logo

Otis Redding


geboren 1941 in Dawson, Georgia, 1944 umgezogen nach Macon, Georgia, gestorben † 1967 in Madison, Wisconsin. Sein Vater war Prediger, Otis sang bereits in Kindesjahren im Chor der "Vineville Baptist Church", spielte in der Schul-Band Drums und Piano. Nach Abschluß der High School begann Otis in Little Richards früherer Band "The Upsetters".

Seine gesanglichen Vorbilder waren Sam Cooke, Little Richard, Little Willie John, und Hank Ballard. Der lokal-bekannte Musiker Gladys Williams veranstaltete die "Sunday Talent-Show", an der Otis immer teilnahm. Nachdem Otis den Wettbewerb fünfzehn mal hintereinander gewonnen hatte, wurde er nicht mehr zugelassen.

1958 nahm Otis an den Radio-Wettbewerben "Teenage Party" teil, die er ebenfalls jedes Mal gewann. Hier hörte ihn Gitarrist Johnny Jenkins und bot ihm eine Zusammenarbeit an ("...ich würde gerne hinter dir spielen...). Durch Johnny kam Otis mit Impressario Phil Walden in Kontakt und unter Vertrag. 1960 begann Otis mit "Johnny Jenkins & The Pinetoppers" zu touren.

Zu Plattenaufnahmen bei Finer Arts Records reiste Otis mit der Band nach Los Angeles, es entstand die Single "She's Alright," (als "Otis Redding & the Shooters"). Wieder zurück in Macon trat Otis mit der Band "Little Willie and the Panthers" auf, gemanagt von Impressario Phil Walden. Das 1960 mit Otis bei Bobby Smith's Confederate Label aufgenommene "Shout Bamalama" floppte.


Johnny Jenkins gelang mit dem Instrumental "Love Twist" bei Atlantic Records ein Erfolgs-Hit. Stax-Records wollte eine Folge-Single aufnehmen und lud die Band nach Memphis, Tennessee ein. Die unkoordinierte Studio-Session geriet zum Desaster und wurde frühzeitig erfolglos abgebrochen.

Für die verbliebene Studio-Zeit (30 Minuten) bekam Otis die Chance, das von ihm geschriebene "These Hearts Of Mine" aufzunehmen. Die Single wurde zu einem Top Twenty R&B Hit, und trat sogar in die US Top 100 Pop Charts ein. Otis Redding wurde daraufhin sofort von Volt Records (Unterfirma von Stax) als Solo-Artist unter Vertrag genommen.

Die weiteren Aufnahmen erfolgten mt der Stax-House-Band "Booker T. & The MG´s" und wurden zu mittleren Hits. Der erste größere Erfolg gelang 1964 mit "Mr. Pitiful". Die folgenden Jahre tourte Otis regelmäßig in der Begleitung von "Booker T. & The MGs" oder "The Mar-Kays".

1965 brach Otis Redding mit "I've Been Loving You Too Long" (Otis R./Jerry Butler) in Pop-Markt und -Charts ein, weitere Pop-Hits folgten. 1967 hatte Arthur Conley mit "Sweet Soul Music" (geschr. Otis R./A.Conley) einen Top-Ten-Hit, ebenso Aretha Franklin mit "Respect" (O.Redding). Otis nahm in dieser Zeit einige Songs mit Carla Thomas auf, die auch zu Hits wurden. Otis wurde 1967 vom Musik-Journal "Melody Maker" zum "Top Male Vocalist of the Year" gewählt, den Titel hatte in den acht Jahren vorher immer Elvis inne.

Otis Redding trat als einziger Soul-Teilnehmer bei dem "Monterey International Pop Festival" auf, und etablierte sich nun auch bei den weißen Pop-Fans. Im Dezember 67 wurde "Dock of The Bay" aufgenommen. Wenige Tage später, nach einem Konzert in Madison, Wisconsin, bestieg Otis sein neues Flugzeug, eine zwei-motorige Beechcraft, um zum nächsten Konzert nach Cleveland zu fliegen. Kurz nach dem Start stürzte die Maschine ab. Otis Redding, sowie vier der "Bar-Kays-"Musiker kamen bei dem Absturz am 10. Dezember † 1967 ums Leben (mit 23 Jahren).


Zu seinem Begräbnis erschienen 4500 Trauergäste, darunter Joe Tex, Joe Simon, Johnny Taylor, Don Covey, Percy Sledge, Solomon Burke, Sam Moore (Sam & Dave).

Anfang 1968 erschien die Single "(Sittin' On) The Dock of the Bay" (Redding/Cropper), die es in den R&B-, sowie den Pop-Charts auf Platz 1 schaffte. Die Single verkaufte sich über vier Millionen mal, war Otis größter und einziger Nr.1 Hit und brachte Otis posthum zwei Grammys, dem 1998 ein dritter Grammy folgte. Weitere Singles erschienen bis 1971, einige davon verkauften sich gut.

Phil Walden wurde Manager der Allman Brothers Band.

Otis Redding war der wichtigste Star bei Stax Records und somit einer der wichtigsten Vertreter des Memphis Soul. Er hatte in der kurzen Zeit seines Erfolges acht LP´s veröffentlicht.

Otis Redding wurde 1989 in die "Rock and Roll Hall of Fame" aufgenommen.

"Redding not only helped to create soul, but he was also responsible for producing the Memphis Sound.
Otis Redding was the heart and soul of Stax Records."

(Peter Guralnick in "Sweet Soul Music).



In den späten 70ern formten Otis´s Söhne Dexter (voc., bass) und Otis III. (guit.) gemeinsam mit Cousin Mark Lockett (drums, keyb.) "The Reddings", eine Funk-und Disco- Band. Sie nahmen bei dem "Believe in Dream"-Label (gehört zu Columbia) auf, der Song "Remote Control" kam 1980 in die Top Ten der R&B Charts. Die Band wechselte Ende der 80er zu Polydor Records.

Gitarrist Johnny Jenkins verstarb † Juni 2006 an einem Schlaganfall im Alter von 67 Jahren.


The Pinetoppers - Otis & The Shooters
voc guitar guitar bass drums tenor sax
1960 Otis Redding Johnny Jenkins † 2006 Samuel Davis Willie Bowden Ish Mosley

Otis Redding (& Booker T. & The MG´s)
voc keyb guitar bass drums
1962 Otis Redding Booker T. Jones Steve Cropper Lewis Steinberg Al Jackson
1964 Otis Redding Booker T. Jones Steve Cropper Donald Dunn Al Jackson

Otis Redding (& The Mar-Keys)

horns
1967 Otis Redding Ronnie Caldwell Jimmy King James Alexander Carl Cunningham trump Ben Cauley
sax Phalon Jones

Die Daten und Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, auch nicht auf absolute Richtigkeit. Die Hitliste zeigt die höchste Plazierung in den Charts, oftmals auch den Zeitraum der Plazierung in den Top 10.

Singles US
R&B
US
Pop
GB D
1961 Shout Bamalama
1961 Gettin' Hip (Alshire Records)
1962 These Arms of Mine (Volt Records) 20 85
1963 That's What My Heart Needs 27
1963 Pain in My Heart 1 61
1964 Come to Me 69
1964 Security 97
1964 Chained and Bound 70
1964 Mr. Pitiful 10 41
1964 Stand by Me
1964 Things Go Better With Coke..." (A Man And A Woman)[Commercial]
1965 I've Been Loving You Too Long 2 21
1965 Just One More Day, b-side of I've Been 15 85
1965 Respect 4 35
1965 That's How Strong My Love Is 18 74
1965 I Can't Turn You Loose 11 29
1965 My Girl 11
1965 A Change Is Gonna Come
1966 (I Can't Get No) Satisfaction 4 31 33
1966 My Lover's Prayer 10 61 37
1966 Fa-Fa-Fa-Fa-Fa (Sad Song) 12 29 23
1967 Try a Little Tenderness 4 25 46
1967 Day Tripper 43
1967 I Love You More Than Words Can Say 30 78
1967 Let Me Come On Home 48
1967 Shake 16 47 28
1967 Glory of Love 19 60
1967 Tramp" (Stax Records) with Carla Thomas 2 26 18
1967 Knock on Wood with Carla Thomas 8 30 35
1968 (Sittin' On) the Dock of the Bay" (Volt Records) 1 1 3 16
1968 The Happy Song (Dum-Dum) 10 25 24
1968 Amen (Atco Records) 15 36
1968 Hard to Handle", b-side of Amen 38 51 15
1968 I've Got Dreams to Remember 6 41
1968 Lovey Dovey (Stax Records) with Carla Thomas 21 60
1968 White Christmas" (Atco Records)
1968 Merry Christmas, Baby", b-side of White Christmas 9
1968 Papa's Got a Brand New Bag 10 21
1969 When Something is Wrong With My Baby, with Carla Thomas
1969 A Lover's Question 20 48
1969 Love Man 17 72 43
1969 Free Me 30
1969 Look at That Girl
1969 Demonstration
1970 Give Away None of My Love
1971 I've Been Loving You Too Long (Live)

Zurück oder zum Hauptmenü


Copyright© by Alexander Kutsche