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Sonny & Cher


Mit sechzehn lernte Cher im November 1962 Sonny Bono kennen, er war siebenundzwanzig. Sonny arbeitete in Phil Spector´s Gold Star Studios in Hollywood, wo er alsbald Cher als Chor-Sängerin für etliche Musik-Produktionen (The Righteous Brothers, The Crystals, The Ronettes) unterbrachte. Die beiden heirateten 1964.

Sonny schrieb Musik, arrangierte und produzierte, und das Paar versuchte sich als Gesangs-Duo "Caesar and Cleo" 1964 mit "The Letter". Wenig erfolgreich, änderten sie den Namen in "Sonny and Cher", und hatten 1965 mit "I Got You Babe" ihren ersten Millionen-Hit.

Schon bald traten sie in TV-Shows wie The Ed Sullivan Show, American Bandstand, Top of the Pops, Hollywood a Go-Go, Podunk, Hollywood Palace, Hullabaloo, Beat Club, Ready Steady Go and Shindig auf. Es folgten mehrere Top-Forty Hits, sie reisten und traten in der ganzen Welt erfolgreich auf. Sonny & Cher waren eine der ersten, die als Hippie- und Flower Power- Vertreter erschienen.

Mit der beginnenden Psychadelic-Welle nahmen ihre Plattenerfolge 1968 rapide ab. Sonny arrangierte 1967 für das Duo ein Film Projekt, "Good Times", welches erfolglos blieb. Sonny & Cher bekamen ihr einziges Kind, Chastity Bobo, 1969. Sonny schrieb und produzierte 1969 den Film "Chastity", ein dramatisches Schauspieldebut für Cher. Der Film wurde zum finanziellen Disaster.

1970 starteten sie ihre erste Fernseh-Show "The Sonny and Cher Nitty Gritty Hour", die erfolgreich ankam und in die nächste Show führte. "The Sonny and Cher Comedy Hour" lief 1971-74 und brachte dem Paar, mit vielen Gast-Stars während der vierjährigen Laufzeit fünfzehn Emmy´s ein.

1974 begann ihre Ehe zu bröckeln, 1975 wurde sie geschieden. Sonny erhielt 1974 eine eigene TV-Show (The Sonny Comedy Revue), die nach sechs Wochen abgebrochen wurde. Die "Cher"-Show, lief 1975-76 und wurde sehr erfolgreich. 1976 -77 gab es nochmals eine gemeinsame "The Sonny & Cher Show", die aufgrund sinkender Zuschauerquoten beendet wurde.

Sonny versuchte sich weiterhin als Schauspieler, bis er einige Jahre später Bürgermeister in einer Stadt (Palm Springs?) Kaliforniens wurde. Cher verfolgte weiterhin Ihre Karriere als Sängerin (siehe unten).

Das Paar trat noch zweimal gemeinsam auf:
1979 in "The Mike Douglas Show" und 1987 in "Late Night with David Letterman", wo sie noch einmal ihren größten Hit "I Got You Babe" sangen.

Sonny Bony, † 1998, fuhr beim Skifahren gegen einen Baum, er starb an den Verletzungen, im Alter von 62 Jahren. Sein Grab befindet sich im gleichen Friedhof wie Frank Sinatras, auf seinem Grabstein steht "And The Beat Goes On."

Von 1965 bis 72 hatten Sonny & Cher 11 US Top Forty Hits, davon kamen 6 in die Top Ten. Sie haben bis heute 80 Millionen Schallplatten verkauft.

TOP - HITS US
Pl
Can UK D Nor Swe Ire Bel NL FR
1964 Love Is Strange 131
1965 Baby Don't Go 8 1 11 16 20
1965
I Got You Babe 1 4 1 3 6 4 2 12 4 5
1965 Just You / Sing C'est La Vie 20 15 1
1965 The Letter 75 24
1965 But You're Mine 15 17 23
1966 What Now My Love 14 13 10
1966 Laugh At Me 10 9
1966 Have I Stayed Too Long 49 42
1966 Little Man 21 6 4 2 1 1 1 1 1
1966 Living For You 87 44
1967 The Beat Goes On 6 9 29 24 5 8 2
1967 A Beautiful Story 53
1967 Plastic Man 74 13
1967 Good Combination 56
1967 It's the Little Things 50
1971 All I Ever Need Is You 7 10 8 12 20
1972 A Cowboy's Work Is Never Done 8 4 48
1972 When You Say Love 32
1974 Mama Was a Rock & Roll Singer 77
1993 I Got You Babe 66

Cher


Von Anfang an sang Cher auch im Alleingang ohne Sonny. Ihre erste Single war "Ringo, I Love You" 1963 als Bonnie Jo Mason, produziert von Phil Spector, danach 64 "Dream Baby", unter dem Namen "Cherilyn", geschrieben und produziert von Sonny Bono. 1965 hatte sie mit „All I Really Want To Do“ ihren ersten großen Hit, 1966 folgte "Bang Bang".

Nach einem finanziellen Ruin durch verplante Filmprojekte veröffentlichte Cher sehr erfolgreich Alben und Singles. Einige langjährige TV-Shows, mit und ohne Sonny, brachten ihr höchste Anerkennung. Im Juni 1975, drei Tage nach ihrer Scheidung von Sonny, heiratete sie Greg Allman, Keyboarder der Allman Brothers Band. 1976 bekam das Paar ihren Sohn Elijah Blue Allman. 1976 ließ sich das Paar scheiden.

In den 80ern begann Cher´s eigentliche Film-Karriere. Mit 36 erhielt sie ihre erste Hauptrolle. Insgesamt wirkte sie in 16 Filmen mit und erhielt jede Menge internationaler Filmpreise. 1987 widmete sich Cher wieder zunehmend ihrer musikalischen Laufbahn. Ihr 1989 erschienenes Album "Heart of Stone" wurde mit elf Millionen verkauften Exemplaren ein Mega-Erfolg.

Nach Sonny Bonos Ableben erhielt das Duo 1999 einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.
Das 1998 erschienene "Believe" stellt mit 20 Millionen verkauften Alben Cher´s erfolgreichste Platte dar.
Die Single "Believe" erreichte in 21 Ländern der Welt Platz 1 der Charts, verkaufte sich 12 Millionen mal. In England wurde sie zur meist verkauften Single einer Sängerin.

In USA wurde der Song Cher´s fünfter Nr.1 Hit und brachte ihr einige Rekorde:
Mit 52 Jahren wurde Cher zur ältesten Sängerin, die einen Nr.1 Hit landen konnte.
Sie hatte die mit 33 Jahren am längsten auseinander liegenden Nr.1 Erfolge.
Außerdem mit 24 Jahren die am längsten auseinander liegenden Nr.1 Erfolge.
Cher ist auch die einzige Sängerin, die Top Ten Hits in den 1960ern, 70ern, 80ern und 90ern hatte.

2003-2005 vollzog Cher ihre "The Farewell Tour", eine Welttournee mit 325 Auftritten. Sie führt den Rekort mit der bisher umfangreichsten Tournee eines weiblichen Stars.

Cher erhielt in USA für Musik, TV und Film einen Oscar, einen Grammy, einen Emmy und 3 Golden Globe Awards, sowie weltweit zahlreiche weitere Preise.
Sie veröffentlichte 26 Alben, und hatte 22 US Top Forty Hits. Sie erhielt 10 Goldene, 1 Platin und 3 Mulit-Platin (RIAA) Schallplatten, sowie weltweit zahlreiche weitere.

Ihre Karriere dauerte über 40 Jahre, sie verkaufte über 100 Millionen Schallplatten und 80 Millionen als Teil des Duos Sonny & Cher. Ihr Vermögen wird auf 600 Millionen US$ geschätzt.


Chart - Singles US Can UK D Nor Swe Ire Aus
1965 All I Really Want to Do 15 26 9 13
1965 Where Do You Go? 25 22
1966 Bang Bang (My Baby Shot Me Down) 2 9 3 17 9 3
1966 Alfie 32 26
1966 I Feel Something In the Air 43
1966 Sunny 32 2 4
1966 Behind the Door 97
1966 Mama (When My Dollies Have Babies) 124 45
1967 Hey Joe 94
1967 You Better Sit Down Kids 9 7
1969 For What It's Worth 125
1971 Gypsys, Tramps & Thieves 1 1 4 25 8 3
1972 The Way of Love 7 5
1972 Living In a House Divided 22
1972 Don't Hide Your Love 46
1973 Am I Blue 111
1973 Half-Breed 1 1 29 29 15 6
1974 Dark Lady 1 1 36 36 10 1
1974 Train of Thought 27 22
1974 I Saw a Man and He Danced With His Wife 42
1977 Pirate 93
1979 Take Me Home 8 10 9
1979 Wasn't It Good 49
1979 Hell on Wheels 59
1981 Dead Ringer for Love 5 26
1987 I Found Someone 10 12 5 35 14 4
1988 We All Sleep Alone 14 47 11
1988 Skin Deep 79
1989 After All 6 6 24
1989 If I Could Turn Back Time 3 7 6 16 1 11 6 1
1990 Just Like Jesse James 8 11 38 10 22
1990 Heart of Stone 20 26 43 23 24
1990 You Wouldn't Know Love 55 29
1990 The Shoop Shoop Song 33 21 1 3 1 10 1 2
1991 Dead Ringer for Love (re-release) 53
1991 Love and Understanding 17 8 10 20 4 29 7 24
1991 Save Up All Your Tears 37 37 56 30
1991 Love Hurts 43 2
1992 Could've Been You 31 72
1992 When Lovers Become Strangers
1992 Oh No Not My Baby 33 52
1992 Whenever You're Near 72
1993 Many Rivers to Cross 37
1993 I Got You Babe 108 35 40
1995 Love Can Build a Bridge 1 62
1995 Walking in Memphis 11 63 7 13
1996 One by One 52 7
1996 Not Enough Love in the World 31
1996 The Sun Ain't Gonna Shine Anymore 26
1996 Paradise Is Here
1998 Believe 1 2 1 1 1 1 1 1
1999 Strong Enough 57 16 5 3 16 21 11 11
1999 All or Nothing 12 44 19 58 26
1999 Dov'è L'Amore 21 31 24 37 49
2001 Più Che Puoi 61
2001 The Music's No Good Without You 5 8 27 20 13 25 23
2002 Alive Again 27 32
2002 Song for the Lonely 85 18
2002 A Different Kind of Love Song
2003
When the Money's Gone
2003 Love One Another
2003 Bewitched, Bothered and Bewildered

Die Daten und Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, auch nicht auf absolute Richtigkeit. Die Hitliste zeigt die höchste Plazierung in den Charts, oftmals auch den Zeitraum der Plazierung in den Top 10.

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