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Bobbie Gentry


geboren 1944 in Chickasaw County, Mississippi,
lernte während ihrer Schulzeit selbst Gitarre, Bass und Banjo zu spielen. Sie zog als Teenager nach Palm Springs, Kalifornien, und begann in lokalen Country Clubs aufzutreten. Nach kurzem Aufenthalt in Las Vegas als Tänzerin landete sie schließlich in Los Angeles, studierte dort Musik und trat in Night-Clubs auf.

1967 nahm Bobbie ein Demo auf, brachte es Kelly Gordon von Capitol Records und erhielt sofort einen Plattenvertrag. Kurz darauf wurde die erste LP aufgenommen, aus der zwei Songs für eine Single verwendet wurden. Unerwartet fand die Rückseite mehr Anklang und wurde zu einem Riesenhit. Der Song verdrängte die Beatles (All you need is love) von Platz 1, blieb einen Monat dort, bis "The Letter" von The Box Tops die Chartspitze übernahm. "Ode to Billie Joe" verkaufte sich über drei Millionen mal. Bobbie gewann in diesem Jahr drei Grammys.

1968 erschienen zwei Alben, wieder produziert von Gordon, die den Erfolg des Debut-Werkes nicht erreichten. Im gleichen Jahr erschein ein weiteres Album im Duett mit Glen Gampbell. Es brachte eine Goldene, eine Single daraus (Cover der Everly Brothers) kam bis Platz 6 der Charts. Bobbie tourte Ende der 60er intensiv mit Glen Campbell und trat in zahlreichen TV-Shows auf. Die Single "I'll Never Fall in Love Again" kam in UK auf Platz 1 der Charts.

Eine 1970 eingegangene Ehe mit dem 29 Jahre älteren Spielbank-Millionär William Harrah aus Las Vegas hielt nur vier Monate. Es erschienen einige weitere Alben, keine davon konnte an frühere Erfolge anknüpfen. Der Vertrg bei Capitol wurde nicht mehr verlängert. Bobbie schrieb weiterhin Musik und trat auch auf, tourte durch Europa und gab Shows in Las Vegas.

1976 nahm sie ihren Erfolgssong für den Film "Ode to Billie Joe" neu auf, der Song kam erneut in die Charts. Nach einer eigenen Fernseh-Show, sowie TV-Produktionsarbeiten erschien 1978 eine neue Single, die erfolglos blieb, Bobbie zog sich daraufhin aus dem Show-Business zurück. Ihr letzter Auftritt war in einem Weihnachts-TV-Special 1978 der Johnny-Carson-Show.


"Ode to Billie Joe" wurde von zahlreichen Artisten gecovert (Tom Scott, Tammy Wynette, the Ventures, Tina Turner, Chet Atkins, Ramsey Lewis, Earl Scruggs, Buddy Rich.)

Bobbie Gentry´s hanschriftliche Songmanuskripte sind neben Handschriften von William Faulkner und Tennessee Williams in der "Ruhmeshalle" der University of Mississippi ausgestellt.

Singles US GB D
1967 Ode to Billie Joe 1 13 23
1967
Okoloma River Bottom Band 54
1968 Louisiana Man 100
1968 Mornin' Glory (with Glen Campbell) 74
1969 Let It Be Me (with Glen Campbell) 36
1969 I'll Never Fall In Love Again 1 27
1970 All I Have to Do Is Dream (with Glen Campbell) 27 3
1970 Raindrops Keep Falling On My Head 40
1970 Fancy 31
1970 Apartment 21 81
1970 He Made a Woman Out of Me 71
1976 Ode to Billie Joe 54

Die Daten und Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, auch nicht auf absolute Richtigkeit. Die Hitliste zeigt die höchste Plazierung in den Charts, oftmals auch den Zeitraum der Plazierung in den Top 10.

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