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John Mayall


John Mayall, geb. 29.Nov.1933, Nähe Manchester, England.
Sein Vater war Gitarrist und Amateur-Jazz-Musiker. John kam schon früh durch Vaters Plattensammlung mit Blues in Berührung, dadurch beeinflußt erlernte er in jungen Jahren Gitarre, Banjo, Ukelele, Klavier, Mundharmonika.

Seit ca. 1950 spielte John in einigen Kleinformationen in Manchester. Nach seiner Militärpräsenz in Korea gründete er 1956 mit seinem Studienkollegen Peter Ward die Band Powerhouse Four, die in wechselnder Besetzung in Tanzlokalen auftrat.

1962 stieg John bei der Formation Blues Sydicate ein, die von Alexis Korner inspieriert, Jazz und Blues spielte. Hier saß am Schlagzeug Hughie Flint, von dem man später auch noch hören sollte.


Nach einem Auftritt Alexis Korner´s in Manchester hatte dieser Gelegenheit, John Mayall auf der Bühne zu erleben. Bei einem Treffen der beiden bot Alexis John Mayall an, ihm bei einem Umzug nach London behilflich zu sein. Alexis würde ihm dort genügend Auftritte verschaffen, um Musik beruflich auszuüben und davon leben zu können.

In London wohnte John eine zeitlang bei Alexis, dieser machte ihn mit Musikern bekannt und schon bald gründete John seine "John Mayall´s Bluesbreakers".


POWERHOUSE FOUR
vocal, guitar, piano, harp lead guitar bass drums
1956 John Mayall Ray Cummings (u. andere) Ricky Blears (u. andere) Peter Ward

BLUES SYNDICATE
trumpet alto sax vocal, guitar lead guitar, voc. el.piano drums
1962 John Rowlands Jack Massarik John Mayall Ray Cummings Hughie Flint
1962 John Rowlands Geoff Logue (tenor) Pete Crooks Ray Cummings Roy Hilton Sammy Nelson

John Mayall´s Bluesbreakers


Zu unrecht wird John Mayall gemeinsam mit Alexis Korner "Vater des englischen Blues" genannt - Alexis hatte bereits jahrelang mit Blues gearbeitet und ihn in London salonfähig gemacht, bevor John überhaupt in Erscheinung trat. Trotzdem hat John Mayall sicher einen sehr großen Beitrag zur Entwicklung des englischen Blues beigetragen.

Immerhin war er einer der ersten, die mit dem traditionellen Blues experimentierte und ihn modernisierte. Seine Band beherbergte im Laufe der Zeit viele bislang unbekannte Musiker, die durch seinen Einfluß zu Anerkennung und Ruhm gelangten. Und- John Mayall blieb seiner Blues-Richtung treu- bis heute.


John Mayall´s Bluesbreakers traten bereits, durch Alexis Korner´s Empfehlung, 1963 öffentlich auf. Im November und Dezember mit mehreren Terminen im Marquee Club, London, hier ebenso im Februar-März-April des folgenden Jahres.

Die Besetzung der Bluesbreakers wechselte häufig, überhaupt spielte John in seiner gesamten Laufbahn immer wieder mit anderen Musikern. Ursprünglich wollte John den Bassisten Cliff Barton (von Cyril Davies All Stars) anheuern, aber dieser lehnte an.

Cliff Barton empfahl allerdings den 17-jährigen John McVie, der dann lange Zeit bei den Bluesbreakers blieb, bevor er mit Fleetwood Mac eine Weltkarriere durchlief. Allerdings bekam John Mayall die Zusage von Bernie Watson, der bislang bei Cyril Davies gespielt hatte. Peter Ward und Hughie Flint kannte Mayall aus seinen früheren Musiker-Jahren.


Im Frühjahr 1964 hatten die Bluesbreakers erste Plattenaufnahmen unter Produzent Ian Samwell. Im selben Jahr begleitete die Band John Lee Hooker bei seiner British Tour 1964. John Mayall erhielt von Decca einen Plattenvertrag, worauf im Dezember Live-Aufnahmen im Klooks Kleek erfolgten. Zu diesen Aufnahmen wurde Saxophonist Nigel Stanger als Gastmusiker engagiert. Eine daraufhin erschienene Single brachte wenig Erfolg, worauf der Platten-Vertrag von Decca wieder gekündigt wurde.


Es ergab sich, daß Eric Clapton, der in London schon einen hervorragenden Ruf genoß, bei "The Yardbirds" ausstieg, um zu "John Mayall´s Bluesbreakers" zu wechseln. Mit Clapton wurden die Bluesbreakers zum gefragten Show-act.

Nach vier Monaten Mitspiel verschwand Clapton unangekündigt nach Griechenland, wo er mit einigen Freunden musizierte. Das Unternehmen endete schließlich im Fiasko. Mayall mußte in dieser Zeit kurzfristig Ersatz aufnehmen (John Weider, Slaughter, John McLaughlin, Geoff Krivit (von Dr. K's Blues Band)), war aber mit keinem zufrieden, bis der junge Peter Green auftauchte. Als nun Eric Clapton plötzlich ohne Geld wieder aus dem Urlaub auftauchte und seinen Platz beanspruchte, mußte der 19-jährige Peter Green nach Hause gehen.

Zu gleicher Zeit wurde John McVie wegen Alkoholproblemen gefeuert, hinzu kam dafür Jack Bruce (von Graham Bond´s Organization). Bruce nahm aber nach 6 Wochen den lukrativeren Job bei Manfred Mann an, dafür durfte John McVie wieder zurückkommen.

Im Übrigen traten die Bluesbreakers in diesem Jahr für einen Tag mit Gastmusiker Bob Dylan auf, einmal mit Gitarrist Mick Taylor, ein anderes Mal mit Ginger Baker. Zu manchen Anlässen engagierte Mayall auch Bläser (sax, trumpet).

März 1966 erfolgten bei Decca Plattenaufnahmen, die zur Veröffentlichung der LP "Bluesbreakers with Eric Clapton" führten, die sich sehr erfolgreich verkaufte (Platz 6 der British Album Charts). Auf diesem Album wirken mit: John Almond (sax), Alan Skidmore (sax), Dennis Healey (trump).

Eric Clapton spielte seinen letzten Auftritt bei John Mayall am 25.Juni 1966, sein Zusammentreffen bei den "Bluesbreakers" mit Jack Bruce und Ginger Baker hatte zur Gründung von "Cream" geführt. Sie traten zu ihrem erfolgreichen Debut Ende Juli 1966 auf.


John Mayall rief nach Peter Green und Peter kam. Im September 1966 wurde Drummer Flint ausgetauscht, Ansley Dunbar hieß der Neue. Bei erneuten Plattenaufnahmen zur LP "Hard Road" wirkten Henry Lowther (trumpet), John Almond (sax), Nick Newell (sax), Stevie Winwood (organ) mit. Bei Aufnahmen zu einer EP spielte Paul Butterfield mit. Bei Auftritten im Oktober/November war entsprechend mit John Almond, Alan Skidmore, Ray Warleigh (3x sax) auch ein Bläsersatz dabei.

Dunbar´s Drumwork war zu komplex für Mayall, er mußte deshalb im April 1967 gehen (zu Jeff Beck), für einige Tage half Mickey Waller (Brian Auger Band) aus, bis Peter Greens früherer Bandkollege Mick Fleetwood einstieg. Nach sechs Wochen aber (Juni 67) wurde auch er (hoher Alkoholkonsum) ersetzt, es kam Keef Hartley. (Keef war 1962 zu Rory Storm and the Hurricanes gegangen, um Ringo Star zu ersetzen, der bei den Beatles begonnen hatte). Keef war bereits 1966 zu Plattenaufnahmen der Bluesbreakers mit Champion Jack Dupree dabei gewesen.

John McVie bekam wieder Alkoholprobleme und mußte gehen, Steve Usher nahm den Bass (Blue Monks), aber auch er durfte nicht lange bleiben, McVie wurde wieder eingestellt. Zu dieser Zeit prodzierte John Mayall eine neue LP, "The Blues Alone".


Die ganzen Jahre über war die Band nicht nur auf Tour, es erfolgten Auftritte in Radio und Fensehen (z.B. Ready Steady Go), bei Festivals, Plattenaufnahmen, Begleitungen und Tourneen für andere Stars (z.B. John Lee Hooker), und die Band war sehr erfolgreich. Man spielte Konzerte zusammen mit The Who, Spencer Davies Group, Jimi Hendrix und vielen anderen.


Peter Green hatte mit Mick Fleetwood schon früher gespielt, sie wollten mit Bassist John McVie eine neue Band gründen. McVie wollte den sicheren Platz bei Mayall aber nicht für eine Neugründung riskieren. Also ging erstmal Peter Green, um mit Fleetwood weiter zu arbeiten.

Mayall ersetzte ihn durch Terry Edmonds, der wenige Tage später für Mick Taylor weichen mußte. Taylor war vorher bei "The Gods" (mit Ken Hensley (später Uriah Heep)). Den Wechsel nahm Mayall zum Anlass, die Band durch Bläser zu verstärken. Als Ersten stellte er Chris Mercer (sax) ein, es folgte wenig später Rip Kant (sax).

Bis September 1967 hatte es sich gezeigt, daß Peter Green und Mick Fleetwood mit ihrem Projekt erfolgreich waren, John McVie beendete seine Präsenz bei Mayall und trat der neuen Band "Peter Green´s Fleetwood Mac" bei, deren Name aus Teilen aller drei Protagonisten bestand.

John Mayall konnte für zwei Monate Paul Williams (von Zoot Money´s Big Roll Band) als Bassisten gewinnen, der für vier Monate von Keith Tillman ersetzt wurden, ihm folgte für die folgenden zwei Monate Andy Fraser.

Zu dieser Zeit wurde Henry Lowther (trumpet) als dritter Bläser eingestellt, er blieb nur kurze Zeit. Es erschienen zwei LP´s Diary of a Band, Part I & II. Saxophonist Kant verließ die Band, für ihn erschien Dick Heckstall-Smith (von Graham Bond).


Mittlerweile hatten John Mayall´s Bluesbreakers 2 USA Tourneen hinter sich, die dritte stand kurz bevor. 1968 hatte John Mayall seinen klassischen Blues zu experimentellen Formen verändert. Die LP Bare Wires erschien Mitte 1968.

Keef Hartley stieg aus, um seine Keef Hartley Band (mit Gitarrist Miller Anderson-auch eine Legende) zu gründen. Auch Andy Fraser stieg aus und gründete mit Paul Rodgers und der Unterstützung von Alexis Korner "Free". Ihre Plätze wurden ersetzt durch Jon Hiseman (v. Graham Bond) und Tony Reeves (vom New Jazz Orchestra).


Im Juli 1968 verließen Tony Reeves, Dick Heckstall-Smith und John Hiseman die Bluesbreakers, um ihre eigene Band, "Colosseum" zu gründen. Colin Allen (drums) und Steve Thompson (bass) waren die neuen Bluesbreakers. Im August schieden dann auch die zwei Bläser wieder aus.

Es folgte von September bis November die dritte US-Tournee der Band als Quartett. Nach der US-Tour kündigte Mayall der ganzen Band (außer Mick Taylor) und blieb in Kalifornien.

Mit Mick Taylor, Steve Thompson (bass) und Colin Allen (drums) ging es weiter, bis sich die Stones 1969 Mick Taylor holten. Colin Allen ging zu Stone the Crows.

John Mayall spielt heute noch, fallweise sogar mit Musikern aus früheren Zeiten. 2003 gab er ein Konzert in Liverpool zu seinem 70. Jubiläum, dabei waren Eric Clapton, Mick Taylor and Chris Barber. 2005 erschien sein 55stes Album.


"John Mayall führte eine unglaublich gute Schule für Musiker" - ERIC CLAPTON


JOHN MAYALL´S BLUESBREAKERS
vocal, guitar, piano, harp lead guitar bass drums
Jan 63 John Mayall Sammy Posser
Davy Graham
Ricky Brown, Pete Burford
John McVie
Sam Stone
Brian Myall
Apr 63 John Mayall Sammy Posser, John Gilbey John McVie Keith Robertson
Jul 63 John Mayall Bernie Watson John McVie Peter Ward, Martin Hart
Apr 64 John Mayall Roger Dean John McVie Hughie Flint
Apr 65 John Mayall Eric Clapton John McVie Hughie Flint
Aug 65 John Mayall John Weider, John Slaughter
John McLaughlin, u.a.
John McVie Hughie Flint
Okt 65 John Mayall Geoff Krivitt Jack Bruce Hughie Flint
Nov 65 John Mayall Peter Green Jack Bruce Hughie Flint
Nov 65 John Mayall Eric Clapton Jack Bruce Hughie Flint
Dez 65 John Mayall Eric Clapton John Bradley Hughie Flint
Dez 65 John Mayall Eric Clapton John McVie Hughie Flint
Jul 66 John Mayall Peter Green John McVie Hughie Flint
Sep 66 John Mayall Peter Green John McVie Ansley Dunbar
Apr 67 John Mayall Peter Green John McVie Mickey Waller
Mai 67 John Mayall Peter Green John McVie Mick Fleetwood

voc, guit, piano, harp

lead guitar

bass

drums

sax

sax

trumpet
Jun 67 John Mayall Terry Edmonds John McVie Keef Hartley Chris Mercer
Jun 67 John Mayall Mick Taylor John McVie Keef Hartley Chris Mercer Rip Kant
Sep 67 John Mayall Mick Taylor Paul Williams Keef Hartley Chris Mercer D.Heckstall-Sm. Henry Lowther
Nov 67 John Mayall Mick Taylor Keith Tillman Keef Hartley Chris Mercer D.Heckstall-Sm.
Mar 68 John Mayall Mick Taylor Andy Fraser Keef Hartley Chris Mercer D.Heckstall-Sm.
Apr 68 John Mayall Mick Taylor Tony Reeves John Hiseman Chris Mercer D.Heckstall-Sm. Henry Lowther
Jul 68 John Mayall Mick Taylor Steve Thompson Colin Allen Chris Mercer Henry Lowther
Aug 68 John Mayall Mick Taylor Steve Thompson Colin Allen
Jan 69 John Mayall Mick Taylor Keith Tillman Colin Allen
Feb 69 John Mayall Mick Taylor Steve Thompson Colin Allen
Mai 69 John Mayall Mick Taylor Keith Tillman Colin Allen organ sax guitar
Jun 69 John Mayall Duster Bennett Steve Thompson
Alex Dmochowsky
Johnny Almond Jon Mark
Jul 69 John Mayall Steve Thompson Johnny Almond Jon Mark
John Mayall Larry Taylor Steve Thompson Johnny Almond Jon Mark
Jun 70 John Mayall Peter Green Rick Greech AnsleyDunbar Rod Mayall violin
Jul 70 John Mayall Harvey Mandell Larry Taylor Don "Sugarcane" Harris

JOHN MAYALL´S BLUESBREAKERS - Reunion Tour Januar 1982 - April 1984

voc,guit,organ,harp lead guitar bass drums
Jan 82 John Mayall Mick Taylor John McVie Colin Allen
Jun 82 John Mayall Mick Taylor Kevin McCormick Colin Allen
Mai 83 John Mayall Mick Taylor Steve Thompson Colin Allen
Jan 84 John Mayall Mick Taylor Tim Drummond Mike Gardner

Die Daten und Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, auch nicht auf absolute Richtigkeit. Die Hitliste zeigt die höchste Plazierung in den Charts, oftmals auch den Zeitraum der Plazierung in den Top 10.

John Mayall´s  LP´s Label
1965 John Mayall Plays John Mayall (Live At Klooks Kleek) Decca
1966 Blues Breakers with Eric Clapton (Alan Skidmore) Decca
1967 A Hard Road (mit Peter Green) Decca
1967 The Blues Alone Ace of Clubs
1967 Crusade (mit Mick Taylor) Decca
1968 The Diary of a Band Vol. 1 & 2 Decca
1968 Bare Wires Decca
1968 Blues from Laurel Canyon (mit Mick Taylor) Decca
1969 Looking Back Decca
1969 The Turning Point Polydor
1969 Primal Solos Decca
1969 Thru The Years London
1970 Empty Rooms Polydor
1970
USA Union Polydor
1971 Memories Polydor
1971 Back to the Roots (Doppelalbum) Polydor
1972 Jazz Blues Fusion Polydor
1972 Moving On Polydor
1973 Ten Years Are Gone Polydor
1975 Latest Edition Polydor
1975 New Year,New Band,New Company ABC-One Way
1976 Banquet in Blues (mit Rick Vito) ABC-One Way
1977 Notice to Appear ABC-One Way
1977 A Hard Core Package ABC-One Way
1977 Lots of People ABC-One Way
1978 Last of the British Blues ABC-One Way
1979 Bottom Line DJM
1980 No More Interviews DJM
1982 Road Show Blues DJM
1982 Return of the Bluesbreakers Aim Australia
1982 The Bluesbreakers – Reunion Concert 82 One Way
1985 Behind the Iron Curtain (live in Hungaria) GNP Crescendo
1988 Archives to Eighties Polydor
1988 Chicago Line Entente - Island
1988 The Power of the Blues Entente
1990 A Sense of Place Island
1992 Cross Country Blues One Way
1993 Wake up Call Silvertone
1995 Spinning Coin Silvertone
1995 Uncle John's Nickel (limited edition)
1997 Blues for the Lost Days Silvertone
1999 Padlock on the Blues Eagle
1999 Rock the Blues Tonight Indigo
1999 Live at the Marquee 1969 Eagle
2000 Time Capsule Private Stash
2001 UK Tour 2K Private Stash
2001 Boogie Woogie Man Private Stash
2001 Along For The Ride Eagle/Red Ink
2002 Stories Eagle/Red Ink
2003 No Days Off Private Stash
2003 Rolling With The Blues Shakedown UK
2003 70th Birthday Concert Eagle
2004 Cookin' Down Under Private Stash
2005 Road Dogs Eagle
2007 In the Palace of the King Eagle
2009 Tough Eagle

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