logo

Redwood - Three Dog Night


gegründet 1968 in Los Angeles, CA.
Danny Hutton hatte im Disney Studio seine Stimme für Disney-Charaktere verwandt, bekam irgendwann die Chance Songs aufzunehmen und kam mit "Roses und Rainbows" 1965 auf Platz 73 der US-Charts. Bei einem Casting für die zukünftigen "Monkees" fiel Danny durch.

Chuck Negron hatte im College-Chor zu singen begonnen, nahm einige Songs bei kleinen Platten-Firmen unter dem Alias Chuck Rondell auf. Er stieg in eine Studenten-Band ein, Columbia Records wurde auf ihn aufmerksam und nahm unter dem Pseudonym Chuck Oberon einige Singles mit ihm auf, die aber floppten.

Cory Wells aus Buffalo, NY, begann als Teenager in einer Band zu singen. Während seiner Zeit in der Air Force sang er in einer Gruppe namens "The Satellites". Als seine Dienstzeit endete, ging er nach Los Angeles um dort Musik zu machen. Während eines Auftritts im "Whiskey-a-Go-Go", hörten ihn Sonny and Cher und boten ihm an, mit auf die laufende Tournee zu gehen. Während dieser Tour traf er Danny Hutton.


Danny kannte Chuck von Columbia Records und als Chuck im August 1967 von einer kleinen Tour zurückkahm, besuchten die beiden Cory Wells. Cory sang zu der Zeit bei der Band "The Enemys". Die drei sangen an diesem Abend einige Songs, Danny und Cory fragten, ob er mit ihnen ein Vocal-Trio gründen würde. Ohne Aussicht auf derem Erfolg sagte Chuck zu. Sie nannten sich "Redwood".

Danny kannte Brian Wilson von den "Beach Boys", der als Produzent arbeiten wollte. Er nahm sich des Trios an, schrieb einige Songs und begann mit den Aufnahmen. Als Brian aber mit den Beach Boys Probleme hatte, zug er sich von seinem Vorhaben zurück.

Das Trio begann Musiker zu suchen und stellten nacheinander Jimmy Greenspoon, Joe Schermie, Floyd Sneed und Michael Allsup ein. Die Band trat in kleinen kalifornischen Clubs ohne richtigen Namen auf, als Danny´s Freundin June einen vorschlug. Sie hatte über die australischen Aboriginies gelesen, die sich in besonders kalten Nächten mit 3 Hunden zum Schlafen legten, um sich zu wärmen. Der Name "Three Dog Night" war gefunden.

Bei ihren Auftritten erregte die Band zunehmend Aufmerksamkeit, sie kamen bei Bill Utley (Manager von "The Turtles", "Steppenwolf") unter Vertrag. Utley mietete für einen Abend den Troubadour Club in Hollywood und lud Presse und Platten-Firmen ein, die Show war so gut, daß die Band am selben Abend von Jay Lasker, dem Präsidenten des Dunhill-Labels einen Platten-Vertrag erhielt.


Gabriel Mekler (Produzent von Steppenwolf) nahm mit "Three Dog Night" das Debut-Album "ONE" live auf der Bühne auf. Die Single-Auskopplung "Nobody" wurde nur zum regionalen Verkaufs-Erfolg. Die nächste Single "Try a little tenderness" (von Otis Redding) erreichte bereits Platz 29.

Die Band bereitete sich zu den Aufnahmen der zweiten LP vor, als Chuck die Platten-Firma drängte, der Titelsong der ersten LP zu veröffentlichen, er könnte ein Hit werden. Dunhill folgte dem Vorschlag, "One" kam im April 1969 auf Platz 1 der Charts und wurde zur ersten "Goldenen" für "Three Dog Night".

Die Band nahm viele Songs bekannter und unbekannter populärer Songwriter auf. In den nächsten fünf Jahren hatte niemand mehr Top Ten Hits, verkaufte mehr Platten und Konzert-Tickets als "Three Dog Night". Sie hatten ohne Unterbrechung 21 aufeinanderfolgende Top Fourty-Hits, davon kamen 18 in die Top Twenty, elf in die Top Ten, und sieben auf Platz 1. Bis Ende 1975 hatten sie fast 50 Milllionen Platten verkauft. Sie erhielten vierzehn goldene Alben und neun goldene Singles.


Bis 1975 war die Band fast ununterbrochen auf Touren und Konzerten. Während dieser Zeit gab es auch personelle Veränderungen. 1973 kam ein neuer Bassist, sowie ein zweiter Keyboarder, 1975 ging der Gitarrist, 1976 Bassist und ein Keyboarder. Es kamen drei Musiker von "Rufus". In diesem Jahr ging auch Gründer/Sänger Danny Hutton. Als "Three Dog Night" 1976 ihre letzten Konzerte gab, waren nur noch drei Original-Mitglieder dabei.

Danny reiste eine Zeit lang durch Zentral-Amerika, England, Irland und gründete schließlich eine Management-Agentur. Er machte auch die Musik zu zwei Kino-Filmen.

Cory reiste mit seiner Familie im Auto durch die USA. Als ambitionierter Fischer bereiste er dann die ganze Welt, um zu fischen. Letztendlich wurde er Editor für das "Outdoor Life" Magazin und schrieb Artikel für Sport-Journale. Cory trat in mehreren TV-Shows auf und filmte eine Episode von "Country Sportsman" in New Zealand.

Chuck litt mehrere Jahre durch Heroin an Drogensucht.


1980 war sich die Original-Band in mehreren Gesprächen einig, einen neuen Versuch zu wagen. Von der Original-Besetzung waren sechs Musiker zur Stelle, als neuer Bassist wurde Mike Seifrit rekrutiert. Nach dem anfänglichen Enthusiasmus kamen bald Probleme durch Drogenkonsum in die Formation. Als erstes wurde 1982 der Bassist ausgetauscht, ein Jahr später wiederholte sich der Vorgang.

1985 war für Gitarrist, Bassist und Drummer die Show zu Ende, sie wurden ersetzt. Im Dezember 1985 wurde Sänger Chuck gefeuert, nachdem er bei einigen Shows wegen Drogen nicht auftreten konnte. Die Band verblieb seitdem als Sextett. 1986 kam wieder ein neuer Gitarrist, 1989 ein neuer Bassist, 1991 war es wieder der Gitarrist - und - damit war plötzlich Original-Gitarrist Mike wieder dabei, 1993 war es ein neuer Schlagzeuger, 1995 kam Gitarrist Paul wieder zurück, diesmal aber als Bassist.

Seit 1981 tourte die Band nun regelmäßig, ihre Platten brachten gute Verkaufszahlen. Chuck hatte 1991 eine Entzugsbehandlung hinter sich, er wollte wieder zur Band zurück, wurde aber von Danny abgelehnt. Im April 1997 machte die Band Chuck schießlich das Angebot, zurück zu kommen, allerdings mit weniger Gage als die Kollegen, Chuck lehnte ab. Stattdessen tourte er mit eigener Band, es folgten die üblichen Gerichts-Gänge im Streit um den Band-Namen.

Chuck führte seine Solo-Karriere weiter und tourte mit ex-"Three Dog Night"-Drummer Floyd. Er veröffentlichte einige gute Alben, und seine Autobiographie "Three Dog Nightmare". Er war und ist auch sehr engagiert im Kampf gegen Drogen-Mißbrauch in der Musik-Szene und -Industrie.

2007 war Chuck noch immer als Solo-Sänger auf der Bühne und tourte mit Blood, Sweat & Tears.
"Three Dog Night" hatte einen vollen Tournee-Kalender und tritt bis heute mit vier Original-Musikern (Danny, Cory, Jimmy, Mike) auf.
Original-Bassist Joe Schermie verstarb † im März 2002 an einem Herzschlag im Alter von 55 Jahren.


Redwood
voc voc voc
1967 Danny Hutton Cory Wells Chuck Negron

Three Dog Night
voc voc voc keyb guit bass drums
1968 Danny Hutton Cory Wells Chuck Negron Jimmy Greenspoon Mike Allsup Joe Schermie † 2002 Floyd Sneed
1973 Danny Hutton Cory Wells Chuck Negron J. Greenspoon
Skip Konte
Mike Allsup Jack Ryland Floyd Sneed
1975 Danny Hutton Cory Wells Chuck Negron J. Greenspoon
Skip Konte
Jack Ryland Floyd Sneed
1976 Jay Gruska Cory Wells Chuck Negron J. Greenspoon
Ron Stockert
Al Ciner Denny Belfield

Trennung 1977 - Reunion 1980
1980 Danny Hutton Cory Wells Chuck Negron Jimmy Greenspoon Mike Allsup Mike Seifrit Floyd Sneed
1982 Danny Hutton Cory Wells Chuck Negron Jimmy Greenspoon Mike Allsup Dennis Belfield Floyd Sneed
1983 Danny Hutton Cory Wells Chuck Negron Jimmy Greenspoon Mike Allsup Richard Grossman Floyd Sneed
1985 Danny Hutton Cory Wells Jimmy Greenspoon Paul Kingery Scott Manzo Mike Keely
1986 Danny Hutton Cory Wells Jimmy Greenspoon Michael Cuneo Scott Manzo Mike Keely
1989 Danny Hutton Cory Wells Jimmy Greenspoon Michael Cuneo Richard Campbell Mike Keely
1991 Danny Hutton Cory Wells Jimmy Greenspoon Mike Allsup Richard Campbell Mike Keely
1993 Danny Hutton Cory Wells Jimmy Greenspoon Mike Allsup Richard Campbell Pat Bautz
1995 Danny Hutton Cory Wells Jimmy Greenspoon Mike Allsup Paul Kingery Pat Bautz

Die Daten und Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, auch nicht auf absolute Richtigkeit. Die Hitliste zeigt die höchste Plazierung in den Charts, oftmals auch den Zeitraum der Plazierung in den Top 10.

Singles US GB D
1968 Nobody 116
1969 Try A Little Tenderness 29
1969 One 5
1969 Easy To Be Hard 4
1969 Eli's Coming 10
1970 Celebrate 15
1970 Mama Told Me Not To Come 1 3 12
1970 Out In The Country 15
1970 One Man Band 19
1971 Joy To The World 1 24 17
1971 Liar 7
1971 Old Fashioned Love Song 4
1971 Never Been To Spain 5
1972 Family Of Man 12 38
1972 Black And White 1 24
1972 Pieces of April 19
1973 Shambala 3 38
1973 Let Me Serenade You 17
1974 The Show Must Go On 4 12
1974 Sure As I'm Sitting Here 16
1974 Play Something Sweet 33
1975 Till The World Ends 32

Zurück oder zum Hauptmenü


Copyright© by Alexander Kutsche