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Die Goldene 5

Der Neubeginn


Als sich nach dem Eklat mit unserem früheren Bandleader eine Trennung anbahnte, hatten wir beschlossen, zusammenzubleiben und unseren weiteren Weg als eingespieltes Team auf eigene Faust zu versuchen.


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Bis zur endgültigen Trennung hatten wir uns für die Zukunft bereits vorbereitet.


Die Aufgabenbereiche wurden unter uns aufgeteilt. Die Bühnengarderobe und Notenarrangements wurden in Ordnung gebracht.


Beschallungs- und Licht- Anlage, sowie sonstige notwendige Utensilien mußten gemeinsam finanziert und angeschafft werden.


Außerdem suchten wir einen guten sechsten Mann, der - so hofften wir - den früheren Bandleader ersetzten würde.


Ein erstes Testspiel ergab sich bereits zwei Wochen nach der richtungsweisenden Diskussion und Kündigung. Als "Die Goldene 5" leisteten wir einen erfolgreichen Abend in Münchens Hotel Sheraton.


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Ein zweiter Auftritt ergab sich eine Woche vor der Trennung von Ronny P. Wir spielten einen Abend im Hotel Kempinski, Gravenbruch.



Als Conférenciere war Fernsehsprecherin Doris Paperitz dabei.

Stargast Ireen Sheer trat mit ihrem Showblock, von uns musikalisch begleitet, auf.

Auch dieser Abend verlief routiniert und erfolgreich, obwohl der bisherige Frontman und Conferencier fehlte und vorerst nicht ersetzt war. Wir versuchten das Beste daraus zu machen.

Münchner Gala Orchester


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Unseren ersten offiziellen Auftritt spielten wir knapp zwei Wochen nach der Trennung von Ronny P.



Dieser erfolgte in Gummersbach, in der
dortigen Schützenhalle.



Es handelte sich dabei um den Schützenball, bei dem wir nicht so erfolgreich wie in gewohnter Weise abschnitten. Wir bekamen kein Re-Engagement und erkannten auch, wo unsere Schwachstellen lagen.

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Eine Woche danach trafen wir uns wieder im Hotel Kempinski in Gravenbruch bei Frankfurt.



Gaststar des Abends war Franco Ferrari, der italienische Songs von Adriano Celentano und Konsorten präsentierte. Wir begleiteten ihn musikalisch während seines Auftritts.



Wir spielten eine erfolgreiche Gala, mußten aber wiederum zugeben, daß wir die frühere Form nicht kopieren und erreichen konnten.

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Zum nächsten Engagement, das eine Woche später stattfand, fuhr ich nach Iserlohn.

Das Ziel war die Parkhalle, in der wir schon früher gastiert hatten.




Die Gala der Deutschen Luftwaffe verlief erfolgreich. Hier trafen wir Gaststar Peter Kraus wieder, den wir während seines Auftritts begleiteten.

Peter wußte bereits Bescheid, daß wir nun selbstständig waren, er trat uns nicht freundlich entgegen. Erstaunlich, wie schnell sich solche Neuigkeiten in der Szene verbreiten.

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Vier Wochen ließ der nächste Auftritt auf sich warten, zu dem sich die Band in München traf.



Wir spielten für eine Versicherungs- Gesellschaft im Hotel Arabella.



Es war ein schöner erfolgreicher Abend, der uns zeigte, daß wir uns uns auf dem richtigen Weg befanden. Trotzdem blieb noch viel zu tun, an uns.

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Tags darauf begab ich mich nach Tirol in Österreich.


Wir traten im Steigenberger Hotel Alpenkönig auf, in Reith bei Seefeld. Auch dieser Abend verlief erfolgreich.


An diesem Festabend begleiteten wir Gaststar Antonia.




Antonia war eine sehr nette Kolligin, die immer im Schatten ihres berühmten Bruders Roberto Blanco geblieben war.

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Für die folgende Woche war ein Trio verpflichtet worden. Der Auftrag führte daher nur drei von uns nach Starnberg-Leutstetten.




In der dortigen Schloßgaststätte spielten und unterhielten wir diesmal eine Feier des FC Bayern.

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Drei Wochen vergingen bis zum nächsten Auftrag, der sich in München abspielte.



Auf dem Gelände des Iphitus-Tennisvereins war ein Zelt aufgebaut, in dem wir zur Abschlußfeier der damaligen BMW-Open auftraten.



Dieser Abend verlief mit einem ausgelassenen Publikum sehr erfolgreich.

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Für das nächste Engagement wurde wieder ein Trio erwartet, was bedeutete, daß nur drei Musiker von uns auftraten.



Die Geburtstagsfeier einer namhaften Person aus der Region erfolgte in Starnberg, im Privathaus des Jubilars.



Im Garten hinter dem Haus spielten wir in einem offenen Pavillon, der uns spätabends nur dürftig vor dem beginnenden Unwetter schützte. Wir mußten die Gerätschaften in aller Eile vor dem Regen retten.

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Auch der nächste Auftritt, der eine Woche später geschah, galt einer Trio-Besetzung.



Wir vertraten eine Münchner Papierfabrik bei einer Pariser Messe, in einer der Messehallen.



Unser musikalischer Vortrag erfolgte trocken, das heißt ohne Verstärker.

Da unser Keyboarder kein Akkordeon besaß, bestritt ich den Auftritt mit einem eigens engagierten Akkordeonisten und unserem Trompeter.

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Zwei Wochen darauf trafen wir uns alle in Garmisch-Partenkirchen wieder.



Wir unterhielten einen Gala-Abend in der dortigen Bayernhalle.



Zu begleiten hatten wir an diesem Abend Gaststar Isabel Varell, die uns schlecht gelaunt entgegentrat.

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Zwei Tage später ging es im Hotel Bayerischer Hof in München weiter.





Die Gala erfolgte im prachtvollen Festsaal des Hotels.

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Zum nächsten Engagement fuhr ich nach St. Gallen in die Schweiz.




Hier sollten wir in der Universität auftreten, wir bauten in einem der Gebäude unsere Bühne auf.



Es handelte sich zwar um keine richtige Bühne, vielmehr eine Ecke in den weitläufigen Gängen, dies tat dem illustren Fest aber keinen Abbruch.

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Ein Wiedersehen im Cafe Mellis, in Essen, wo wir schon früher gastiert hatten, gab es nach drei freien Wochen.



Wir spielten diesmal nur einen Abend, da wir für den folgenden Tag eine Gala hatten.



Ich übernachtete daher und fuhr am nächsten Tag weiter.

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Das Ziel der Anfahrt war Bad Homburg und hier das Cafe Kurpark, in dem wir den Abend musikalisch gestalten sollten.



Wir trafen schon frühzeitig ein, da wir nachmittags Künstlerprobe mit Joan Orleans hatten, die wir routiniert wie immer durchzogen.



Mit Joan hatten wir ohnehin viele Male gearbeitet. Eigenartigerweise trat uns auch Joan sehr kühl und reserviert entgegen. Das kam nicht von ungefähr, da hatte uns jemand einen schwarzen Peter zugeschoben.

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Braunschweig rief drei Wochen später nach uns, besser gesagt- IBM rief nach uns.




Die festliche Gala wurde in der Braunschweiger Stadthalle gefeiert.

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Nach fünf weiteren Tagen trafen wir uns in der Nähe Weilheims wieder. Genauer gesagt in Polling-Oderding.


Hier war ein Festzelt zum Jubiläum "15 Jahre Baumarkt Oderding" aufgebaut, in dem wir zu dem stattfindenden Voksfest, aufspielten.





Es folgte ein Monat ohne Auträge, den ich zu einer Last-minute-Flugreise in den Süden nutzte.

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Vier Tage nach meiner Rückkehr aus dem Urlaub fand das nächste Fest statt, das mich nach Kelkheim am Taunus führte.



Hier lief ein großes Stadtfest ab, mit vielen Spiel- und Essbuden, Karussell und sonstigem Rummel.



Inmitten des Truibels stand das Festzelt, in dem wir abends aufspielten.

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Eine Woche danach ging es nach Oldenburg weiter.



Wir gastierten zu einer Gala in der bekannten Weser-Ems-Halle.

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Abermals eine Woche später sollte es in Penzberg-Iffeldorf weitergehen, das bedeutete eine angenehm kurze Anfahrtsstrecke.




Hier wurde im Landgasthof Osterseen eine festliche Hochzeit gefeiert.

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Drei Tage frei, am vierten Tag trafen wir uns uns in Böblingen bei Stuttgart.


Wir traten an zwei Tagen in der Alemania Kongresshalle auf, zu der Gala einer Bankgesellschaft.



Die Abende wurden von Max Schautzer, der von Funk und Fernsehen bekannt war, moderiert.


An beiden Tage trat auch Margot Werner, begleitet von Max Greger Jr., auf.

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Neun Tage darauf sollte es in München weiter gehen.



Der Anlaß war die Abschlußfeier der Inhorgenta, einer in München stattfindenden Messe. Ich glaube, es handelte sich um die Schmuck-Messe?



Das Event wurde in einer der Räumlichkeiten des Hotels Hilton City celebriert.

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In der folgenden Woche fand ich mich in Echterdingen, Nähe Stuttgart, ein.





Hier erfolgte eine Veranstaltung in der Filderhalle.

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Eine Woche war vergangen, nach der ich mich in die Steiermark in Österreich bewegte.



Wir waren zur Geburtstagsfeier eines Münchner Industriellen eingeladen.



Diese war im Schloß Goppelsbach, in Stadl an der Mur ausgerichtet, einer
schönen, romantischen Location.

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Nach zwei Wochen gab es eine weitere Gala in München.



Diesmal traten wir im Künstlerhaus auf, auch hier waren wir früher schon mal gewesen.



Der Veranstalter war diesmal ein Baustoff- Hersteller.

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Die Gala des folgenden Tages war für eine Bayerische Auto-Marke gebucht.



Wir gastierten an diesem Abend im Münchner Hotel Sheraton.

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Die folgende Woche bot wieder einmal etwas ganz
Besonderes, sie führte mich nach Braunschweig.
Ich reiste bereits einen Tag vorher an.





In der Braunschweiger, Stadthalle fand ein
riesiges Fest statt, das sich "Wolters - Das Fest"
nannte. Veranstaltet wurde dies von der hier
ansäßigen Bierbrauerei Wolters.





Wir hatten diesmal die Freude, Felicia Weathers
von der New Yorker Metropolitan begleiten zu dürfen.
Es war #eine relativ coole, lockere Künstlerbegleitung,
die dieser Weltstar von uns forderte.








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Außerdem traten Al Bano und Romina Power auf, denen wir einst in Rom begegnet waren.



Al Bano und Romina Power hatten auch diesmal ihre eigene Band dabei, wir brauchten sie also nicht zu begleiten.



Zu dem Fest traten noch weitere Bands und Künstler auf.



Zwei Tage darauf sollte es in München weitergehen.

8910-5473 Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt zum 70. Geburtstag des bekannten Münchner Festwirtes Willi Heide in seiner Heide-Volm, Planegg.


Hierzu begleiteten wir Max Greger, Roy Etzel und Ambros Seelos, die früher häufig in der Heide-Volm aufgetreten waren.


Außerdem gratulierten Gustl Bayerhammer, Hermann Prey, Ferry Gruber, die 3 Moosacher, Maxl Graf, Fr. Ott, und Ex-Oberbürgermeister Herr Kronawitter dem Jubilar auf der Bühne.


Im Publikum war jede Menge Prominenz vertreten. Es war ein überaus gelungener Abend.


8911-5478 Drei Tage danach flogen wir nach Marbella, Spanien. Dies war übrigens das erste Engagement meiner Laufbahn, zu dem ich den Flug gestellt bekommen hatte. Obwohl schon früher flüge für uns gebucht wurden, wir erfuhren davon nichts.

Außerdem hatten wir für die sechs Tage freie Logis und Verpflegung am Spielort. Wir sollten im Hotel Don Carlos, in Marbella auftreten.

Veranstalter für diesen Auftritt war ein großer, international bekannter Industriekonzern.

Unser Auftritt am ersten Tag erfolgte Open-Air, hinter uns der rauschende Strand Marbellas. An diesem Abend durften wir Precious Wilson begleiten.




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Precious war ehemals Sängerin der Gruppe Eruption, bevor sie die Solo-Karriere einschlug und war bekannt durch Hits wie:
"One way ticket", "I can´t stand the rain", "We Are On The Race Track", und weitere.

Zur Künstlerbegleitung hatten wir einen siebten Musiker (Posaune) dabei. Precious tauchte mit ihrem Conducter und Manager auf, der früher mit Procol Harum gearbeitet hatte.

Der Abend endete mit einem gewaltigen Feuerwerk, desgleichen ich bis dahin noch nicht erlebt hatte.

Unser zweiter Auftritt erfolgte am letzten Tag des Aufenthaltes in den Räumlichkeiten des Hotels.

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Nach dem Rückflug hatte ich zwei Tage frei, der nächste Auftrag führte mich nach Dingolfing.



Wir spielten für eine bayerische Auto-Marke in der Aula des Gymnasiums Dingolfing.

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Bis zum folgenden Engagement blieb mir eine Woche Zeit und Ruhe.



Wir gastierten im Kongresshaus in
Zürich/Schweiz. Anlaß dieses Events war der diesjährige Champagnerball.



Es war schön zu sehen, daß wir wieder in einige der Häuser eingezogen waren, in denen wir auch früher gespielt hatten.

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Nach vierzehn Tagen Pause fuhr ich nach
Rüschlikon in der Schweiz.





Es gab eine Gala im Hotel Belvoir, eine Location, die ich bisher noch nicht kannte.

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Die darauf folgende Woche reiste ich bis nach Bremerhaven.



Wir traten im Nordsee Hotel auf, am Theodor-Heuss Platz, auf dem das prachtvolle Bgm. Johann Smidt Denkmal steht.



Das Hotel ist mittlerweile geschlossen und wartet auf einen neuen Besitzer.

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Der letzte Abend des Jahres führte mich nach Unna.



Wir bestritten den Sylvesterabend sehr erfolgreich in Unna´s Stadthalle.



Ich ging frühmorgens erschöpft ins Bett, um den Neujahrstag ruhig mit einer gemütlichen Heimfahrt zu beginnen.

Das erste Jahr seit Neugründung der Band hatte gut begonnen. Dank eines befreundeten Agenten hatten wir im Laufe des Jahres viele Auftritte erhalten, auf Grund der finanziellen Band-Ausgaben mußte ich trotzdem sparsam leben.

Unser Versuch, frühere Zeiten zu kopieren, war uns nicht gelungen. Aber wir hatten eigene Wege gesucht und gefunden. Immerhin konnten wir mittlerweile einige Re-Engagements verbuchen, was sehr erfreulich war.

Erschreckend empfand ich, daß Personen aus der Szene (Agenten, Stars, Veranstalter), die wir seit langen Jahren kannten, uns oftmals unfreundlich entgegentraten. Ich muß annehmen, daß jemand mit aller Kraft versucht hatte, uns die Schuld an der Trennung von R.P. zuzuschieben. Aber das stimmte so nicht, uns traf sicher eine Mitschuld, mehr aber nicht.

Der Vorsatz, mehr Ruhe in meinen Lebensstil einkehren zu lassen, war mir nicht gelungen. Die Organisation für die Band war an Dreien von uns hängengeblieben, ein guter Teil an mir. Das hinzugekommene Mehr an Freizeit mußte ich zu Gunsten der Band für Werbemaßnahmen und andere Aufgaben opfern.


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