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Bruce - Baker - Clapton


Jack Bruce, geb. am 14. Mai 1943 in Glasgow, Scotland. Seine musikalischen Eltern zogen oft um, sodaß Jack insgesamt 14 Schulen besuchte. Als Teenager spielte er den Bass in Jazz Bands, mit siebzehn erhielt er ein Stipendium für Cello und Komposition bei der "Royal Scottish Academy of Music and Drama".

Als die Akademie herausfand, daß Jack mit "Jim McHarg´s Scotsville Jazzband" auftrat, um sein Leben zu finanzieren, stellte man ihm das Ultimatum, entweder zu studieren oder öffentlich aufzutreten. Jack nahm die zweite Wahl. Er spielte danach in Italien und Europa in Tanz- und Jazz- Bands, bevor er wieder nach Großbritannien zurückging.


Ginger Baker, geb. am 19. August 1939 in Lewisham, South London. Als Teenager begann er sich für Musik zu interessieren und nahm sich als Instrument das Klavier und die Trompete vor, die er aber mit 15 Jahren gegen Trommelstöcke austauschte, um in der Schulband mitzuspielen. Nach dem Schulunterricht pflegte er sich mit Jazz-Musikern wie Acker Bilk oder Terry Lightfoot zu treffen, um zu jammen. Nach einigen Monaten nahm er den Job als Drummer in der Jazz Band von Bob Wallis an.

Mit 16 beendete er seinen Job, verließ sein zu Hause und trat mit diversen Jazz-Bands London´s auf. Er ließ sich durch den Stil der Drummer Baby Dodds, Alton Red und schließlich Max Roach stark beeinflussen.


Eric Clapton, geb. 30. März 1945 in Ripley, Surrey, England. Er wuchs bei seinen Großeltern auf, seine Großmutter spielte Piano. Im Alter von 13 Jahren (1958) bekam er seine erste Gitarre, eine deutsche "Hoyer", mit der er anfangs nicht gut zurechtkam. Geprägt durch den Musiktrend des beginnenden British Blues, ließ er sich von der Musik Muddy Waters, B.B. Kings, und anderer Bluesgrößen beeinflussen.

1962 begann Eric mit seinem Freund David Brock als Blues-Duo in Surrey´s Pub´s aufzutreten. Anfang 1963 stieg Eric bei "The Roosters" ein, einer R&B-Formation, die sich aber im August trennte. Die nächste Gruppe, in der er spielte, hieß "Casey Jones & The Engineers", er blieb in der Pop-Band nur einen Monat lang.

Mittlerweile hatte sich sein Talent als Blues-Gitarrist herumgesprochen. Im Oktober 1963 engagierten ihn Keith Relf und Paul Samwell-Smith für ihre bereits erfolgreiche R&B-Band "The Yardbirds", was Clapton´s Schritt in die Profi-Musik bedeutete.

Eric Clapton blieb 18 Monate bei "The Yardbirds". Als ihre Musik ihm zu kommerziell wurde, nahm Eric im April 1965 das Angebot John Mayall´s an, in dessen Blues-Band "The Bluesbreakers" umzusteigen.


Bassist Jack Bruce traf 1962 im "Johnny Burch Quintet" erstmals auf den Drummer Ginger Baker. Nachdem Bruce Mitte des Jahres zu "Alexis Korner´s Blues Incorporated" wechselte, folgte ihm Ginger Baker nach wenigen Wochen. Anfang 1963 machten sich die beiden zusammen mit Graham Bond selbstständig. Die neue Band hieß "Graham Bond Organization, mit von der Partie war in den ersten Monaten Gitarrist John McLaughlin.

Im September 1965, nach massiven Differenzen mit Ginger Baker, verließ Jack Bruce die Band und stieg nahtlos bei "John Mayall´s Bluesbreakers ein. Hier traf Jack Bruce auf Eric Clapton, Jack verließ die Band aber bereits im November, um zu "Manfred Mann" zu gehen, wo er mehr verdienen konnte. Im Mai 1966 schied auch Ginger Baker aus der "Graham Bond Organization" aus.

Powerhouse


Die amerikanische Schallplattenfirma "Elektra" eröffnete 1965 eine Filiale in London und Produzent Joe Boyd war für die erste Erscheinung des Labels auf der Suche nach großen Talenten. Paul Jones, der Sänger von Manfred Mann, übernahm die Aufgabe einige erstklassige Musiker zu einer "Supergroup" zu formieren, die nur für dieses Projekt existieren sollte.

An den Studio-Aufnahmen im März 1966 wirkten als "Powerhouse" mit- Steve Winwood (voc.), Paul Jones (harm.), Eric Clapton (guit.), Ben Palmer (piano), Jack Bruce (bass). Ginger Baker war zu dem Zeitpunkt verhindert, als Drummer fungierte daher Pete York. Jones, Clapton und Palmer hatten Jahre zuvor in der Band "The Roosters" zusammen gespielt.

Das Compilation-Album "Good Time Music" erschien 1966 in Great Britain. Die Musiker gingen nach den Aufnahmen wieder ihre eigenen Wege, es kam aber zwischen einigen von ihnen zu mehreren zukünftigen Projekten.


The Roosters
guitar piano lead guitar drums vocals
Feb63 Tom McGuinness Ben Palmer Eric Clapton Robin Mason Terry Brannan

Casey Jones & The Engineers
vocal lead guitar guitar bass drums
Sep63 Casey Jones
(Brian Casser)
Eric Clapton Tom McGuinness Dave McCumisky Ray Stock

Powerhouse
vocal harmonica lead guitar piano bass drums
Mär66 Steve Winwood Paul Jones Eric Clapton Ben Palmer Jack Bruce Pete York

The Cream


Baker hatte an der "Islington Underground Station" das Graffity "Clapton is God" gesehen. Er besuchte Eric Clapton bei einem Auftritt der "Bluesbreakers", und bot ihm danach an, zusammen eine neue Formation zu gründen. Clapton erklärte sich einverstanden unter der Bedingung, daß Jack Bruce den Bass spiele. Obwohl zerstritten, kontaktierte Baker seinen früheren Kollegen Bruce, der zusagte, in der neuen Band mitzuspielen.

Bruce, Baker und Clapton hatten in England bereits einen hervorragenden Ruf. Nach einem inoffiziellen Zusammenspiel, zu dem die Presse eingeladen war, wurde "Cream" sofort in den Himmel gehoben und als erste "Supergroup" tituliert. Ihren Debut-Auftritt hatte die Band am 31. Juli 1966 bei dem "6. Windsor Jazz & Blues Festival.

Von da an feierte die Gruppe Erfolge der Superlative. Mit einer Mischung von Blues, Psychadelic und Hard Rock und lang andauernden Improvisationen aller drei Interpreten in ihren Songs schufen "Cream" eine neue Musik-Richtung, die weltweit angenommen wurde. Ihr drittes Album "Wheel of Fire", eine Doppel-LP, wurde zum ersten Doppel-Album der Geschichte, das eine Platin-Platte einbrachte.

Nach der Fertigstellung dieser Doppel-LP entschlossen sich die drei Musiker, mit "Cream" Schluß zu machen. Die Möglichkeiten im Trio waren ausgeschöpft, eine weitere musikalische Entfaltung kaum mehr möglich.

Die Abschiedstour von "Cream" begann im Oktober 1968, sie bestand aus 22 Konzerten in USA und 2 Konzerten in London, in der Royal Albert Hall. Von diesen zwei Konzerten wurde ein Konzert-Video produziert. Aus den Live-Aufnahmen der Tour erschien die letzte offizielle LP der Band, "Good-Bye", die Anfang 1969 erschien, zu einem Zeitpunkt, als die Gruppe bereits nicht mehr existierte.

Im Nachhinein erschienen weitere Live-Aufzeichnungen von "Cream" auf Alben.


Cream hatte etwas weniger als zwei Jahre existiert. In dieser Zeit hatten sie 35 Millionen Schallplatten verkauft.

Ihre Musik war richtungsweisend für alle Hard-Rock-Bands und ein Vorbild für Generationen von Musikern, Cream hat die moderne Musik maßgebend verändert. Von den drei Künstlern verfolgte Eric Clapton die erfolgreichste Karriere.


1993, zur Feier der Ehrung von "Cream" in der "Rock & Roll Hall of Fame", traten "Cream" erstmals nach 25 Jahren mit drei Songs auf.

Im Mai 2005 gab es eine Reunion von "Cream", mit 4 Konzerten in der "Royal Albert Hall". Von den Auftritten wurde eine CD und eine DVD produziert. Auf Grund der Nachfrage folgten im Oktober 3 Shows im Madison Square Garden.

Im Februar 2006 erhielt "Cream" einen Grammy für ihr Lebenswerk.

Jack Bruce verstarb † 25.Oktober 2014 an einem Leberleiden.

Cream - Alben GB US Kanada Australia
1966 Fresh Cream 6 39
1967 Disraeli Gears 5 4 10 1
1968 Wheels of Fire 3 1 1 1
1969 Good-bye 1 2 5
Cream - Alben - nach deren Auflösung
1969 Best of Cream 6 3 3 16
1970 Live Cream 4 15 13 20
1972 Live Cream Vol. II 15 27 30
2005 Royal Albert Hall, 2005 61 59

Die Daten und Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, auch nicht auf absolute Richtigkeit.

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