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Die Zeit des Soul


Auch die Soul Music entwickelte sich aus dem schwarzen Blues. Als Soul-Music 1965 in Deutschland populär wurde, war sie keineswegs eine neue Richtung. Obwohl Insider die Beginne des Soul mit 1940 (Duke Ellington, Count Basie, The Clovers, The Dominoes) und davor datieren, beginnt unsere Rechnung da, wo Soul mit modernem, rhythmischem Background erfolgte.

Das Kapitel "Soul" gesamt aufzuführen, wäre ein Unding, zu umfangreich ist es. Allerdings sind die meisten der erfolgreichen Soul-Stars in Europa ohnehin nahezu unbekannt geblieben. Daher gilt dieses Kapitel auch nur wenigen "großen" Namen der Anfangszeit, die in dieser Musikrichtung viel bewegten und richtungsweisend waren.

James Brown


JamesBrown James Brown kreierte den modernen Soul bereits 1956 mit seiner Hit-Single "Please, please, please", die zum Millionenseller wurde. In den USA sehr erfolgreich, landeten James Brown´s Hits in den folgenden Jahren am laufenden Band in den US Charts. Darunter waren Titel wie "Think", "Papa's Got a Brand New Bag", "I Got You (I Feel Good)", "It's a Man's Man's Man's World", "Cold Sweat", "Say It Loud, I'm Black and I'm Proud".

Im deutschsprachigen Raum blieb James Brown in den 60ern unbekannt. Einen seiner Hits im deutschen Rundfunk zu hören, war nicht möglich. Unfaßbar, bedenkt man, daß James Brown den Soul, wie wir ihn kennen, eigentlich geschaffen hat.

Erst mit "Sex Machine" erreichte James Brown ca. 1970 in Europa einen gewissen Bekanntheitsgrad. "Sex Machine" zeichnet übrigens auch als erster Funk-Titel.

"Godfather of Soul" nannte man ihn, aber sein Schaffen reicht viel weiter. Man kann ihn auch den Vater des Funk, des Rap und des Hip-Hop nennen. Seine Jingles wurden von vielen Künstlern des Rap und des Hip-Hop bis heute verwendet.


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The Supremes


Supremes Während in USA bereits 1960 viele Soulgruppen existierten und immer wieder in den Charts auftauchten, hörte man hierzulande absolut nichts von dieser Musik-Richtung.

Die international erfolgreichste frühe Soul - Gruppe, waren zweifellos "The Supremes". Diana Ross , Florence Ballard, Mary Wilson, ein Gesangstrio, erreichten erstmals 1964 den Spitzenplatz der US-Charts (Where did our love go), insgesamt gelang ihnen dies bis 1969 zwölf mal.

Der Wechsel 1967 von Florence Ballard zu Cindy Birdsong schmälerte den Erfolg nicht. Erst als Diana Ross 1970 aus dem Trio ausstieg, war die beste Zeit der "Supremes" vorüber. Diane Ross allerdings avancierte in den nächsten Jahren zum Superstar.

Ihr Platz wurde durch Jean Terrell ersetzt, die Formation konnte danach nur noch kleinere Erfolge erzielen.


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The Four Tops


FourTops The Four Tops, ein Gesangsquartett, waren neben den Supremes eine der erfolgreichsten Gruppen, die bei Motown unter Vertrag standen. Das Hitschreiber- und Produzenten- Team, Holland-Dozier-Holland, arbeiteten hauptsächlich für die Four Tops, obwohl sie auch viele andere Stars (z.B. The Supremes) betreuten.

Die erste Nummer 1 in USA erreichten sie 1964 mit "Baby I Need Your Loving", es folgte ein Jahr später der internationale Hit "I Can't Help Myself", fortan gelang ihnen eine wahre Serie von Hit-Singles. "It's the Same Old Song", "Reach Out I'll Be There" (ihr erfolgreichster Hit), "Bernadette", "7-Rooms of Gloom", "If I Were A Carpenter", "Walk Away Renée", und weitere.

Die Originalmitglieder Lawrence Payton († 1997), Levi Stubbs († 2002), Renaldo "Obie" Benson († 2005), verstarben vor wenigen Jahren

Das Quartett existiert noch und besteht heute aus Abdul "Duke" Fakir (Original), Theo Peoples (früher Temptations), Ronnie McNair, Roquel Payton (Payton´s Sohn).


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The Temptations


Temptations The Temptations entstanden 1961 aus zwei bis dahin existierenden Gruppen - "The Primes" and "The Distants".

Otis Williams, Paul Williams, Melvin Franklin, Eddie Kendricks, und Elbridge "Al" Bryant, waren die erste Besetzung. 1963 wurde Bryant durch David Ruffin ersetzt.

"The Way You Do the Things You Do" (geschrieben und produziert von Smokey Robinson) brachte ihnen 1964 einen Top 20 Hit. Wenige Monate später erreichten sie mit "My Girl" die Nummer 1. Bis 1968 konnten die "Temptations" diese Erfolge nicht wiederholen. Trotzdem wurden sie in dieser Zeit international bekannte Stars.

Mit Dennis Edwards als Hauptsänger, und der Orientierung zum "Psychedelic Soul", gelang den Temptations eine Hit-Strähne ohnegleichen. Mit dem Rauswurf Paul Williams, 1971, begann ein fortwährender personeller Wechsel bei den Temptations.

Die Group existiert bis heute, geführt durch den einzig überlebenden Original-Sänger Otis Williams. Sie sind immer noch erfolgreich auf Bühnen unterwegs.


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DennisEdwards Seit der Gründung der Temptations gab es 22 Mitglieder, einige davon treten weiterhin (als Temptations) auf:

Dennis Edwards & the Temptations Review. Dennis war Sänger der meisten Top-Hits.

Ali-Ollie Woodson & the Emperors of Soul.
Emperors of Soul war das Temptations-Album-Box Set von 1994.

Richard Street and Damon Harris treten ab und zu gemeinsam auf und -
The Temptations Tribute, ist Damon Harris´s (Temptations-) Band.

The Temptations Experience. Die Band von Glenn Leonard (Joe Herndon wechselte von hier 2003 zu den Original Temps).

Die Rechte an dem Namen "The Temptations" und somit der Originalband trägt Gründungsmitglied Otis Williams.

That´s Soul


Die "That´s Soul"- Alben bieten einen Querschnitt der bekanntesten Memphis Soul-Hits (1965-68).

Von den Sängern und Interpreten dieser Alben hörte man in Deutschland erstaunlicherweise auch kaum andere Hits, als die aus diesen Alben. Man möchte fast meinen, den Rundfunkstationen lagen keine anderen Aufnahmen vor, als von "That´s Soul 1-5".

Wobei zu bemerken ist, "That´s Soul 6" beinhaltet nur Songs aus den 70ern, also nicht aus der Erfolgszeit des Memphis-Soul.

Die Alben 1-5 sind allerdings wirklich hörenswert, wenn man den Zeitgeist des Memphis-Soul ergründen möchte. Sie enthalten die meisten der großen Soul-Hits der Zeit 1965-68.


Thats1THAT´S SOUL 1

1.    Wilson Picket:   Mustang sally
2.    Carla Thomas:  Baby 
3.    Arthur Conley:  Sweet soul music 
4.    Percy Sledge:   When a man loves a woman 
5.    Sam & Dave:    I got everything I need 
6.    Ben E. King:     What is soul 
7.    Aretha Franklin: I never loved a man the way I loved you 
8.    Otis Redding:   Fa-Fa-Fa-Fa-Fa (Sad Song) 
9.    Eddie Floyd:     Knock on wood u. a. 
10.  Solomon Burke:Keep Looking
11.  Wilson Pickett:  Land Of 1000 Dances
12.  Joe Tex:           Papa Was Too
13.  Percy Sledge:    Warm And Tender Love
14.  The Drifters:     Baby What I Mean 


Thats2THAT´S SOUL 2

1.    Aretha Franklin:  Spanish Harlem 
2.    Brook Benton:    Shoes 
3.    The Persuaders:  Thin line between love & hate 
4.    Otis Redding:     Give away none of my love 
5.    King Curtis:       Changes Part II 
6.    Clarence Carter: Slipped, tripped and fell in love 
7.    Wilson Pickett:   Don't knock my love u. a. 
8.    Roberta Flack & Donny Hathaway: You've got a friend
9.    The Beginning Of The End: Funky Nassau,Part I  
10.  The Drifters:       Up on the roof
11.  Sam & Dave:       Don't pull your love
12.  King Floyd:         Groove Me 


Thats3THAT´S SOUL 3

1.    King Curtis & The Kingpins: Memphis soul stew 
2.    Sam & Dave:       I thank you 
3.    Percy Sledge:      Take time to know her 
4.    Wilson Pickett:    Stagger Lee 
5.    Aretha Franklin:   Since you've been gone 
6.    Joe Tex:             I'll never do you wrong 
7.    Arthur Conley:     Funky street 
8.    The Bar-Kays:     Soul finger 
9.    Aretha Franklin:   Think 
10.  Otis Redding:      The dock of the bay 
11.  Wilson Pickett:    She's looking good 
12.  Percy Sledge:      My special prayer 
13.  The Soul Clan:     Soul meeting 
14.  The Sweet Inspirations: Sweet inspiration 


Thats4THAT´S SOUL 4

1.    Clarence Carter:  Funky fever 
2.    Wilson Pickett:    Don't fight it 
3.    Aretha Franklin:  Rock steady 
4.    King Curtis:        Soul serenade 
5.    The Drifters:       At the club 
6.    Tamy Lynn:         I'm gonna run away from you 
7.    Wilson Pickett:     Fire And Water
7.    Otis Redding:      My girl 
8.    Sam & Dave:       Hold on I'm coming 
9.    Betty Wright:      Clean up woman u. a. 
11.  Percy Sledge:       Love Me Tender
12.  Solomon Burke:    Detroit City 


Thats5THAT´S SOUL 5

1.    Rex Garvin & The Mighty Cravers:Sock it to 'em J.B. 
2.    Wilson Pickett:     Born to be wild 
3.    The Sweet Inspirations:Sweets for my sweet 
4.    Otis Redding:       Papa's got a brand new bag 
5.    Aretha Franklin:    See saw 
6.    Arthur Conley:     Ob-la-di, Ob-la-da 
7.    Wilson Pickett:     Hey Jude 
8.    Sam & Dave:       Soul sister, brown sugar 
9.    Clarence Carter:  Snatching it back 
10.  Percy Sledge:      Between these arms 
11.  Otis Redding:      Love man 
12.  King Curtis & The Kingpins:Games people play 


Thats6THAT´S SOUL 6

1.    Herbie Mann:      Hi-Jack 
2.    Sister Sledge:    Mama never told me 
3.    Major Harris:      Love won't let me wait 
4.    Black Heat:        Questions & conclusions 
5.    Ace Spectrum:    I just want to spend the night with you 
6.    Eddie Harris:      I need some money 
7.    Ben E. King:      Supernatural thing-Part 1 
8.    The Jimmy Castor Bunch:  The Bertha Butt Boogie
8.    Gene Page:        Satin soul u. a. 
10.  Blue Magic:        Sideshow 
11.  Average White Band: Pick Up The Pieces
12.  Aretha Franklin: Without Love
13.  Spinners:          Mighty Love - Part 1
14.  Consumer Rapport: Ease On Down The Road 

Booker T. & The MG´s


BookerT Entstanden aus der Highschool-Band "The Mar-Keys", bildeten "Booker T.and the MG´s" die Haus- und Studio-Band des jungen Stax-Volt Records-Labels. Sie kreierten den Memphis Sound, mit dem viele Soulsänger der 60er Jahre berühmt wurden.

"Booker T.and the MG´s" zeichneten als Begleitband fast aller Soulstars, die bei Stax unter Vertrag waren, sowie vieler der bei Atlantic Records tätigen Soulsänger. Unter anderem: Carla and Rufus Thomas, Otis Redding, Sam and Dave, Wilson Pickett, Eddie Floyd.

Insofern sind "Booker T.& The MG´s" auf vielen Aufnahmen der "That´s Soul"- Alben 1-5 als Begleitband zu hören.

Die Band hatte mit den Instrumentals "Green Onions (1962)", "Time Is Tight," und "Soul Limbo" drei große Pop-Hits.

Sie trennte sich 1971, traf aber einige Jahre später wieder zusammen.


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Sam & Dave


Sam&Dave Samuel David Moore & David Prater, kurz Sam & Dave, waren das erfolgreichste Soul-Duo der 1960er.

Sie hatten schon etliche Singles und 1962 ein Album bei kleinen Labels erfolglos herausgebracht, bevor sie 1965 über Atlantic-Records zu Stax-Records kamen.

Ein Jahr später hatten Sam & Dave mit "Hold On, I'm Comin" einen Riesen-Hit. Unter vielen Erfolgen gelangen ihnen zwei weitere Smash-Hits. 1967 mit "I´m a Soul Man" und dann 1969 mit "I´ll Thank You".

Mit dem Ablauf des Vertrages bei Stax-Records blieben auch die großen Erfolge aus. Im Juni 1970 kam es dann zur Trennung der beiden Sänger.

Es folgten in den nächsten Jahren noch einige gemeinsame Projekte, bevor jeder der beiden endgültig seinen eigenen Weg ging.

David Prater verstarb am † 9. April 1988 in Folge eines Autounfalls.


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Otis Redding


OtisRedding Seit 1960 versuchte sich Otis Redding auf der Erfolgsleiter, aber erst 1962 gelang ihm in USA ein Top 20 Hit mit „These Arms of Mine“.

Nach dem Wechsel zu Stax-Records hatte er 1965 den ersten Top 10 Hit, „Mr. Pitiful“, es folgten bis 1967 einige weitere Top 10 und Top 20 Hits.

In Deutschland wurde er im Zuge der Memphis-Soul-Welle 1965-68 bekannt.

Otis Redding schrieb die meisten seiner Songs selbst, auch andere Künstler hatten mit seinen Songs Riesen-Hits (z.B. Aretha Franklin).

Otis Redding verstarb am † 10. Dezember 1967, bei einem Flugzeugabsturz. Mit Otis Redding verlor Stax- seinen wichtigsten Künstler.

"(Sittin On) The Dock Of The Bay" erschien kurz nach seinem Tod und wurde sein einziger Nummer 1 Hit (den er nicht mehr erlebte).

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Wilson Pickett


wilson Als Joe Stubbs 1960 "The Falcons" verließ, übernahm Wilson Pickett dessen Stelle als Sänger. Pickett strebte bald eine Solokarriere an, die ihm bei Atlantic Records gelang.

1965 hatte er seinen ersten großen Hit "In The Midnight Hour", es folgte bis 1971 Hit auf Hit.

1968 nahm Wilson Pickett mit "Deborah" (eine tolle Version) sogar an dem Festival von San Remo teil, an dem für gewöhnlich ausschließlich italienische Interpreten sangen.

Sein Erfolg endete Ende der Sechziger, er verschwand danach aus den Hitparaden.

1991 wurde Pickett in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. 1999 wurde er für einen Grammy nominiert. Wilson Pickett verstarb † 19. Januar 2006 an einem Herzinfarkt.


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Aretha Franklyn


Aretha ARETHA FRANKLYN, the Queen of Soul, begann Ihre Karriere Anfang der 60er bei Columbia Records, wo sie nur kleinere Erfolge erzielte.

Sie ging 1967 zu Atlantic Records und hatte unter Jerry Wexler bis in die 70er zahlreiche Top Ten Hits. Überraschend, daß sie in GB nie einen Nr.1 Hit schaffte, ihre höchste Plazierung dort war Chart Nr.4 mit Burt Bacharach's "I Say a Little Prayer" 1968.

Einige ihrer Hits waren "Chain of Fools", "You Make Me Feel (Like a Natural Woman)", "Think", "Baby I Love You", "The House That Jack Built", and "Respect"(von Otis Redding).

Als eine der wenigen Soul Stars der 60er blieb ihr Name bekannt bis heute, sie schaffte es immer wieder, im Gespräch zu bleiben.

Mit 18 erhaltenen Grammys steht sie an zweiter Stelle der Musik-Ehrungen, die eine Frau je erhielt. Und dies nicht zu Unrecht.


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Joe Tex


JoeTex
Joe Tex. Auch er tauchte in den "That´s Soul" Alben auf, blieb aber in Deutschland weitgehend erfolglos.

In USA hingegen war Joe Tex in den 60ern recht erfolgreich und bekannt. Er hatte dort etliche Hits wie z.B. "Hold On To What You've Got", "A Woman Can Change A Man", "The Love You Save", "S.Y.S.L.J.F.M.", "Show Me", "Skinny Legs And All" und weitere.

Ein später Hit folgte 1972 mit "I Gotcha" und schließlich 1977 mit "Ain't Gonna Bump No More", der sich auch in Deutschland gut verkaufte.

Seinen Stil, Textpassagen über die Musik zu sprechen, nannte er selbst "Rap", was ihn zum Schöpfer des modernen Rap-Stils macht.

Er verstarb † 13. August 1982 an einem Herzschlag im Alter von 49 Jahren.


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Percy Sledge


PercySledge Percy Sledge arbeitete als Krankenpfleger in Sheffield, Alabama und trat am Wochenende mit einer Amateurband auf.

Ein Patient machte Percy mit dem Schalplattenproduzenten Quin Ivy bekannt, worauf dieser Percy unter Vertrag nahm.

Die erste Single "When a Man loves a Woman" erschien 1966 und wurde auf Anhieb ein Welterfolg. Auch die weiteren Singles Percy´s verkauften sich sehr gut, erreichten aber nicht mehr den Status, den seine erste Single erbrachte.

In den 70er Jahren ließ auch Percy´s Erfoglsstern nach.

Percy Sledge erhielt in späteren Jahren mehrere Ehrungen, seine Platten verkaufen sich bei heute gut. Percy Sledge verstarb † 2015.

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Arthur Conley


ArthurConley Arthur war schon im Alter von zwölf Jahren in eine Gospel-Group eingetreten, hatte mit siebzehn seine eigene Band und veröffentlichte drei Singles - allerdings erfolglos.

1964 versuchte er seinen Weg in einer Solo-Karriere, auf seine erste Solo-Single wurde Otis Redding aufmerksam, der ihn daraufhin unter seine Fittiche nahm.

Aber auch die nächsten vier von Otis Redding produzierten Singles fanden keinen Erfolg. Mit "Sweet Soul Music" erreichte Arthur Conley einen Welthit, den er mit seinen folgenden Singles aber nicht mehr einstellen konnte.

Nach dem tragischen Tod seines Gönners Otis Redding ließen Conley´s Erfolge rapide nach. "Sweet Soul Music" sollte für Arthur ein "One Hit Wonder" bleiben.

Arthur zog nach England, Belgien und schließlich nach Holland, wo er unter neuem Namen auftrat. Hier wurde er schließlich mit einem Firmenimperium erfolgreich. Dieser Erfolg war ihm nicht lange vergönnt, Arthur verstarb † 2003 an Krebs.


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Clarence Carter


ClarenceC Clarence Carter, erblindete in der Kindheit.

Der Sänger, Gitarrist, Keyboarder, Komponist, und sein Kollege Calvin Scott spielten seit 1963 zusammen und nahmen Platten auf, ohne große Erfolge.

1965 spielte ein Disc Jockey (Zenas Sears) Jerry Wexler von Atlantic Records eine dieser Singles-"Step By Step" vor, Wexler kümmerte sich um die beiden.

Als Calvin Scott nach einem Autounfall ausschied, machte Clarence alleine weiter und hatte schließlich 1968 bei Atlantic Record einen größeren Hit mit "Looking For A Fox." Sechs Monate später folgte ein weiterer Top Ten Hit mit "Slip Away".

Clarence Carter und seine Kompositionen traten bis Ende der 80er in USA immer wieder in Erscheinung. Wäre er nicht in den "That´s Soul" Alben, wäre er in Europa unbekannt.

1971 erhielt Clarence einen Grammy für "Patches" als "Best R&B Song of the Year".


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The Chamber-Brothers


ChamberBrothers Vier Brüder, Bassist George, Guitarist Willie, Harpist Lester, und Guitarist Joe, hatten gemeinsam im Gospel-chor gesungen. Alles gute Sänger, suchten sie seit 1954 den Erfolg mit Gospel und Folk. Dieser ließ aber auf sich warten.

Ab 1965 mit einen weißen Drummer in der Band, waren sie eine der Ersten multikulturellen Gruppen. Ein Auftritt beim Newport Folk Festival brachte den Erfolg. Den Plattenvertrag, die folgenden Studio-Aufnahmen, schließlich der Einzug in die US-Charts.

1968 wurde ihr "Time Has Come Today", ein 11-minütiger Thriller wurde zum großen Hit, auch über die Grenzen der USA hinaus. Einige kleinere Hits folgten, die den Erfolg ihres Super-Hits aber bei weitem nicht mehr erreichen konnten.

Die Psychadelic-Soul-Funk Group existierte bis 1972, sie trennten sich nach Streitigkeiten wegen ihrer Einnahmen. Die Band hatte wärend ihres gesamten Bestehens von ihrem Management nie eine Entschädigung für Plattenverkäufe erhalten.


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Sly & The Familiy Stone


Sly&TheFamily Sly & the Family Stone, eine der ersten multikulturellen Formationen, entstand 1967 mit Sly & The Family Stone.

Ihre Musik war eine Mischung von Rock, Soul, Pop, Jazz, Hip-hop und Anleihen an Funk. Die erste Single "I Ain't Got Nobody" wurde nur ein regionaler Erfolg. 1978 plazierte sich "Dance To The Music" in den Top Ten.

"Everyday People" wurde ihr erster Nr.1 Hit. Es folgten weitere große Erfolge. Das Album "Stand" von 1969 verkaufte sich über 3 Millionen mal.

Die Gruppe genoß den Ruf, eine der besten Livebands Amerikas zu sein. Sie spielten in Woodstock und stellten einen der besten Acts.

Sly Stone geriet in den Drogenkonsum, der Erfolg ließ ab 1971 nach. Die Band löste sich schließlich auf. Es gab danach mehrere Reinkarnationen, alle wenig erfolgreich.


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LaBelle


PattiLaBelle Patti La Belle und ihre Freundin Cindy Birdsong gründeten zusammen mit Sarah Dash und Nona Hendrix 1961 die Bluebells. Sie machten sich einen Namen durch Gastspiele in berühmten Clubs, wie dem Apollo Theatre in New York.

1965 nahm sie Atlantic Records unter Vertrag. Die Singles "All Or Nothing", "Grovy Kind Of Love" (später ein Hit für die englische Gruppe Mindbenders), sowie eine erstaunliche Version von Judy Garland`s "Over the Rainbow" brachten nicht den erwünschten Erfolg. Als Cindy Birdsong 1967 zu den Supremes ging, um Florence Ballard zu ersetzen, verblieben die anderen als Trio, und wurden zu "LaBelle".

1974 gelang ihnen der Durchbruch mit dem internationalen Hit "Lady Marmelade". Dieser große Erfolg ließ sich nicht wiederholen. Die Gruppe trennte sich 1977.

Patty LaBelle machte als Solistin weiter und errang ab 1983 in den USA immer wieder gute Erfolge. 1991 erhielt sie ihren ersten Grammy, 1998 den zweiten. Seit 1993 ist ihr ein Stern auf dem Hollywood Walk of Fame gewidmet.

Die Live-Acts der Diva reißen ihr Publikum bis heute zu Begeisterungsstürmen hin.


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Die Beschreibungen dieser Seite betrafen ausschließlich Musiker und Sänger, die in den 60ern bei uns bekannt wurden.

Bereits die letzten drei Beschreibungen hatten weniger mit dem Memphis-Soul der 60er zu tun, außer daß sie sich aus diesem enwickelten. Der Soul hatte sich zum Funk hin orientiert. Somit endet hier die Geschichte des Memphis Soul der 60er Jahre.

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