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Münchner Gala Orchester

(Die Erfolge) ...und deren Folgen


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Das erste Engagement des neuen Jahres führte mich nach Rottach-Egern am Tegernsee.


Uns erwartete ein zweitägiges Gastspiel in dem wohlbekannten Nightclub des renommierten Hotels Bachmair.

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Nach einem freien Tag traf sich die Band in Würzburg wieder.


Ein Auftritt für eine Bausparkasse im schönen Festsaal des Hotels Maritim.


Ich fuhr noch nachts nach Hause, um die Reise nach einer Handvoll Schlaf fortzusetzen.

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Die Reise endete dann in St.Christoph am Arlberg, Tirol, Österreich.


Wir traten für eine kleine Gesellschaft im dortigen Hotel Hospiz auf.

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Vier Tage hatte ich Zeit, um meinen Schlafzyklus wieder in die Waage zu bekommen. Danach ging es für uns in Wiesbaden weiter.


Rhein-Main-Halle in Wiesbaden, wieder einmal einer dieser hoch klingenden Locations, an der ich oft vorbeigefahren, aber nun zum ersten Male eingeladen war.









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Als Stargast des Abends war Roberto Blanco anwesend, den wir routiniert begleiteten.


Drei Tage zu Hause, danach erwartete mich ein Auftrag im Hotel Maritim, Braunlage am Harz (Bild unten).

9102-6197 Eine weite Fahrt und prompt, wie verteufelt, sprang mein Auto nicht mehr an. Ich ließ abschleppen und versetzte die Werkstatt in vollen Aufruhr, mit drei verlorenen Stunden nahm ich die Fahrt auf.

Und promt zu diesem Auftritt war der Agent anwesend, der mich wütend ampfang.

Nun gut, ich war trotzdem früh genug vor Ort, und alles lief seinen normalen Weg. Auch wenn ich für den Rest des Tages vollkommen gestreßt war. Ich hatte kaum Zeit für eine Zimmersuche.

Vor Streß hatte ich fast vergessen, wir hatten nachmittags Probe mit Joan Orleans, die wir am Abend als Stargast begleiteten

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Die folgende Woche kehrte ich im Hotel Maritim in Königswinter ein.


Ich mietete gleich um die Ecke ein Zimmer und begab mich nachmittags zur Künstlerprobe mit dem Stargast. Wir hatten am Abend eine junge Dame namens Linda zu begleiten.

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Die folgende Woche fuhr ich nach Köln,
Hotel Maritim, was für ein gewaltiges Hotel und was für ein schöner großer Festsaal.

Der diesmalige Stargast hieß Peter Cornelius aus Wien. Er benötigte keine Begleitband, er begleitete sich abends selbst auf seiner Akustik-Gitarre.

Es war in jedem Fall ein Erlebnis, sich mit diesem netten Kollegen unterhalten zu können.

Im Übrigen, der Auftritt galt einer Parfüm-Marke.

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Eine Woche später begab ich mich ins Parkhotel, Bad Nauheim. Komischerweise heißt es auf dem Bild Staatliches Kurhaus, das war jedenfalls mein Ziel.


Stargast wieder Joan Orleans, wir probten nachmittags mit ihr, sie änderte ihren Programmablauf manchmal. Es feierte die Festgesellschaft einer Reifenmarke.

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Abends darauf ein Engagement in München, im Hotel Vier Jahreszeiten.


Nachmittags wieder Probe, diesmal mit einer Sängerin namens Linda Ji, die als Stargast verpflichtet war (womöglich die gleiche Linda, die wir zwei Wochen vorher in Königswinter hatten? Ich kann mich nicht mehr erinnern).

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Elf Tage Pause, wir trafen uns bereits einen Tag vor dem Auftritt in Hannover, zu Aufbau, Soundcheck und zur Zimmerorganisation.


Wie im Jahr zuvor hatten wir uns in in Braunschweig eingemietet, da Hannover zur Cebit immer ausgebucht ist.


Das hieß zwar jeden Tag 80km nach Hannover und nach dem #Auftritt wieder 80km zurück, aber man hatte ein Dach über dem Kopf, von Bett, Frühstück u. sonstigen Annehmlichkeiten ganz abgesehen.




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Eine Woche Cebit Hannover, wir traten täglich in der Schwabenhalle, im Messegelände, für einen Weltkonzern auf.


Der Gaststar hieß Jörg Knörr, der das Entertainment weitgehend selbst führte und nur wenig Musik von uns benötigte.


An die Zusammenarbeit mit Jörg erinnere ich mich immer gerne, er war auch privat so humorvoll wie auf der Bühne.


Eines Tages packte Jörg sogar sein Alt- Saxophon aus und spielte mit uns, und nicht einmal schlecht - Respekt.

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Wieder zu Hause, hatte ich mich gerade zwei Tage erholt, als es schon wieder weiter nach Stuttgart ging.


Hotel Intercontinental, ein neuerbautes Haus, die Eröffnung lag erst kurz zurück.

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Diesmal waren zwei Wochen vergangen, ohne daß ich reisen durfte.


Die Reise ging nach Sagogn/Schweiz, in der Nähe von Laax. Der Auftritt fand in einem Privathaus statt, dem Haus Daveragoth und galt einem runden Geburtstag eines Impressario, von dem wir in der Vergangenheit einige Aufträge erhalten hatten.


Dementsprechend gab es auch keine Gage, dafür wurden wir aber allethalben frei gehalten.

Zwei Tage darauf trafen wir uns im Hotel Bachmair/Tegernsee mit einem befreundeten Sänger aus Wien. Er hatte einen Plattenvertrag mit einer namhaften Plattenfirma in Aussicht, zum Vorspiel vor den Plattenagenten wollte er von uns begleitet werden, was wir zu diesem Termin taten. Als Dank sollten wir zukünftig bei seinen Studio- und Bühnenarbeiten mit von der Partie sein.

Dazu kam es aber nicht mehr. Der Sänger wurde wenige Wochen später wegen Drogendelikten verhaftet und erhielt eine längere gratis Versorgung in staatlicher Obhut. Als er wieder auf freien Fuß kam, krähte kein Hahn mehr nach ihm.



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Nahezu drei Wochen ohne Auftritt, da freut man sich schon auf die nächste Reise. Die ging ins Hotel Adler nach Groß Gerau.


Erinnert sich noch jemand an Hans-Joachim Kulenkampf?

Zu dieser Veranstaltung war "Kulis" Butler Martin (Jente) eingeladen, der einige Ansagen tätigte.

Butler "Martin" war ein fester Bestandteil in "Kulis" Fernsehshow "Einer wird gewinnen".

Die Zeit läuft schnell.

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Drei freie Tage, nach denen ich mich im Hotel Bachmaier, Rottach-Egern am Tegernsee,
einfand.


Wir traten einen Abend im Nightclub auf.

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Diesmal waren es nur zwölf Tage, bevor es für mich weiterging.


#Wir sollten vier Abende in Berlin bestreiten, im Palais Madame, das für uns auch nicht mehr unbekannt war.



Vier Tage wieder in Berlin, Zeit sich umzusehen, was sich in Berlin seit der Wende alles verändert hat.

Und natürlich einen unbeschwerten Ausflug in den Ostteil, einmal durchs nun offene Brandenburger Tor (geht heute nicht mehr), und, und, und...

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Eine gute Woche nach dem Berliner Gastspiel stand Hannover auf dem Programm.


Die Adresse war das Hotel Maritim, von außen eher unscheinbar, beinhaltete es aber einen schönen Festsaal.

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Diesmal fuhr ich nicht nach Hause. In drei Tagen sollte es in Krefeld weitergehen, einer der Kollegen wohnte in der Nähe, also übernachtete ich dort.



Der Veranstaltungsort hieß Seidenweberhaus (Stadthalle) in Krefeld.

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Der übernächste Tag brachte mich in eine Schul-Sporthalle in Bielefeld.


Hier hatten wir wieder einen Stargast zu begleiten.


Nachmittags gab es wie gewohnt die Kurzprobe, am Abend begleiteten wir die Dame.

Wer war die Sängerin bloß, ich kann mich beim besten Willen nicht mehr erinnern.

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Eine Woche darauf fand in Wiesbaden ein Stadtfest statt, zu dem wir drei Tage im Zelt der Lufthansa aufspielten.



In diesem Zelt fanden einige Attraktionen statt. Unter anderem spielte täglich ein junger Jazz- Pianist, dem wir oft bei Veranstaltungen begegnet waren.


Die beeindruckendste Attraktion für mich war ein Koch aus Hongkong, der ein großes Stück Teig mit bloßen Händen innerhalb fünf Minuten zu dünnen Nudeln verarbeitete. Dies vollführte er jeden Tag in gleicher Perfektion.

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Drei Wochen Urlaub.



Es sollte in St. Christoph am Arlberg weiter gehen. Im Haus Hospiz, in dem wir erst vor Kurzem gastiert hatten.



#Anlaß unseres Auftritts war eine Hochzeit.

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Über einen Monat Urlaub. In dieser Zeit trafen wir uns für eine Woche, um einige Aufnahmen von Songs für Werbezwecke herzustellen.


In Bamberg ist ein älteres Bauwerk zu einem herrschaftlichen Hotel umgebaut worden. Hotel Residenzschloß, ein wirklich schönes Haus.


Wir hatten die Ehre, bereits kurz nach der Eröffnung für eine Veranstaltung gebucht worden zu sein.

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Wieder drei Wochen frei.


Wir trafen uns in einer Skihütte in
Ober- Ramstadt, in der Nähe Darmstadts.


Es handelte sich bei der Veranstaltung um eine Hochzeit.

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Sechs Tage später hatten wir ein Engagement in Stuttgart.


Ort der Veranstaltung:
Kongresszentrum B, das offensichtlich zur Stuttgarter Messe gehörte.

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Zwei Wochen danach folgte ein weiterer Auftrag. Der Ärzteball in München hatte nach uns gerufen.


Wir folgten diesem Ruf in den prachtvollen Festsaal des Hotels Bayerischer Hof in München.

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Nach dem Ball gab es nur wenige Stunden Schlaf, denn ich mußte rechtzeitig nach Neu-Isenburg.


Im Autohaus Oestreich gab es den
Geburtstag des Inhabers zu feiern, wir lieferten Musik und Unterhaltung dazu.




Am nächsten Tag sollte die nächste Gala erfolgen.

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Daher bot mir auch diese Nacht nur wenig Schlaf,
ich mußte rechtzeitig zurück nach München.


Die Gala für eine Kosmetik-Firma fand im Arabella Hotel
Bogenhausen statt. In München, ich glaube ich hatte das
bereits erwähnt.




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Diesen Morgen konnte ich ausschlafen, denn die
Veranstaltung spielte sich auch in München ab.


Das dritte Jahr in Folge spielten wir die Abschlußfeier
der Schmuckmesse im Festsaal des Hotels City Hilton.

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Der nächste Auftritt folgte sechs Tage danach in Fürstenau bei Münster, in einer Halle der Pommern Kaserne.


Stargast des Abends war Cindy Berger (Cindy und Bert), die sich vor einiger Zeit von Bert getrennt hatte.


Bei Cindy war ich von Nachmittags-Probe und Abends-Auftritt entbunden, denn sie hatte immer ihren eigenen Gitarristen dabei, der sowohl Probe als auch Show leitete.

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Eine kurze Nacht, denn von Münster bis in die Schweiz ist es weit.


Die Gala erfolgte in einem Zelt auf dem Gelände des Stalls Bel Amour in Uessikon/Greifensee.

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Vier Tage Zeit bis zum nächsten Auftritt, aber eigentlich sah die
Sache anders aus. Nach dem Schlaf in einem Hotelzimmer und
der Heimfahrt war der Tag schon fast vorüber. Blieben nur zwei
Tage. Denn eine Strecke wie die nach Hamburg fährt man am
besten einen Tag früher.




Der Auftritt erfolgte in der Fischauktionshalle in Hamburg am
Hafen und es wurde wie immer spät.

Für den kommenden Tag hatten wir einen Auftrag in Obernburg
am Main, den wir um 11 Uhr vormittags beginnen sollten.

Da war an Schlaf nicht zu denken, wir mußten alle zusammen
helfen, damit die Ton- und Lichtanlage und schließlich auch wir
auf den Weg kamen.



Ich hatte vor einiger Zeit diesen jungen Mann angeheuert, der bei uns als Roadie arbeitete. Er bereits hatte Erfahrungen mit den großen Tournee-Bands gesammelt.

Ein wirklich netter Kollege, der seine Aufgaben mit unglaublicher Genauigkeit und Einsatz erledigte.

Er war auch für den Transport der Anlage verantwortlich.

9109-6457 Ich traf gegen 8:30 am Spielort ein.
Obernburg am Main, südlich von
Aschaffenburg

Wir sollten in einer der Werkshallen der Firma Wimag auftreten. Vorher sollte es noch eine Kurzprobe mit Betty Dorsey geben, die der heutige Stargast war.

Nun lief die Zeit und der Bus mit der Anlage kam und kam nicht. Endlich- kurz nach zehn- bauten wir die Bühne gemeinsam auf. Die Kurzprobe mit Betty Dorsey im Sauseschritt war zu kurz.

Trotzdem begannen wir pünktlich und alles lief reibungslos ab.

Ich muß zugeben, daß einige der Kollegen den Roadie unfreundlich behandelt hatten- wegen der vermeintlichen Verspätung.

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Der Auftritt sollte um 3 Uhr enden, mit Zugaben war es 3:30 Uhr.

Am nahegelegenen Sportflughafen warteten bereits zwei Kleinflugzeuge, die ich gechartert hatte, um uns nach München zu bringen, wo wir noch vor 18 Uhr landeten.



Wir begannen gegen 19:00 mit unserer Bühnenshow im Pavillon, einem Zeltbau auf der Galopprennbahn München-Riem.

Der Abend war lang, die Nacht kurz, denn am Morgen fuhren wir, diesmal mit Auto, wieder nach Aschaffenburg, wo wir in Mainaschaff zur Künstlerprobe mußten.

9109-6463 Wir fuhren vormittags los und waren gegen 3:00 Uhr in Mainaschaff, wo unser Auftritt in der Maintalhalle erfolgen sollte.

Einem der Kollegen mißfiel etwas am Bühnen- aufbau, was er mit dem Roadie unschön diskutierte.

Dieser teilte mir daraufhin mit, daß er den Job nicht mehr machen möchte, nach dem Rüffel von gestern und dem eben erlebten Zusammenstoß.


Wir probten nachmittags mit Ireen Sheer, die wir abends begleiteten. Sie hatte ihren Drummer dabei, der Probe und Show führte. Unser Drummer hatte während dessen Pause.

Ich traf mich zu einer Unterredung mit unserem Roadie und versuchte die Sache zu beschwichtigen, aber alles Reden brachte keinen Sinn. Er fühlte sich tief gekränkt und mißverstanden, nachdem er seine Arbeit mit solcher Gewissenhaftigkeit durchgeführt hatte.

Kurzum, wir hatten keinen Roadie mehr. Und jeder, der in dieser Szene arbeitet, weiß, wie schwer es ist, gewissenhafte, verantwortungsbewußte Leute zu bekommen, die- auch noch mit Fachwissen behaftet- solche Arbeit erledigen können. Die Arbeit blieb an mir hängen, solange wir keinen Roadie hatten, mußte ich den Job erledigen.



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Eine Woche später traf ich in Leinfelden bei Stuttgart ein. Ich kümmerte mich um Bühnen- Aufbau und, nach dem Auftritt um den Abbau


Wir traten in der Filderhalle auf.




In drei Tagen sollte es mit dem nächsten Auftrag weitergehen.

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Nach langer Zeit stand wieder einmal Genf auf dem Fahrplan
(Hotel Intercontinental).


Engagiert waren wir von einem weltweiten agierenden Konzern, der immer wieder auf uns zurückgriff.


Nachmittags hatten wir Probe mit Gilian Scalici, abends begleiteten wir sie.

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Der dritte Tag nach Genf führte mich nach Schliersee, am gleichnamigen See- Schliersee.


Zu der Gala im Kurhaus Schliersee begleiteten wir als Gaststar Franco Ferrari, mit dem wir nachmitags eine Kurzprobe durchzogen.


Er erfreute das Publikum mit seinem Programm bekannter italienischer Hits.

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Der nächste Tag hielt eine Gala in Augsburg für uns bereit. Gottseidank war dies keine weite Strecke zum Fahren.


Für die Gala stand ein Veranstaltungszelt bereit, in dem wir die Gesellschaft eines Dienstleistungs Betriebes unterhielten.

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Eine Woche später- Waging am Waginger See.


Die Veranstaltung war im Kurhaus geplant, der Wirt war der bekannte Promi- und Fernseh- Koch Alfons Schuhbeck, der uns auch begrüßte und einige Worte mit uns wechselte.


Die Gala galt einer Computerfirma.

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Sechs Tage danach sollte es in Zürich weiter gehen.


Wir traten zum Presseball im Hotel Baur-au-lac auf.


Nachdem wir nachmittags eine schwierige Probe mit Deborrah Sasson hatten- mit Deborrah waren die Proben immer schwierig- begleiteten wir sie abends.

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Das nächste Engagement ließ zwei Wochen auf sich warten.


Aber schließlich traf ich in Dreieich ein, an der kleinen Gutschenke Neuhof war speziell für diesen Festabend ein Festzelt aufgebaut worden.

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Die Woche darauf brachte mich wieder nach Wiesbaden und hielt erneut einen Auftritt im dortigen prachtvollen Kurhaus für uns bereit.


Veranstaltet wurde der Abend für und von den Brummis (was auch immer dieser Name vertrat, ich weiß es nicht).

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Der folgende Tag hielt den nächsten Auftrag für uns bereit.


Dieser erfolgte in Ottobrunn bei München, im Saal des Wolf-Ferrari-Hauses.

Im Laufe des erfolgreichen Jahres hatte sich die interne Stimmung merklich verändert. Mitte des Jahres gab es ein Treffen, bei dem zwei der Kollegen offensichtlich versuchten, die Bandleitung an sich zu reißen, was beiden mißlang.

Das sich anbahnende Unheil geschah vor sechs Wochen und traf mich unvorbereitet wie der Blitz aus blauem Himmel. Unser Drummer, der das Geschäftliche in der Hand hatte, kündigte die Auflösung der Band an.

Da wir aber auch ohne ihn weitermachen würden, trennte er sich kurzerhand von uns, um die Band neu zu formieren. Zu allem Unglück ging der Keyboarder mit ihm.

Von der alten Formation verblieben wir nun zu dritt (mit dem Neuen zu viert) und setzten als Mehrheit die Forderungen fest. Wir behielten den Bandnamen, Ton- und Licht- Anlage und einen Teil der Bühnenkleidung. Der Bandbus, der in meiner Obhut war, wurde verkauft, der Erlös aufgeteilt...

Auf den Hinweis, daß wir ohne Beziehungen doch keine Chance hätten, gingen wir nicht ein. Das Geschäftliche sollte nun großteils auch in meinen Arbeitsbereich fallen.

Der Auftritt in Ottobrunn war unsere letzte gemeinsame Show und die Trennung war, besonders von Seiten eines der scheidenden Kollegen, sehr unschön. Die Band hatte drei Jahre zusammengehalten.



Die Zusammenarbeit der beiden Kollegen endete nach einem einzigen Auftritt. Wie es dazu kam, blieb widersprüchlich. Jeder der beiden behauptete, die Trennung selbst vollzogen zu haben. Die Wahrheit war nicht mehr zu erfahren, die zwei waren hoffnungslos zerstritten und redeten viele Jahre nicht mehr miteinander.

Der Drummer konnte nun als alleiniger Bandleader weit mehr verdienen als zu unserer Zeit, was sicher auch der Grund der Trennung war. Er blieb auf Grund seiner Beziehungen noch einige Jahre im Geschäft (ich glaube es waren 4-5 Jahre?). Er wechselte allerdings des Öfteren seine Musiker und arbeitete zunehmend mit Files und Playback, was nicht für Qualität spricht.

Der Keyboarder verschwand in der Versenkung und tauchte erst nach vielen Jahren wieder in meinem Gesichtsfeld, als wir für kurze Dauer wieder in einer Band zusammen arbeiteten, auf.



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Seit dem letzten Auftritt waren fast vier Wochen vergangen.


Wir standen an diesem Abend auf der Bühne des Hotel Penta in Wiesbaden.


Wir begleiteten als Stargast den schwarzen Sänger Irvin Doomes, mit dem wir natürlich nachmittags geprobt hatten.

Es war mir gelungen, mit einem Impressario ins Geschäft zu kommen, von dem wir einige Auftritte erwarten konnten. Das erste Engagement hatten wir soeben in Wiesbaden erfolgreich bestanden. An Drums und Keyboard hatten wir zwei hervorragende Aushilfs-Musiker setzen können, die ihren Vorgängern in nichts nachstanden, eher das Gegenteil war der Fall.

Zwei Tage nach der Veranstaltung rief mich der Impressario an und meldete den Diebstahl von einigen Mikrofonen während des letzten Auftritts. So etwas lag uns absolut fern. Der Agent beharrte allerdings darauf, es käme nur jemand von uns in Frage. Von seiner Seite kamen somit keine Aufträge mehr.

Für mich ist bis heute klar, daß diese Machenschaft inkl. dem Galaabend ein abgekartetes Spiel war, um uns aus dem Rennen zu werfen und zu schaden. Es sollte nicht das letzte bleiben.

Und somit erlebte ich das zweite Sylvesterfest meiner 20-jährigen Laufbahn, das ich ohne Auftritt zu Hause verbrachte.

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