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(Tom Fogerty &) The Blue Velvets - The Golliwogs


gegründet 1959 in El Cerrito, Kalifornien, als "The Blue Velvets".
Tom Fogerty, geboren 9. Nov. 1941, hatte Violine und Akkordeon gelernt. 1958 war er Sänger bei "The Playboys", sein Gesang war so beeindruckend, daß er ein Angebot einer der Top-Gruppen der Region erhielt. Er nahm an und ging 1959 zu "Spider Webb & the Insects". Die etablierte Band bekam sogar einen Platten-Vertrag von Del-Fi-Records, nahm ein Demo mit Lyda Jane auf, bevor es aber zu eigenen Aufnahmen kam, trennten sich "The Insects" Ende 1959.


Doug Clifford, geboren 24. April 1945 (Palo Alto, Kal.), Stu Cook, geboren einen Tag später, 25. April 1945 (Oakland, Kal.), John Fogerty, geboren 28. Mai 1945, (Berkeley, Kal.).

John, ließ sich früh durch die Musikalität innerhalb der Familie, besonders der älteren Brüder prägen. Seine musikalischen Vorbilder waren die aktuellen Rock and Roller, allen voran Carl Perkins, aber auch R&B Stars.

Die 14-jährigen John, Stu und Doug, Studenten der Potola Junior High School, beschlossen eine Instrumental-Band namens "The Blue Velvets" zu gründen, sie traten ab September 1959 auf. Tom Fogerty, dessen Band sich getrennt hatte, konnte singen und hatte sich in der Region bereits einen Namen geschaffen, er stieg 1960 in die Band des jüngeren Bruders ein, die sich nun "Tom Fogerty & the Blue Velvets" nannte.

Die Band wurde schnell in der Umgebung populär und begleitete u.a. DooWop Sänger James Powell auf "Beverly Angel", das bei Christy Records als Single erschien. "The Blue Velvets" verschickten Demos ihrer Musik, die erfolglos zurück kamen, bis Wayne Farlow mit seinem Orchestra Label 1961/62 drei Singles mit der Band aufnahm und veröffentlichte, die aber keinen Erfolg zeitigten. Sänger der sechs Songs war Tom, der drei davon geschrieben hatte, zwei zusammen mit seinem Bruder John, einen Song davon sang John.

Mittlerweile hatte Tom seine Schulfreundin Gail geheiratet, die beiden hatten bald zwei Kinder.


1963 hatten Doug, Stu and John ihre offizielle Schulzeit beendet und Arbeit angenommen, ihre Auftritte waren meist an Wochenenden und Feiertagen. Sie stellten sich 1964 in San Francisco bei Fantasy Records vor. Besitzer des Labels Max Weiss sah die Notwendigkeit, auf die beginnende British Invasion zu reagieren. Er nahm die Band unter Vertrag und verlangte einen moderneren Namen, die Band entschied sich für "The Visions".

Als die erste Single produziert war, war "The British Invasion" bereits in vollem Gange, die Plattenfirma wählte ohne Wissen der Band den Namen "The Golliwogs" (nach einer englischen Puppe), und veröffentlichte die Single mit diesem Namen, das klang britischer.


Von "The Golliwogs" erschienen sieben Singles, alle Songs waren von Tom und John geschrieben. In dieser Zeit begann John mitzusingen und vereinzelt selbst Song zu interpretieren. Die ersten drei Singles floppten, die vierte, gesungen von John, verkaufte sich über 10.000 mal. Die restlichen drei Singles, alle von John gesungen, blieben aber erfolglos. 1967 hatte John auch die Produktion der Band-Songs übernommen.

Ende 1967 wurde Fantasy Records an Saul Zaentz verkauft, Saul kannte John Fogerty bereits und verstand sich gut mit ihm. Saul wollte Veränderungen bei "The Gollliwogs" und wies John darauf hin. John wählte im Dezember 1967 für die Band einen neuen Namen - "Creedence Clearwater Revival".

Creedence Clearwater Revival


John Fogerty übernahm die Leitung der Band, er schrieb fortan fast alle Songs, er sang fast alle Songs, spielte mittlerweile Lead Gitarre, Bass, Keyboards, und Harmonika. Außerdem agierte er als Platten-Produzent für die Band.

Die erste Single war eine Neu-Auflage der letzten "The Golliwogs"-Single unter dem neuen Bandnamen. Die zweite Single erreichte Platz 11 der US-Carts, die dritte kam bis Platz 58, die vierte erreichte international die Spitzenpositionen und so ging es weiter. Die Band war nun unentwegt auf Tour, oder im Studio. 1969 traten sie auch beim Woodstock-Festival auf. Bis 1971 trat die Band nun in der ganzen Welt vor großem Publikum auf.

Tom, degradiert als Rhythmus-Gitarrist und dominiert von seinem jüngeren Bruder, konnte sich in der Band nicht mehr entfalten. Er verließ die Gruppe im Februar 1971. John Stu und Doug einigten sich, demokratischer zusammen zu arbeiten. Daß jeder eine andere musikalische Vorstellung hatte, äußerte sich in ihrer letzten LP, die als eines der schlechtesten Alben kritisiert wurde.

"Creedence Clearwater Revival" gab ihr letztes Konzert am 22. Mai 1972 in Denver, im Oktober wurde von Fantasy Records offiziell verlautbart, die Band habe sich endgültig getrennt.


Im Dezember 1979 gab es eine Reunion aller vier Mitglieder zu Tom Fogerty´s Hochzeit. Eine weitere Reunion von John, Stu und Doug gab es 1983 zum zwanzigsten Jubiläum des Schulabschlusses (High-School-Party), allerdings unter dem Namen "The Blue Velvets".


Keine Single von "Creedence Clearwater Revival" erreichte in USA die Chartspitze, allerdings hatten sie sieben Platz 2 Singles. Ihre Songs erreichten aber in vielen Ländern der Welt den ersten Platz.

CCR erhielten für acht aufeinander folgende Singles Gold und für acht aufeinander folgende Alben ebenfalls. CCR gelten für die kurze Zeit ihres Bestehens als Band mit den höchsten Verkaufszahlen.

CCR wurden 1993 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.
"Proud Mary" wurde über 100 mal von anderen Stars gecovert.
Etliche Songs von CCR wurden in vielen Filmen, TV und und Video-Spielen verwendet.

CCR war fraglos eine der größten amerikanischen Rock-Bands. Nache dem Ende der Beatles, Anfang 1970, war CCR die einzige Band, die Hit auf Hit in die Charts einbrachte.


Tom Fogerty versuchte nach seinem Ausstieg eine Solo-Karriere. Auf seinem ersten Album wirkten alle drei CCR-Kollegen, sowie Jerry Garcia und Merl Saunders mit, es erreichte Platz 78 der Alben- Charts. Danach formierte er die Band "Ruby", mit Randy Oda (Keyboards, Gitarre), Anthony Davis (Bass), Bobby Cochran (Drums), die drei Alben produzierte, ohne überwältigenden Erfolg.

Tom Fogerty verstarb † 6. September 1990 im Alter von 48 Jahren an Tuberkulose. Er hatte über Blut-Transfusiomem Aids bekommen, die sein Immunsystem gegen die Krankheit schwächten.

John Fogerty versuchte eine Solo-Karriere die vorerst wenig Erfolg brachte. Auf seinem zweiten Album erschien "Rockin' All Over The World", der Song wurde später für Status Quo zum Welthit. John´s Meinung nach wurden seine Solo-Alben von Fantasy nur sparsam vertrieben. Sein Versuch, sich von Fantasy zu lösen, führte für Jahre zu Rechtsstreitigkeiten. Schließlich zahlte Asylum Records eine Million Ablöse an Fantasy zur Übernahme des US- und Kanada- Verkaufs. Als es auch mit Asylum Probleme gab, pausierte John für fast eine Dekade, bis zum Ende der Streitigkeiten. In dieser Zeit führte er Prozesse mit einigen Gegnern, aber auch mit Kollegen.

1985 gelang John mit dem bei Warner Bros. erschienenen Album "Centerfold" der Sprung auf Chart Platz 1. Der Titelsong daraus führte zu einem erneuten Rechtsstreit mit Fantasy, den John 1995 dewann. Seitdem war John erfolgreich und tourt bis heute. 1998 war John´s Album "Premonition" als bestes Rock-Album 1998 für den Grammy nominiert, John verlor den Titel aber an Sheryl Crow. John einigte sich mit Fantasy Records nach 30 Jahren und legte einvernehmlich allen Streit bei.


Doug Clifford brachte 1972 eine erfolglose LP heraus, auf der auch Stu Cook mitwirkte. In der Folgezeit arbeiteten die beiden bei verschiedenen Projekten mit Doug Sahm, Tom Fogerty u.a. zusammen.

1975 gründeten sie mit Don Harrison und Russell DaShiell die "Don Harrison Band", es erschienen zwei Alben und 1978 ein Solo-Album für Russell DaShiell. Danach trennten sich Doug und Stu.

Doug Clifford stieg 1983 in Doug Sahm´s "Sir Douglas Quintet" ein. Stu Cook gründete 1985 mt John McFee, Keith Knudson und Kurt Howell die Country Band "Southern Pacific", die von sich reden machte und vier Alben veröffentlichte.


1996 gründeten Doug und Stu eine neue CCR-Version, "Creedence Clearwater Revisited". Da John Fogerty rechtliche Schritte einleitete, tourte die Band anfangs als "Cosmo's Factory". Als John´s Klage nicht stattgegeben wurde, konnte die Band den gewünschten Namen verwenden. Die Gruppe tourt seitdem und veröffentlicht Platten.


The Blue Velvets - Tom Fogerty & the Blue Velvets
voc, rhythm. guit lead guitar, voc piano, bass drums
1959 John Fogerty Stu Cook Doug Clifford
1960 Tom Fogerty John Fogerty Stu Cook Doug Clifford

The Golliwogs
1964 Tom Fogerty John Fogerty Stu Cook Doug Clifford

Credence Clearwater Revival
1967 Tom Fogerty
† 1990
John Fogerty Stu Cook Doug Clifford
1971 John Fogerty Stu Cook Doug Clifford

Credence Clearwater Revisited
voc, rhythm. guit lead guitar piano, bass drums keyb,perc
1996 John Tristao Elliot Easten Stu Cook Doug Clifford Steve Gunnar
2006 John Tristao Tal Morris Stu Cook Doug Clifford Steve Gunnar

Die Daten und Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, auch nicht auf absolute Richtigkeit. Die Hitliste zeigt die höchste Plazierung in den Charts, oftmals auch den Zeitraum der Plazierung in den Top 10.

Singles - Tommy Fogerty & the Blue Velvets US GB D
1961 Come On, Baby / Oh My Love (Orchestra Records)
1961 Have You Ever Been Loneley? / Bonita (Orchestra Records)
1962 Yes You Did / Now You're Not Mine (Orchestra Records)
Singles - The Golliwogs
1964 Don't Tell Me No Lies / Little Girl (Does Your Mama Know) (Fantasy Records)
1965 You Came Walking / Where You Been (Fantasy Records)
1965 You Can't Be True / You Got Nothin' on Me (Fantasy Records)
1965 Brown Eyed Girl / You Better Be Careful (Scorpio Records)
1966 Fight Fire / Fragile Child (Scorpio Records)
1966 Walking On Water / You Better Get It Before It Gets You (Scorpio Records)
1967 Porterville / Call it Pretending (Scorpio Records)
Creedence Clearwater Revival
1968
Porterville / Call it Pretending
1968 Suzie Q (Part One) / Suzie Q (Part Two) 11
1968 I Put A Spell On You / Walk On The Water 58
1969 Proud Mary / Born On The Bayou 2 8 4
1969 Bad Moon Rising / Lodi 2 1 8
1969 Green River / Commotion 2 19 8
1969 Down On The Corner / Fortunate Son 3 31 2
1970 Travelin´ Band / Who´ll Stop The Rain 2 8 4
1970 Up Around The Bend/ Run Through The Jungle 4 3 3
1970 Lookin´ Out My Back Door / Long As I Can See The Light 2 20 2
1971 Hey Tonight/ Have You Ever Seen The Rain 8 36 1
1971 Sweetz Hitch-Hiker / Door To Door 6 36 6
1972 Someday Never Comes / Tearin´ Up The Country 25 29
1972 Molina / Sailor’s Lament 32

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