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Chris Farlowe


geboren 1940 in Islington, London, als John Henry Deighton.

Auch er war in den 50ern ein Fan des englischen Skiffle-Stars Lonnie Donegan, und formierte seine eigene "John Henry Skiffle Group". Mit ihnen gewann er 1957 die "All-England Skiffle Championship". Als sich der R&R durchsetzte legte John (Chris) die Gitarre weg, um sich mehr dem Gesang zu widmen, änderte seinen Namen und nannte die Band "Chris Farlowe & The Thunderbirds". Anfang der 60er war die Band eine der führenden in der Londoner und Hamburger Club-Szene. Der Stil der Band hatte zunehmend zu R&B gewechselt.

1962 erschien die erste Single bei Decca Records, die zwar keinen kommerziellen Erfolg brachte, aber die Aufmerksamkeit von Columbia Records erregte. Ein folgender Vertrag führte zu fünf Singles, die von der Presse hoch gelobt wurden, aber auch wenig erfolgreich waren. Dies änderte sich erst, nachdem Chris 1966 bei Andrew Loog Oldham´s (Stones-Manager) Plattenfirma Immediate unter Vertrag ging.

Die erste Single kam in die Charts, die zweite stürmte gar Platz 1. Ein Auftritt in der TV-Musik-Show "Ready Steady Go" erfolgte Seite an Seite mit Otis Redding und Eric Burdon. Einige weitere Singles folgten, aber außer "Handbags and Gladrags" (geschrieben von Mick d´Abo/Sänger von Manfred Mann), waren sie nur unwesentliche Erfolge, sodaß Out of Time ein "One Hit Wonder" blieb. 1968 löste sich die Band auf.


Chris Farlowe reiste nach New York und nahm Demos für Polydor auf, die leider nie veröffentlicht wurden. Ein Anruf von Bassist Bruce Waddell (von den Thunderbirds) brachte Chris in die Band "The Hill", ein Projekt mit Paul Buchmaster (ehemals mit David Bowie). Ex-Thunderbirds Dave Greenslade hatte mit Jon Hiseman (ex-John Mayall) Colosseum gegründet, Chris Farlowe wurde eingeladen. Nach zwei LP´s und Tourneen trennte sich diese fantastische Formation.

Die nächste Station für Chris war Atiomic Rooster. Chris fühlte sich in dieser Band nicht wohl, das Gastspiel endete nach 2 LP´s. Danach war Chris durch einen Autounfall für zwei Jahre nicht mehr Bühnenfähig.

1975 bildeten Chris Farlowe und Albert Lee "The New Tunderbirds", es erschien ein Live-Album, aufgenommen im Londoner Marquee Club, das sich schlecht verkaufte. Folglich trennte sich die Formation bald, Chris hatte in der Folge für eine Dekade keinen Plattenvertrag mehr. In dieser Zeit sang er die 1978 Titelmelodie der BBC-Serie "Gangster". Außerdem trat er bei Alexis Korner auf, in Pete York´s Rock & Blues Circus, 1982 auf Jimmy Page´s Soundtrack zu „Death Wish II“ bei den Songs „Who’s To Blame“ und „Hypnotising“ mit.

Ein Treffen mit dem legendären Produzenten Mike Vernon führte wieder zu Aufnahmen, seit 1990 erscheint alle 2-3 Jahre ein Chris Farlowe Album. 1994 sah eine Reunion der Original Colosseum mit Tourneen und bisher 3 Alben. Seither singt Chris jahrlich bei vielen Konzert-Terminen mit seiner eigenen Band, mit Colosseum, als Gast bei Van Morrison, oder seit jüngster Zeit mit der Norman Beaker Band.


"Chris Farlowe verfügt über eine der besten R&B-Stimmen in Europa".
(Eric Burdon und Georgie Fame).



John Henry Skiffle Group

voc, guit guitar bass drums backing voc
1957 Chris Farlowe

Chris Farlowe & The Thunderbirds
vocal keyb guit bass drums perc
1962 Chris Farlowe Dave Greenslade Ricky Charman Johnny Wise
1964 Chris Farlowe Dave Greenslade Albert Lee Ricky Charman JohnnyWise Jerry Temple
1965 Chris Farlowe Dave Greenslade Albert Lee Bruce Waddell Ian Hague
1966 Chris Farlowe Dave Greenslade Albert Lee Bruce Waddell Carl Palmer
1968 Chris Farlowe Pete Solley Albert Lee Pete Solley Carl Palmer

The Hill
voc keyb guit bass drums Cello
1970 Chris Farlowe Peter Robinson Steve Hammond Bruce Waddell Colin Davey Paul Buckmaster

Colosseum
vocal keyb guit bass drums sax
1971 Chris Farlowe Dave Greenslade Dave Clempson Mark Clarke Jon Hiseman Dick Heckstall-Smith

Atomic Rooster
voc keyb guit bass drums
1972 Chris Farlowe Vincent Crane
† 1989
Steve Bolton Nick Graham Ric Parnell

THE CHRIS FARLOWE BAND
vocal keyb guit bass drums "Gonzales" horns
1975 Chris Farlowe Jean Roussel Albert Lee Pat Donaldson Gerry Conway
Chris Mercer
Ron Carthy
back.voc
Madeline Bell
JoanneWilliams

Chris Farlowe & The New Thunderbirds
vocal keyb guit bass drums sax,fl/tp
Chris Farlowe Tim Hinkley Mo Witham
Albert Lee
George Webley "The Big Figure" Steve Gregory/
Martin Chandler

Colosseum
vocal keyb guit bass drums sax
1994 Chris Farlowe Dave Greenslade Dave Clempson Mark Clarke Jon Hiseman Dick Heckstall-Smith
† 2004
2004 Chris Farlowe Dave Greenslade Dave Clempson Mark Clarke Jon Hiseman Barbara Thompson

Die Daten und Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, auch nicht auf absolute Richtigkeit. Die Hitliste zeigt die höchste Plazierung in den Charts, oftmals auch den Zeitraum der Plazierung in den Top 10.

TOP - HITS GB
1962 Air Travel/ Why Did You Break My Heart (Decca)
1963
I Remember/ Push Push (Columbia)
1964 The Blue Beat/ I Wanna Shout (Decca)
1964 Girl Trouble/ Itty Bitty Pieces (Columbia)
1964 Just A Dream/ What You Gonna Do (Columbia)
1964 Hey Hey Hey Hey/ Hound Dog (Columbia)
1966 Just A Dream/ Hey Hey Hey Hey (Columbia)
1965 Buzz With The Fuzz/You're The One
1965 The Fool/ Treat Her Good (Immediate)
1966 Don't Just Look At Me/ Think 37
1966 Out Of Time/ Baby Make It Soon 1
1967 Ride On Baby/ Headlines 31
1967 My Way Of Giving/ You're So Good To Me 48
1967 Yesterday's Papers/ Life Is But Nothing
1967 Moanin'/ What Have I Been Doin' 46
1967 Handbags And Gladrags/ Everyone Makes A Mistake 33
1968 The Last Goodbye/ Paperman Fly In The Sky
1968 Paint It Black/ I Just Need Your Lovin'
1969 Dawn/ April Was The Month
1969 Out Of Time/ Ride On Baby

Die Daten und Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, auch nicht auf absolute Richtigkeit. Die Hitliste zeigt die höchste Plazierung in den Charts, oftmals auch den Zeitraum der Plazierung in den Top 10.

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