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The Rolling Stones


gegründet 1962 in London.
Mick und Keith kannten sich bereits aus Kindertagen, trafen sich 1960 wieder und begannen an ihrem gemeinsamen Interesse am Blues zu arbeiten. Mick, Dick Taylor, Bob Beckwith und Allen Etherington nahmen Keith in die bestehende Band "Little Blue Boy & the Blue Boys" auf.

Brian Jones hatte bereits bei "The Ramroads" gespielt, als er das Angebot von Alexis Korner´s "Blues Incorporation" annahm, wo auch Charlie Watts spielte. Bei einem Auftritt der "Blues Incorporated" im März 62 waren Mick und Keith im Publikum, und jammten später mit. Mick und Keith waren von Brian begeistert, der bereits vorhatte, eine eigene Band zu gründen. Zu diesem Zweck hatte er bereits Bluespianist Ian Stewart angeheuert. Die Gelegenheit war günstig, die vier einigten sich, als R&B Band zusammen zu arbeiten. Brian nannte die Band "The Rolling Stones". Eine Zeitlang probte Gitarrist Geoff Bradford mit und verschwand wieder.

"Blues Incorporation" Sänger Long John Baldry war ausgestiegen, und Mick erhielt die Chance, in Alexis Band vorläufig zu singen, was er von April bis Juni 62 annahm. Am 12. Juli konnten Blues Inc.nicht im Marquee-Club auftreten, sie hatten ein Angebot im TV (BBC) angenommen. The Stones spielten ersatzweise mit dem neuen Drummer Mick Avory ihren ersten Job.

Die Stones machten im Herbst Demo-Aufnahmen mit drei Songs, die von den Plattenfirmen aber abgelehnt wurden. Im September gab Dick Taylor auf und stieg aus, er gründete wenige Monate später seine "Pretty Things. Für kurze Zeit halfen Rick Fenson und Carlo Little aus, denn auch Mick Avory war gegangen. Auf eine Annonce im Melody Maker meldete sich Bassit Bill Wyman (von The Cliftons). Tony Chapman übernahm auf kurze Dauer das Schlagzeug.

Anfang 1963 stieg Charlie Watts ein. Andrew "Loog" Oldham sah die Stones im Londoner Crawdaddy Club, nahm die Band als Manager unter Vertrag und verbannte Ian Stewart aus dem Line-up. Ian blieb aber als Road Manager und als Tour- und Session-Pianist bis zu seinem Tode († 1985) bei den Stones.

The Rolling Stones hatten mit ihrem harten blues-basierten Rock&Roll einen Gegensatz zum Merseybeat geschaffen, dem Gruppen wie The Animals und Them nacheiferten. Diese Pionierarbeit mündete Ende der 60er direkt in den (Hard-)Rock.


LITTLE BLUE BOY & THE BLUE BOYS
1960 Mick Jagger Dick Taylor Keith Richards Bob Beckwith Allen Etherington ???
vocal guitar, voc guitar, voc bass, voc drums piano

THE ROLLING STONES
1962 Mick Jagger Keith Richards Brian Jones Dick Taylor Mick Avory Ian Stewart
1962 Mick Jagger Keith Richards Brian Jones Rick Fenson Carlo Little Ian Stewart
1962 Mick Jagger Keith Richards Brian Jones Bill Wyman Tony Chapman Ian Stewart
1963 Mick Jagger Keith Richards Brian Jones Bill Wyman Charlie Watts Ian Stewart
1963 Mick Jagger Keith Richards Brian Jones†1969 Bill Wyman Charlie Watts
1969 Mick Jagger Keith Richards Mick Taylor Bill Wyman Charlie Watts
1975 Mick Jagger Keith Richards Ron Wood Bill Wyman Charlie Watts
1993 Mick Jagger Keith Richards Ron Wood Charlie Watts

Begleitmusiker
Darryl Jones
bass seit 94
Bobby Keys
sax seit 69
Chuck Leavell
keyb.seit 82

Manager Andrew Oldham verschaffte den Stones im Juni 63 einen Platten-Vertrag bei Decca, die erste Single erreichte Platz 21 der UK-Charts. Die zweite Single floppte, als dritte leihten sie sich den Beatles-Song "I Wanna Be Your Man", der es bis Platz 12 schaffte. Als nächstes versuchten die Stones es mit einer Buddy Holly Komposition und kamen bis Platz 3. 1964 gelang mit "It's All Over Now" erstmalig ein Nummer 1 Hit, gefolgt von einem weiteren.

Bisher hatten die Stones nur Lieder von namhaften R&B-Größen gecovert, Andrew Oldham drängte die Band, eigene Stücke zu schreiben, die Tantiemen würden in seine, Mick´s und Keith´s Tasche landen. Die erste Single von Jagger/Richards erschien im Juni 64, "Tell me" wurde zum ersten eigenen Hit. The Stones vollzogen 64 ihre erste US-Tournee. Es folgte "The Last Time" und im Sommer 65 der erste Welt-Hit und Millionenseller "Satisfaction". Getrieben von einem verzerrten Gitarren-Riff war erstmalig dieser neue Effekt zu hören.

The Rolling Stones hatten sich dem Rock&Roll zugewandt und machten später auch vor Psychadelic nicht Halt. 1967 wurden bei einer Razzia während einer Party in Richards Haus bei Mick Drogen gefunden (George Harrison hatte kurz vorher die Party verlassen). Marianne Faithfull wurde von der Polizei nackt vorgefunden. Drei Monate später wurde bei Brian Jones Kokain gefungen. Die nächsten Jahre folgten regelmäßig Drogen-, sowie andere Skandale bei den Stones.

1968 trennten sie sich von Manager Oldham, Allan Klein übernahm diesen Job. Brian büßte seine Führungsrolle zu Gunsten Jagger/Richards, die erfolgreich komponierten, immer mehr ein. Schließlich spannte Keith Brian seine Freundin Anita Pallenberg aus. 1969 verließ Brian Jones (†1969) die Band im Streit. Einen Monat später ertrank er in seinem eigenen Swimming-Pool. Als neuer Mann in der Band stieg Mick Taylor ein (von John Mayall's Bluesbreakers), ein begnadeter Gitarrist.

Die letze Single, auf der Brian Jones noch teilweise mitgewirkt hatte, "Honky Tonk Woman", wurde auch zur letzten Nr.1 Single der Stones in GB. Der Vertrag bei Decca-Records der die Band finanziell schlecht gestellt hatte, endete 1970. Die Rechte an allen früheren Stones-Songs und auch deren Einnahmen liegen bis heute bei Decca. Die Band trennte sich auch von Manager Allan Klein, was zu einem jahrelangen Rechtsstreit führte.

Die Band gründete mit "Rolling Stones Records" ihre eigene Firma, die Atlantic Rec. unterstellt war. Jagger heiratete 1970 das nicaraguanische Model Bianca Perez Morena de Macias, die Scheidung erfolgte 1977.

Mick Taylor stieg Ende 1974 wieder aus, Jeff Beck und Peter Frampton waren als Ersatz im Gespräch, aber es kam vorläufig Ron Wood (von Rod Stewart & The Faces) in die Band, und wurde schließlich festes Mitglied.

Bis 1981 hatte es jede Stones-Single in die Top Ten geschafft, in den 80ern waren ihre Plattenverkäufe weniger erfolgreich. Ab 1982 spielte Chuck Leavell (Allman Brothers Band) als Begleitmusiker Keyboards bei den Stones.

Brian Jones ertrank † 3. Juli 1969 (Swimming Pool).
Ian Stewart verstarb † 1985.

SINGLES UK
Pl/Wo
US D
1963 Come On/I Want To Be Loved (Chuck Berry/Willie Dixon) 21/14
1963 Poison Ivy/Fortune Teller
1963 I Wanna Be Your man/Stoned (Lennon/McCartney/Nanker Phelge) 12/16
1964 Not Fade Away/Little By Little (Buddy Holly/Phelge,Phil Spector) 3/15 48/14
1964 It's All Over Now/Good Times Bad Times (Bobby Womack/Jag.Rich.) 1/15 26/10 14
1964 Tell Me (You're Coming Back)/ I Just Want to Make Love to You 24/10 24
1964 Time Is On My Side (Norman Meade)/Congratulations 6/13 28
1964 Little Red Rooster/Off The Hook (Willie Dixon) 1/12 14
1964 Heart of Stone/What a Shame 19/9
1965 The Last Time/Play With Fire 1/13 9/10 1/16
1965 (I Can't Get No) Satisfaction/The Spider And The Fly 1/12 1/14 1/11
1965 Get Off Of My Cloud/The Singer Not The Song 1/12 1/12 1/15
1966 19th Nervous Breakdown/As Tears Go By 2/8 2/10 1/11
1966 Paint It Black/Long Long While 1/10 1/11 2/9
1966 Mother's Little Helper/Lady Jane 8/9 9/2
1966 Have You Seen Your Mother, Baby, Standing In The Shadows/ Who's Driving Your Plane? 5/8 9/7 9/2
1967 Let's Spend The Night Together/Ruby Tuesday 3/10 1/12 1/13
1967 We Love You/Dandelion 8/8 50/7 2/9
1967 In Another Land/The Lantern 87/6
1968 2000 Light Years From Home / She's A Rainbow 25/7 5/6
1968 Jumping Jack Flash/Child Of The Moon 1/11 3/12 1/13
1968 Street Fighting Man/Surprise Surprise 48/7 7/8
1969 Honky Tonk Women/You Can't Always Get What You Want 1/17 1/15 2/9
1971 Little Queenie 19
1971 Brown Sugar/Bitch/Let It Rock 2/13 1/12 4/11
1971 Wild Horses/Sway 28/8
1971 Street Fighting Man/Everybody Needs Somebody To Love 21/8
1972 Let It Rock 25
1972 Tumbling Dice/Sweet Black Angel 5/8 7/10 17
1972 Happy/All Down The Line 22/8
1973 Sad Day/You Can't Always Get What You Want 42/9
1973 Angie/Silver Train 5/10 1/16 2/12
1974 Brown Sugar/Happy/Rocks Off
1974 Doo Doo Doo Doo Doo (Heartbreaker)/Dancing with Mr. D 15/11
1974 Star-Star 32
1974 It's Only Rock And Roll/Through The Lonely Nights 10/7 16/10 36
1974 It's All Over Now/Paint It Black
1974 Ain't too Proud to Beg/Dance Little Sister" 17/10
1975 I Don't Know Why/Try A Little Harder 42/6
1975 Out Of Time/Jiving Sister Fanny 45/2 81/3
1976 Honky Tonk Women/Sympathy For The Devil
1976 Fool To Cry/Crazy Mama 6/10 10/9
1978 Miss You/Faraway Eyes 3/13 1/20 12
1978 Respectable/When The Whip Comes Down 23
1978 Beast of Burden 8/13
1978 She's A Rainbow/2000 Light Years From Home
1978 Respectable/When the Whip Comes Down 23/9
1979 Shattered/Everything Is Turning to Gold 31/10
1980 Emotional Rescue/Down in the Hole 9/8 3/19 15
1980 She's So Cold/Send It To Me 33/6 26/13
1981 Start Me Up/No Use In Crying 7/9 2/24 36
1981 Waiting on a Friend/Little T&A 50/6 13/15
1982 Hang Fire/Neighbours 20/11
1982 Going To A Go Go/Beast Of Burden 26/6 25/11
1982 Time Is On My Side/Twenty Flight Rock 62/2
1983 Undercover Of The Night/All the Way Down 11/11 9/14 20
1984 She Was Hot/I Think I'm Going Mad 42/4 44/9 54
1984 Brown Sugar/Bitch (RE-ISSUE) 58/4
1986 Harlem Shuffle/Had It With You 13/8 5/13 11
1986 One Hit (To the Body)/Fight 80/2 28/11
1989 Mixed Emotions/Fancy Man Blues 36/5 5/12 20
1989 Rock And A Hard Place/Cook Cook Blues 63/3 23/14
1990 Almost Hear You Sigh/Break the Spell 31/5 50/9 58

1989 kehrte der Erfolg zurück, die Stones bereisten seitdem regelmäßig mit Mega-Tourneen die Welt, füllten die größten Stadien und schlugen Rekorde.

1993 stieg Bassist Bill Wyman zum Entsetzen der Band aus (die Stones verläßt man nur im Sarg). Seit 1994 spielte Darryl Jones (ex-Miles Davis, ex-Sting) als Gast den Bass, die Stones verblieben offiziell als Quartett.

Die Band rockt weiter und ist alle paar Jahre auf sehenswerten Tourneen. Am 18. Februar 2006 spielten The Rolling Stones in Rio de Janairo ihr (und der Welt?) größtes Konzert vor 1,2 Millionen Zuschauern.

The Rolling Stones hatten oft in verschiedenen Ländern Strafverfahren wegen Drogen- Besitz und Konsum und standen oft kurz vor dem Ende der Band.

Mick und Keith hatten in einigen Filmen als Schauspieler mitgewirkt. Die Stones haben über 50 Alben veröffentlicht, aber auch die einzelnen Musiker veröffentlichten oft Solo-Alben.

1995 erhielten The Stones ihren ersten Grammy für das Album "Voodoo Lounge" (Best Rock Album). Ende der 90er erhielten sie einen weiteren Grammy.

Seit 1965 sind Jagger/Richards für fast alle Stones Kompositionen verantwortlich. The Stones sind eine der dienstältesten, aber auch erfolgreichsten Künstler im Show-Business. Unter den 100 größten Artisten der Geschichte belegen sie Platz #4 (Rolling Stone Magazine).


TOURNEEN
1963 British Tour (als Vorgruppe)
1964 4 British Touren, 2 US Touren
1965 1 Fern Ost Tour, 4 Europa Touren, 3 British Touren, 2 Nord America Touren
1966 Australien und Neu Zealand Tour, Europa Tour, Nord America Tour, British Tour
1967 European Tour
1969 American Tour 1969 (Tour ohne Name)
1970 European Tour 1970
1971 UK Tour 1971
1972 American Tour 1972 (auch bekannt als S.T.P. Tour)
1973 Winter Tour '73 (Hawaii/New Zealand/Australia)
1973 1973 European Tour
1975 Tour of the Americas '75
1976 Tour of Europe '76
1978 US Tour 1978
1981/82 Tattoo You Tour
1989/1990 Steel Wheels/Urban Jungle Tour
1994/1995 Voodoo Lounge Tour
1997/1998 Bridges to Babylon Tour
1999 No Security Tour
2002/2003 Licks Tour
2005/2006 A Bigger Bang Tour

Die Daten und Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, auch nicht auf absolute Richtigkeit. Die Hitliste zeigt die höchste Plazierung in den Charts, oftmals auch den Zeitraum der Plazierung in den Top 10.

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