Orchestra auf. Tony Clark, der das Album produzierte, wurde für die nächsten elf Jahre für alle Songs der Band zuständig. Das Werk erschien bei Decca´s Subfirma Deram Records.

Das Konzept Album "Days of Future Passed" (einer der ersten Stereo-Aufnahmen) wurde zum Meilenstein der Musik-Geschichte, öffnete die Tür zu Konzept-Alben, wurde eines der erfolgreichsten Alben der Geschichte und beeinflußte viele Musiker kommender Jahre. Die zwei Single-Auskopplungen "Nights in White Satin" und "Tuesday Afternoon" wurden massive Hits und auch die weiteren Alben verkauften sich in hohem Maße, und belegten hohe Plätze in den Charts.

1970 gründete die Gruppe ihr eigenes Platten-Label "Treshold Records", das auch mit der Produktion anderer Künstler erfolgreich wurde.

Eine Neu-Auflage von "Nights in White Satin" erreichte 1972 sogar Platz 2 in USA, Platz 9 in UK, ein weitaus größerer Erfolg als 1967 und der größte Erfolg in der Geschichte der "Moody Blues".


1973 löste sich die Band erschöpft auf. In den folgenden Jahren veröffentlichten alle Band-Mitglieder Solo-Alben, Justin und John sogar ein überaus erfolgreiches Duo-Album.


1977 traf sich die Band wieder, um ein neues Album aufzunehmen, das 1978 erschien. Mike Pinder hatte sich mittlerweile in Kalifornien niedergelassen und eine Familie gegründet, er wollte an kommenden Tourneen nicht mehr teilnehmen und wurde daher durch Patrick Moraz (ex-Yes) ersetzt. Ein Rechtsstreit Pinder´s, auch zukünftig an Tantiemen der Band teilzuhaben, endete erfolglos.
Die nächsten Aufnahmen wurden produziert von Pip Williams, das Album von 1981, "Long Distance Voyager" wurde zu einem kolossalen Erfolg (USA Platz 1, UK Platz 5)


Platten-Aufnahmen, nun mit Produzent Tony Visconty bescherten mit synthetischen und technischen Möglichkeiten einen moderneren Sound, der der Band vor allem in den USA weiterhin große Erfolge brachte. Ende der 80er engagierte die Band einen zweiten Keyboarder, Bias Boshell, als zweiten Drummer Gordon Marshall, sowie Background-Sängerinnen.

Während der Aufnahmen zu einem neuen Album verließ Patrick 1990 die Band, das Album wurde mit den Keyboardern Bias Boshell und Paul Bliss fertiggestellt. "The Moody Blues" beschlossen, ohne festen Ersatzmann als Quartett zu verbleiben, Keyboarder Paul Bliss arbeitete seit 1991 als freier Musiker mit.


1999 erschien nach acht Jahren wieder ein Studio-Album, das erste, welches sich nach über zwei Dekaden wieder in der englischen Top Ten plazieren konnte. "Strange Times" war in Recco, Italien aufgenommen, von den "Moody Blues" produziert, unter Mitwirkung von Danilo Madonia als Arrangeur und Organist, der seither auch auf weiteren Band-Aufnahmen dabei war.

2002 verließ Ray Thomas die Band, die als Trio verblieb, mit Graeme als einzigem Gründungs- Mitglied. Sein Platz wurde bei Bedarf durch die Flötistin Norda Mullen ersetzt. Neuerdings spielt auch Keyboarderin Bernie Barlow in Studio und Konzert mit.


"The Moody Blues" sind noch immer aktiv und zählen zu den höchst bezahlten Konzert-Künstlern.

Bassist Clint Warwick, der 1966 ausstieg, um eine Familie zu gründen und Zimmermann zu werden, erschien 2002 wieder in der Musik-Szene und veröffentlichte eine Solo-CD.

Clint Warwick verstarb † 15. Mai 2004 an einer Lebererkrankung.


The Moody Blues
vocal, reeds keyb, voc guitar, voc bass, voc drums, voc
1964 Ray Thomas Mike Pinder Denny Laine Clint Warwick † 2004 Graeme Edge
1966 Ray Thomas Mike Pinder Denny Laine Rod Clarke Graeme Edge
1966 Ray Thomas Mike Pinder Justin Hayward John Lodge Graeme Edge
1978 Ray Thomas Patrick Moraz
Justin Hayward John Lodge Graeme Edge
1990
Ray Thomas Justin Hayward John Lodge Graeme Edge
2002 Justin Hayward John Lodge Graeme Edge

Die Daten und Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, auch nicht auf absolute Richtigkeit. Die Hitliste zeigt die höchste Plazierung in den Charts, oftmals auch den Zeitraum der Plazierung in den Top 10.


Singles in Originalbesetzung
GB US D
1964 Steal Your Heart Away/ Lose Your Money
1964 Go Now/ It's Easy Child 1 10
1965 I Don't Want To Go On Without You/ Time Is On My Side 33
1965 From The Bottom Of My Heart/ And My Baby's Gone 22 93
1965 Everyday/ You Don't (All The Time) 44
1966 Stop 98
1966 Boulevard De La Madelaine/ This Is My House (But Nobody Calls) 119
1967 Life's Not Life

Singles mit Justin Hayward und John Lodge
1967 Fly Me High/ Really Haven't Got The Time
1967 Love And Beauty/ Leave This Man Alone
1967 Nights In White Satin/ Cities 19 103 18
1968 Tuesday Afternoon)/ Another Morning 24
1968 Voices In The Sky/ Doctor Livingstone, I Presume 27
1968 Ride My See-Saw/ A Simple Game 42 61
1969 Never Comes The Day/ So Deep Within You 91
1969 Watching And Waiting/ Out And In
1970 Question 2 21 9
1971 The Story in Your Eyes 23
1972 Isn't Life Strange 13 29
1972 Nights In White Satin/ Cities 9 2
1973 I'm Just A Singer (In A Rock And Roll Band) 36 12
1975 Blue Guitar (Justin Hayward & John Lodge) 8 94
1978 Steppin' in the Slide Zone 38
1978 Driftwood 69

Singles mit Patrick Moraz
1981 Gemini Dream 12
1981 The Voice 15
1981 Talking Out of Turn 65
1983 Sitting at the Wheel 27
1983 Blue World 35 62
1986 Your Wildest Dreams 9 28
1986 The Other Side Of Life 58
1988 I Know You're Out There Somewhere 52 30
1988 No More Lies

Singles ohne Patrick Moraz
1991 Say It With Love/ Lean on Me (Tonight)
1991 Bless the Wings
1999 English Sunset

Zurück oder zum Hauptmenü


Copyright© by Alexander Kutsche