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Dusty Springfield


geboren 1939 in London, † 1999 in Henley-on-Thames, Oxfordshire, als Mary O´Brian.
Als Kind war Mary Fan der US-Sängerin Peggy Lee, sowie amerikanischer Jazz-Musik. Nach dem Ende ihrer Schulzeit begann sie zusammen mit ihrem Bruder Dion, mit dem sie bereits zu Hause gesungen hatte, in Londons lokalen Folk Clubs und Pubs aufzutreten.


1958 meldete sich Mary auf ein Inserat und begann in dem professionellen Gesangs-Trio "The Lana Sisters". Gemanagt von Evelyn Taylor, erhielt die Gruppe 1959 einen Vertrag bei Fontana Records und tourte durch Irland. Sie traten in der TV-Show "Drumbeat", zusammen mit Adam Faith und John Barry auf. Desgleichen in dem Weihnachts-Special "Tommy Steele’s Spectacular", sowie weiteren. Sie traten zweimal in der Royal Albert Hall auf und tourten mit Cliff Richard, Adam Faith, und Morecambe & Wise, sowie weiteren. "The Lana Sisters" nahmen auch einige Singles auf.

Nach Mary´s Ausscheiden gründete Riss Chantelle "The Chantelles", die eine der besten Vocal Harmonie Gruppen Englands wurden.


Dusty´s Bruder Dion O'Brien arbeitete im Duo mit Tim Field als "The Kensington Squares". Mit Mary (Dusty) bildeten sie 1960 ein Folk-Trio namens "The Springfields", nachdem sie im Frühling in einem Feld geprobt hatten (Spring-Field). Fortan hieß Mary "Dusty Springfield", ihr Bruder Dion "Tom Springfield". Das Trio zeichnete einen Vertrag mit Johnny Franz für Philips Records. Als Tim die Gruppe verließ, stieg Mike Hurst ein und das Trio wurde sehr populär in Britannien. 1962 konnte die Gruppe auch Erfolge in den USA erzielen, was sehr ungewöhnlich in der Zeit vor den Beatles war. Die Band reiste nach Nashville, Tennessee, um ein Album aufzunehmen. Hier hörte Dusty erstmals Soul-Musik und Motown und war sehr beeindruckt. Sie verließ Ende 63 die Band um eine Solokarriere zu starten. Ihr Bruder und Mike Hurst gaben auf und wurden Plattenproduzenten.

Tom hatte große Hits als Songwriter und Produzent für "The Seekers". Hurst war erfolgreich als Produzent von Cat Stevens, Manfred Mann, The Move, Spencer Davis Group, Showaddywaddy, The Four Tops und anderen.


Bereits wenige Tage nach der Trennung von der Gruppe erschien Dusty´s erste Single, die in GB und USA erfolgreich war. Es folgten eine Reihe erfolgreicher Platten. Von 1963-69 kamen siebzehn ihrer Titel in die englischen Charts, zehn davon sogar in die Top Ten.

Dusty war der erste Gast in der TV-Musik-Show "Ready Steady Go!", produziert von Vicki Wickham, der später auch ihr Manager wurde. Dusty bekam auch ihre eigenen TV-Shows: Dusty (1966-67), gefolgt von einer ITV Serie "It Must Be Dusty" (1968), und ihrer letzten Serie "Definitely Dusty" (1969).

Ende der 60er ließ ihr Erfolg in England nach, 1968 unterzeichnete sie bei Atlantic Records. Produziert von Jerry Wexler, Arif Mardin und Tom Dowd erschien ihr Album "Dusty in Memphis", welches von der Kritik als eines der besten seiner Zeit gelobt wurde, sich aber schlecht verkaufte. Dusty war eine der wenigen weißen, die schware Musik glaubhaft und erfolgreich interpretieren konnte.

1972 zog sie nach Los Angeles und veröffentlichte in den folgenden Jahren unregelmäßig, teils mit jahrelangen Pausen Alben. Begleitet von Skandalen hatte Dusty zeitweise Alkohol- und Drogenprobleme, und zeigte sich als problematischer Star. 1987 zog sie wieder nach England zurück.

The White Lady Of Soul - verstarb † im März 1999 an Brustkrebs, 11 Tage vor der lange angekündigten Eintragung in die Rock & Roll Hall of Fame. Im selben Jahr war sie zur Verleihung des "Order of the British Empire" vorgesehen.


"Die Musikliebhaber verloren die beste Popsängerin, die Großbritannien je hervorgebracht hat" (New York Times).
"Sie war eine der talentiertesten Sängerinnen dieses Jahrhunderts" (Paul Fenn).


The Lana-Sisters
1958 Riss Chantelle Lynne Abrams Mary O’Brien (Dusty Springfield)

The Springfields
1960 Dion O'Brien (Tom Springfield) Tim Field Mary O’Brien (Dusty Springfield)
1962 Dion O'Brien (Tom Springfield) Mike Hurst Mary O’Brien (Dusty Springfield)

Die Daten und Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, auch nicht auf absolute Richtigkeit. Die Hitliste zeigt die höchste Plazierung in den Charts, oftmals auch den Zeitraum der Plazierung in den Top 10.


Singles - Lana Sisters
UK US D
1959 Chimes of Arcady/Ring-A-My-Phone
1959 Buzzin'/Cry, Cry Baby
1959 Mr Dee-Jay/Tell Him No
1959 (Seven Little Girls) Sitting On The Back Seat/Sitting On The Sidewalk
1960 My Mother's Eyes/You've Got What It Takes
1960 Tintarella Di Luna (Magic Colour Of The -Moonlight)/Someone Loves You, Joe
1960 Down South / Twosome
1960 A Heart Divided (with Kenny Colman)/Down South (US only)
Singles - The Springfields
1961 Dear John
1961 Breakaway (mit Tim Field)
1961 Bambino (mit Tim Field)
1962 Goodnight Irene
1962 Silver Threads & Golden Needles (Phillips) 20
1963 Island of Dreams 5
1963 Say I Won't Be There 5
1963 Come On Home

Singles - Dusty Springfield
1963 I Only Want To Be With You 4 12
1964 Stay Awhile 13 38
1964 All Cried Out 41
1964 Wishin' and Hopin 6
1964 I Just Don't Know What To Do With Myself 3
1964 Losing You 9 91
1965 Your Hurtin’ Kind Of Love 37
1965 In The Middle Of Nowhere 8
1965 Some Of Your Lovin’ 8
1966 Little By Little 17
1966 You Don’t Have To Say You Love Me 1 4 33
1966 Going Back 10
1966 All I See Is You 9 20
1967 I'll Try Anything 13 40
1967 Give Me Time 24 76
1967 What's It Gonna Be? 49
1967 Look of Love 22
1968 I Close My Eyes And Count To Ten 4 40
1969 Breakfast in Bed 91
1969 Don't Forget About Me 64
1968 Son Of A Preacher Man 9 10 38
1969 Willie & Lauramae Jones 78
1969 The Windmills of Your Mind 31
1969 Am I The Same Girl 43
1970 How Can I Be Sure 36
1970 Brand New Me" 24
1970 Silly, Silly Fool" 76
1970 Morning Please Don't Come (with Tom Springfield) 85
1979 Baby Blue 61
1984 Private Number (with Spencer Davis) 85
1985 Sometimes Like Butterflies 83
1987 What Have I Done To Deserve This (with Pet Shop Boys) 2 2 4
1987 Something In Your Eyes (with Richard Carpenter) 84
1988 I Only Want To Be With You 85
1989 Nothing Has Been Proved 16 52
1989 In Private 14 4
1990 Reputation 38 29
1990 Arrested By You 70
1993 Heart And Soul (with Cilla Black) 75
1995 Wherever Would I Be (with Daryl Hall) 44 73
1995 Roll Away 68

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