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The Lovin´ Spoonful


gegründet 1965 in New York.

Zal Yanovsky war ein fähiger Allround Gitarrist aus Canada, der sein Instrument selbst erlernt hatte. Er spielte in Torontos Folk-Clubs und Kaffees, traf später Denny Doherty, die beiden endeten mit "The Halifax Three" in New York, wo sich die Band später trennte. Beide begannen in Cass Elliot´s Band "The Mugwumps".

John Sebastians Vater war ein berühmter Harmonika Spieler. John wuchs mit Musik auf, und umgeben von Musikern wie Burl Ives, Woody Guthrie, Leadbelly und Mississippi John Hurt. Sein Werdegang begann in der "Even Dozen Jug Band" (mit Maria Muldaur, Steve Katz) und bei "The Mugwumps", wo Zal Yanovsky bereits mitspielte. Als sich die Band später trennte, wurden Cass und Denny Mitglieder von "The Mamas & The Papas".


John und Zal entschlossen sich zur Gründung einer eigenen Band. Mit Joe Butler und Steve Boone waren "Lovin´Spoonful" komplett, der Name stammt aus einem Song von Mississippi John Hurt. Nach kurzer Zeit hatte die Band ein Engagement im Night Owl, Greenwich Village, Produzent Erik Jacobsen handelte einen Plattenvertrag bei dem jungen Kama Sutra Label aus. Die Band nannte ihren Stil Folk-Rock, Good-Time Music, der zum sofortigen Erfolg führte.

Es erschien die erste LP, der Titelsong daraus "Do you Believe in Magic?" wurde mit Chart-Platz 9 zum ersten großen Hit, die dritte Single mit Platz 2 gar zum Millionenseller. Mit dem für die Band ungewöhnlichen harten Pop-Rock-Song "Summer in the city" gelang der Band der Sprung auf Platz 1, er blieb für sie der einzige Chart-topper.

Joe Butler erhielt zwischendurch in der Broadway-Produktion von "Hair" die Rolle des Claude als Ersatzmann für Jim Rado. Er spielte die Rolle während vier ausverkauften Monaten.

Zal bekam mit den Kollegen persönliche Schwierigkeiten, nachdem er wegen Drogenmißbrauchs verhaftet wurde. Er mußte die Band und USA 1967 verlassen. Danach hatte die Band auch keinen Hit mehr. Als Ersatz für Zal wurde Jerry Yester vom "Modern Folk Quartet" (sein Bruder Jim spielte bei "The Association") eingestellt. 1968 verließ auch John Sebastian die Gruppe, die trotz Anstrengungen keine Erfolge mehr einfuhr, Ende 68 aufgab und sich auflöste.


"The Lovin´ Spoonful" hatten in einer Zeit, als Motown, die Beatles und viele British Invasion Gruppen die Charts besetzten, innerhalb von zwei Jahren zehn Top Forty Hits, von denen sieben bis in die Top Ten kamen.

"The Lovin´ Spoonful" hatten auch mit Film-Musik Erfolge, z.B. 1967 für den Film „What’s up Tiger Lily“ (Woody Allan), 1968 für „You’re a big boy now“ (Francis Ford Coppola).

Das Angebot, in einer Fernseh-Serie mitzuspielen, lehnte die Band ab. Die Serie wurde später als "The Monkees" sehr bekannt. 1980 trafen sich die einzelnen Musiker wieder, um die Musik zu dem Film "One Trick Pony" (Paul Simon) zu produzieren. "The Lovin´Spooful" wurden im Jahr 2000 in die "Rock and Roll Hall of Fame" aufgenommen.


John Sebastian trat 1969 beim Woodstock-, beim Atlanta-Pop-, 1970 Isle of Wight (mit Zal)-, Festival of Life-, 1994 Woodstock- Festival auf.
Er veröffentlichte einige Solo-Alben, tourte, schrieb ein Kinder-Buch, trat oft in Rundfunk und TV auf, schrieb TV-Musik und war bei vielen Bühnenauftritten und Studioaufnahmen berühmter Musiker beteiligt (z.B. Willie Dixon, Peter-Paul and Mary, Bonnie Raitt, The Doors, Al Kooper, Tom Petta, Phoebe Snow, Les Paul, Graham Parker, NRBQ).
Seit Mitte der 90er spielt er als "John Sebastian & The Jug- Band" (Jimmi Vivino, James Wormworth, Paul Rishell, Annie Raines)

Joe Butler und Steve Boone formierten 1991 "Lovin Spoonful" neu und spielen mit der Band bis heute?

Zal Yanowsky arbeitete eine Zeit lang in Kanada als Musiker, betrieb ein Musik-Lokal und verstarb † 2002 an Herzversagen. Er war 58.


The Lovin´ Spoonful
voc, harmonica guitar, voc bass drums, voc
1965 John Sebastian Zal Yanovsky † 2002 Steve Boone Joseph Butler
1967 John Sebastian Jerry Yester Steve Boone Joseph Butler
pedal steel guit guitar, voc bass drums, voc
1968 Red Rodes Jerry Yester Steve Boone

Reunion 1991
1991 Joe Butler Jerry Yester
Phil Smith
Steve Boone Mike Arturi

John Sebastian & The J-Band
harm, voc guitar, voc washboard mandolin
1995 John Sebastian
Annie Raines
Jimmy Vivino
Paul Rishell
James Wormworth
Friz Richmond † 2005
Geoff Muldaur
Yank Rachell † 1997

Die Daten und Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, auch nicht auf absolute Richtigkeit. Die Hitliste zeigt die höchste Plazierung in den Charts, oftmals auch den Zeitraum der Plazierung in den Top 10.

TOP - HITS US GB D
1965 Do you Believe in Magic? 9
1965 You Didn’t Have to be so nice 10
1966 Daydream 2 2 30
1966 Did you Ever Have to Make up Your Mind? 2
1966 Summer in the City 1 8 5
1966 Rain on the Roof 10
1966 Nashville Cats 8 26
1967 Darling be Home Soon 15 44
1967 Six O’Clock 18

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