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Jeff Beck - The Yardbirds


geboren am 24. Juni 1944 in Wallington, Surrey, England. Auf den Wunsch seiner Mutter sang Jeff im Kirchenchor und erhielt 2 Jahre lang Klavierunterricht. Ein Onkel zeigte ihm außerdem, wie man eine Violine, sowie einen Kontrabass spielt. Nach einem Konzert von Buddy Holly wollte der junge Jeff aber nur Gitarre spielen.

Ab 1961 spielte Jeff Beck in mehreren Bands, von denen eine, "The Nightshift", oft im Lokal "Eel Pie Island" auftrat. 1963 spielte er unter anderen auch bei "The Deltones", "The Rumbles" oder der "Johnny Howard Band".

Etwa zu dieser Zeit machte Jeff´s ältere Schwester ihn mit Jimmy Page, einem Gitarristen bekannt. Die beiden spielten oft zu Hause und nahmen sich mit einer Bandmaschine auf. Jimmy Page war bereits als Studio-Musiker tätig, wahrscheinlich verhalf er Jeff Beck auch zu manchen Platten-Sessions.

1964 trat entweder Jimmy oder Jeff auch mit der Band "Screaming Lord Sutch & The Savages" auf. In diesem Jahr spielte Jeff auch mit "The Cresents" im "100 Club" oder im "Eel Pie Island". Hier trat er auch mit "The Tridents" auf, einem Trio, das durch sein Mitspiel zum Quartett wurde.


Als Eric Clapton 1965 "The Yardbirds" verließ, um zu John Mayall zu wechseln, empfahl er Jimmy Page zu seinem Nachfolger. Jimmy lehnte aus Zeitgründen ab und empfahl seinen Freund Jeff Beck, der im März 1965 einstieg. Mit Jeff Beck feierten "The Yardbirds" ihre erfolgreichste Zeit. Etliche ihrer Singles landeten nun in den Charts.

Im Juni 1966 entschloß sich Jimmy Page bei der erfolgreichen Gruppe mitzumachen, man bot dem Gitarristen an, Paul Samwell-Smith als Bassist zu ersetzen, der nun wiederum das Management der Band übernahm. "The Yardbirds" erkannten Jimmy Page´s Fähigkeiten und wechselten Page zur Gitarre, Dreja zum Bass.

Jeff Beck, der einige Male wegen Krankheit von der Bühne fernblieb, wurde mühelos von Jimmy Page ersetzt. Dies bewog die Sprachführer der "Yardbirds", Jeff Beck im November 1966 aus der Band zu entlassen. Etwas, was Jeff ihnen nie verzieh.


The Tridents
lead guitar rhythm guit., voc. bass, voc. drums
1964 Jeff Beck John Lucas Paul Lucas Ray Cook

The Yardbirds
vocals lead guitar rhythm guitar bass drums
Jun65 Keith Relf Jeff Beck Chris Dreja Paul Samwell-Smith Jim McCarthy
Jun66 Keith Relf Jeff Beck Chris Dreja Jimmy Page Jim McCarthy
Sep66 Keith Relf Jeff Beck Jimmy Page Chris Dreja Jim McCarthy

The Jeff Beck Group (1967-69)


Jeff Beck hatte schon während seiner Zeit bei den Yardbirds, seit Mai 1966, unter Produzent Mickie Most einige Studio-Sessions, an denen unter anderem auch Jimmy Page, John Paul Jones, Keith Moon, Nicky Hopkins beteiligt war. Aus diesen Aufnahmen entstand Jeff Beck´s Erfolgs-Single "Hi Ho Silver Lining/Beck´s Bolero". Sie erschien im März 1967, zu einer Zeit, als die neue "Jeff Beck Group" ihr Debut schon hinter sich hatte.


Jeff Beck hatte nach den Yardbirds unvermittelt damit begonnen, gute Musiker für ein eigenes Band-Projekt zu suchen. Rod Stewart (vorher bei Long John Baldry) und Ron Wood (später Stones) waren seit Jahren Freunde, als sie von Jeff engagiert wurden. Die "Jeff Beck Group" gab am 3. März 1967 ihr Debut im Finsbury Park, London.

Drummer Rod Coombes konnte sich nicht lange behaupten, für ihn kam Aynsley Dunbar (vorher John Mayall) in die Band. Aynsley´s Spiel war Jeff Beck zu blueslastig, im August mußte er gehen, um Micky Waller Platz zu machen. So gab es im Anfangsjahr 1967 mehr Personalwechsel an Bass und Drums, als unten aufgeführt sind.

Das Jahr 1967 verbrachte die Band mit touring durch Großbritannien und Abstechern auf das europäische Festland. Es erschienen mehrere Singles, mit mittleren Erfolgen.


1968 wurde die Gruppe von Manager Peter Grant zu einer kurzen US-Tournee verpfichtet, die zu einer triumphalen Erfolgstour wurde. Jeff Beck bekam einen Vertrag von Epic-Records für den amerikanischen Markt.

Im Mai wurde das Album "Truth" in London aufgenommen, es verkaufte sich vor allem in USA sehr gut und erreichte in den dortigen Charts Platz #15. Mit der LP folgte eine unmittelbare weitere US-Tour. Im Dezember folgte die dritte Tour nach USA, diesmal mit Nicky Hopkins am Piano, der leider manchmal wegen Krankheit ausfiel.


Im Februar 1969 wurde Meister-Drummer Waller gegen Power-Drummer Tony Newman ausgetauscht. Im gleichen Monat flog Ron Wood, der den Bass spielte in hohem Bogen aus der Band, für ihn spielte Douglas Blake ein Konzert, tags darauf wurde Bassist Ron Wood wieder eingestellt. Im Frühjahr wurde die zweite LP der Band, "Beck-Ola", aufgenommen, sowie einige Songs für Donovan´s LP "Barabajagal".

Im Mai ging die Gruppe zum vierten Mal auf Tournee in USA, die Medien berichteten daß sich die Stimmung innerhalb der Band verschlechtert hatte. Inzwischen erschien Rod Stewarts erstes Solo-Album, es wurde erfolgreich. Im Juli machte sich sich die "Jeff Beck Group" zu ihrer fünften US-Tournee auf, einer kurzen Tour.

Die Tournee endete am 26.July 1969 im Grande Ballroom in Detroit, die "Jeff Beck Grouß löste sich zu diesem Termin auf. Jeff Beck sagte seine Teilnahme am legendären Woodstock-Festival im buchstäblich letzten Moment ab. Das Album "Beck-Ola" erschien nach der Auflösung der "Jeff Beck Group", es erreichte Platz #15 der US-Charts, ebenso wie sein Vorgänger.


Für Rod Stewart und Ron Wood war die "Jeff Beck Group" das Sprungbrett in die Erfolgskarriere, beide fanden sofort Aufnahme bei den "Faces". Ein Glücksfall, auch für die Faces, der ihnen für einige Jahre ihre höchsten Erfolge einbrachte.

Nicky Hopkins trat mit "Jefferson Airplane" am Woodstock Festival auf, er wurde 1972 Pianist bei den Stones.


Jeff Beck plante seit einiger Zeit eine neue Formation mit Tim Bogart und Carmine Appice von "Vanilla Fudge", an der er auch Rod Stewart dabeihaben wollte. Die neue Formation sollte "Cactus" heißen.

Bogart und Appice hatten für dieses Projekt ihre erfolgreiche "Vanilla Fudge" bereits aufgelöst, als Jeff Beck auf Grund eines schweren Autounfalls am 5. November 1969 für längere Zeit nicht mehr auf die Bühne konnte. Bogart und Appice gründeten daher die Gruppe "Cactus", ein Quartett, das in den USA sehr erfolgreich wurde.


Die Jeff Beck Group wurde auf Grund Ihres hohen Erfolges, aber auch auch wegen der zwei hervorragenden Alben, die neue Richtungen aufzeigten, von den Medien als Supergroup stilisiert. Hört man sich die Alben an, kann man erkennen, daß Jeff Beck den Kollegen von Led Zeppelin die Musikrichtung vorgab. "Led Zeppelin" entstand erst nach diesen beiden Alben.

Die Musik der "Jeff Beck Group", bzw. Jeff Beck´s beeinflußte die Entwicklung der modernen Musik immens. Die zwei Alben werden als erste richtungsweisende Heavy Metal Platten bezeichnet.

"We lost one of the greatest bands in Rock history...." - Nicky Hopkins



Die nächste Formation der "Jeff Beck Group"
siehe weiter unten


The Jeff Beck Group
vocals lead guitar guitar bass drums
Jan67 Rod Stewart Jeff Beck Ron Wood Kim Gardner Viv Prince
Feb67 Rod Stewart Jeff Beck Ron Wood Jet Harris Viv Prince
Mar67 Rod Stewart Jeff Beck Ron Wood Ray Cook
Mar67 Rod Stewart Jeff Beck Ron Wood Rod Coombes
Mar67 Rod Stewart Jeff Beck Ron Wood Aynsley Dunbar
Nov67 Rod Stewart Jeff Beck Ron Wood Micky Waller
Apr68 Rod Stewart Jeff Beck John Woods Micky Waller
Jun68 Rod Stewart Jeff Beck piano Ron Wood Micky Waller
Sep68 Rod Stewart Jeff Beck Nicky Hopkins Ron Wood Micky Waller
Feb69 Rod Stewart Jeff Beck Nicky Hopkins Ron Wood Tony Newman

The Jeff Beck Group (1971-72)


Nach seiner Wiederherstellung (Frühjahr 1970) übernahm Jeff Beck einige Aufträge als Studio-Musiker. Er nahm auch einige Motown-Titel für eine geplante LP auf, daran beteiligt waren James Jameson (Motown-Bassist) und Cozy Powell (drums).

Im April 71 formierte Jeff seine Group neu. Mit erstklassiger Besetzung begannen die Aufnahmen zu einer LP. Im Mai zeichnete Jeff einen neuen Record-Deal bei CBS. Die Plattenfirma beanstandete Sänger Alex, also wurde im Juni 71 mit Bobby Tench ein neuer Sänger eingestellt.

Die dritte LP der "Jeff Beck Group", "Rough and Ready", ein Mix von Jazz, Soul, R&B erschien im Oktober, begleitet von einer Europa-Tournee der Band. Während der Tour erkrankte Cozy Powell, Drummer Mitch Mitchell ersetzte ihn für einige Tage.

In USA erschien das Album im Februar 1972, rechtzeitig zu einer US-Tournee, es erreichte Platz #46 der US Album Charts.

Im Januar 1972 reiste die Band nach Memphis Tennessee, um in den TMI Studios unter Produzent Steve Cropper das vierte Album, "Jeff Beck Group", aufzunehmen. Es erschien im Juni und erreichte in USA Platz #16 der Charts. Es folgte eine Promotion-Tour. Am 24. July wurde die "Jeff Beck Group" offiziell als aufgelöst erklärt.

The Jeff Beck Group (1972)


Jeff Beck hatte seit 1967 den Wunsch, mit Bogart und Appice zusammen zu arbeiten. Mit der Auflösung der ersten "Jeff Beck Group" und von "Vanilla Fudge" waren die Vorkehrungen dafür getroffen. Die Presse hatte die Neuigkeiten bereits veröffentlicht, als Jeff Beck im Nov. 1969 einen Autounfall hatte.


Bogart und Appice hatten mit ihrer neuen Gruppe "Cactus" laufende Verträge zu erfüllen. Als diese ausliefen, löste Jeff seine zweite "Jeff Beck Group" auf. Einen Tag nach dem Ende seiner Group trafen sich die drei Musiker, sowie Max Middleton und Sänger Kim Milfort, um eine neue Supergroup aus der Taufe zu heben.


Die Proben begannen unverzüglich. Eine US-Tour als "Jeff Beck Group" startete am 1. August 1972. Nach nur sechs Auftritten wurde Bobby Tench aus London eingeflogen um die Vocals zu übernehmen. Nach dem Ende dieser Tournee verließen Bobby Tench und Max Middleton die Formation.

Beck, Bogart & Appice (1972-74)


Mit den verbliebenen drei Musikern entstand das Power-Trio BBA, das zuerst eine Europa-, anschließend eine USA-Tournee durchzog. Im Dezember 1972 folgten die Aufnahmen zu ihrem Debut-Album, in den Chicagoer Chess-Studios. Das Album "Beck, Bogart & Appice" erschien im März USA, es erreichte Platz #12 der Charts, in UK erschien es im April, es kam dort bis Platz #28.

Im Februar auf England-Tour, anschließend zwei Monate US-Tour, im Mai auf Japan-Tournee. Im Juli eine weitere Tour durch Europa, anschließen USA. Im Oktober 73 erschien die LP "Live in Japan", allerdings nur in Japan. Im November startete die zweite Europa-Tournee der Band, die sich in England fortsetzte und Ende Februar endete.

Die Aufnahmen zu einer zweiten Studio-LP begannen, das Album konnte aber nicht fertiggestellt werden, die Trennung des Power Trios "Beck, Bogart & Appice" wurde Ende Mai 1974 bekanntgegeben.

Den erwarteten Triumph als "Supergroup" konnte das Trio nicht erfüllen, die Zeit der großen "Supergroups" und "Power-Trios" war seit einiger Zeit vorbei.


Jeff Beck´s weitere Karriere verlief mit vielen Platten-Aufnahmen und Auftritten. Seine Songs sind großteils Instrumental-Stücke die ihm aber immer guten Erfolg und sehr gute Kritiken einbrachten. Mit Sängern arbeitet Jeff nicht gerne zusammen.

Jeff Beck erreichte nie den Stellenwert seiner Kollegen Jimmy Page oder Eric Clapton, aber er ist mit Sicherheit der innovativste, vielseitigste und eventuell sogar der beste englische Gitarrist der modernen Musik.


Jeff Beck erhielt für seine LP "Flash" 1985 seinen ersten Grammy, für seine LP "Jeff Beck´s Guitar Shop" 1989 seinen zweiten, das Album "You had it coming" brachte ihm 2001 seinen dritten Grammy ein, den vierten erhielt er für das Album "Jeff" 2003. Einen fünften Grammy bekam Jeff Beck für "Performing this Week...Live at Ronnie Scott´s" (davon gibt es auch eine DVD). 2011 bekam Jeff Beck zwei weitere Grammys für "Emotion & Commotion".

Am 4. April 2009 wurde Jeff Beck in der "Rock and Roll Hall of Fame" als Solo-Artist verewigt, die Ehrung überreichte Jimmy Page. Als ehemaliges Mitglied der "Yardbirds" war Jeff bereits seit 1992 in die "Roll Hall of Fame" aufgenommen.


The Jeff Beck Group II
vocals lead guitar keyboard bass drums
Apr71 Alex Ligertwood Jeff Beck Max Middleton Clive Chaman Cozy Powell
Jun71 Bobby Tench Jeff Beck Max Middleton Clive Chaman Cozy Powell

The Jeff Beck Group
1.Aug.72 Kim Milford Jeff Beck Max Middleton Tim Bogert Carmine Appice
19.Aug72 Bobby Tench Jeff Beck Max Middleton Tim Bogert Carmine Appice
Beck, Bogart & Appice (BBA)
lead guitar bass drums, voc
1972-74 Jeff Beck Tim Bogert Carmine Appice
Jeff Beck´s Erfolgs-Alben US UK Zertif.
1968 Truth 15 Gold
1969 Beck-Ola 15 39 Gold
1971 Rough and Ready 46
1972 Jeff Beck Group 19 Gold
1973 Beck, Bogart & Appice 12 28 Gold
1975 Blow by Blow 4 Platin
1976 Wired 16 38 Platin
1977 Jeff Beck with the Jan Hammer Group live 23 Gold
1980 There and Back 21 38
1985 Flash 42 83 Grammy
1989 Jeff Beck´s Guitar Shop 49 Grammy
1993 Crazy Legs 171
1999 Who else! 99 74
2001 You had it coming 110 Grammy
2003 Jeff Grammy
2008 Live at Ronnie Scott´s 143 Platin, Grammy
2010 Emotion and Commotion 11 21 2x Grammy
2011 Rock & Roll Party: Honoring Les Paul 106

Die Daten und Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, auch nicht auf absolute Richtigkeit.

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