logo

Konzert Tickets


WoodFront Woodback

Vielen Dank an meinen Freund Vinnie, der das Woodstock-Festival persönlich besucht hat und mir seine Tickets zur Verfügung stellte.

Many thanks to my friend Vinnie, who was at the Woodstock-Festival in 1969 and gave me the chance, to show he´s Tickets on my website.
(Febr. 24th, 2010)

Bravo-Beatles-Blitz-Tournee


6603-0514f "Stell Dir vor, die Beatles geben ein Konzert in München", meinte mein Freund mit dem ich seit einiger Zeit zu Hause musizierte.

Woher weißt Du das?". Mein Freund deutete auf seine neueste Bravo, "Da, hier stehts. Am 24. Juni 1966 geben die ein Konzert in München, im Circus-Krone-Bau." "Schade", antwortete ich, "daß wir nicht in München wohnen." "Aber da gibt es Sonderzüge und Busse, um dort hin zu kommen, wenn man eine Karte hat. Das steht hier drin", meinte er.

Als Beatles-Fans durfte man sich so eine Chance keinesfalls entgehen lassen. "Hm, diese Karten sind sicher nicht billig, wir sollten uns erkundigen".

Die Karten waren erschwinglich. Wir waren uns einig und bestellten im örtlichen Kartenbüro welche. Von da an dauerte es nur wenige Tage, bis unsere Karten abholbereit waren.

Als wir uns wieder trafen, um die Karten abzuholen, war mein Freund total niedergeschlagen, "meine Eltern erlauben es nicht. Ich bin erst 15, und darf ohne Begleitung nicht so eine Reise unternehmen. Aber Du kannst ja auch ohne mich dorthin fahren".

Obwohl ich Verwandte in München hatte, alleine traute ich mir das auch nicht zu. Knapp ein Jahr älter als er, war ich noch nie alleine aus meiner Heimatstadt verreist.

Also gingen wir gemeinsam in das Kartenbüro, und erklärten unser Problem. "Das ist nicht weiter schlimm", meinte die Angestellte, "Wir bekommen die zwei Karten schon los". Gottseidank, wir mußten die Karten nicht bezahlen und das Problem war beseitigt. Mein allererster Versuch, ein Konzert zu besuchen, der Gottseidank nicht geklappt hatte? - was für ein Verlust.

Zweiter Versuch


Eines Tages ergab es sich, daß Deutschlands Beat-Band Nr.1., "The Lords", in meiner Heimatstadt ein Konzert gaben. Was für eine großartige Chance, ohne irgendwohin fahren zu müssen, gleich hier bei uns! Keiner aus meinem Freundeskreis hatte Interesse, ich wäre auch alleine hingegangen, diesmal wollte ich mir die Chance nicht entgehen lassen.

Wie durch Zufall ergab es sich aber, daß die Tochter einer Nachbarsfamilie davon erfuhr, und mich begleitete. Also gingen wir am Veranstaltungstag, wie schön hatte sie sich zurechtgemacht, gemeinsam in das Freiluft-Eislaufstadion unserer Stadt, wir bekamen gute Plätze und es wurde ein grandioser Musikabend. Mit zwei Gruppen im Vorprogramm, die "Renegades" eine bekannte deutsche Band mit einem Hitparadenstürmer, der allerdings nur ein "One Hit Wonder" bleiben sollte, und den "Tielmann-Brothers", einer Band aus Indonesien, die nie wesentlich in den Hitparaden auftauchte, aber durch Ihr perfektes Zusammenspiel und ihre mitreißende Bühnenshow viele Jahre durch Deutschland tingelten und sich einen großen Namen erwarben.

Die Krönung des Abends, die Lords in ihren militärischen Uniformen, spielten natürlich alle ihre bekannten Hits und waren der Höhepunkt für das Publikum. Was für ein beeindruckender Abend, Open-Air, ein hübsches Mädchen neben mir, für das ich keine Augen hatte, umso mehr für die Darbietung vorne. Man hätte vielleicht zwei Jahre älter sein sollen.
Meine Begleitung jedenfalls sah mich danach nie wieder an, geschweige denn, sprach mit mir je wieder ein Wort. Nun, als angehender Amateur-Musiker hat man nun mal so seine Interessen.

Der Beat Club


Man muß vorwegnehmen, daß in Deutschland bis ca. 1962 keine fremdsprachige Musik in Radio oder Fernsehen gesendet wurde. Dies bescherrte uns zwar den erfreulichen Umstand, daß viele fremdländische Songs in deutsch produziert wurden, teils gespielt und gesungen von den ausländischen Original-Stars, teils von deutschen Künstlern gecovert. Solche Schallplatten sind heute gesuchte Raritäten, für die Sammler viel Geld bezahlen, aber damals wollte so mancher lieber die Original-Version hören. Nun gut, im Musikladen gab es viele der Originalplatten zu kaufen.

Man muß des Weiteren vorwegnehmen, daß bis 1965 weder im Rundfunk, noch im jungen Fernsehen Musik für junge Leute angeboten wurde.
Einzige Ausnahme: die wöchentliche Hitparade, in die sich schon mal ein moderner Titel verirren konnte. Die Konfrontation mit moderner Musik geschah bei mir, wie bei vielen anderen meines Alters, durch "Radio Luxemburg", später "Radio One, London". Zwei auf MW ausgestrahlte Programme, die man erst abends empfangen konnte. Da wurden die Hits der US- und GB-Charts rauf- und runter-gespielt, daß es einen nur so freute. Hier konnte man die Hits von morgen bereits heute kennenlernen.


Dies alles änderte sich nur langsam mit dem internationalen Erfolg der Beatles. Der Erfolg des Hamburger "Star-Club" hatte sich sogar bis zu uns in den Süden herumgesprochen. Kein Wunder, daß Radio Bremen 1965 die Idee des Erfolges aufnahm, und den "Beat-Club" produzierte.
Eine monatliche Musikshow am Samstagnachmittag im Fernsehen für junge Leute wurde für mich zum Muß. Hier konnte ich die großen Stars verfolgen, wer wie was spielte, das konnte man sich nicht entgehen lassen. Und das Schöne, anfangs war alles live, später produzierte man dann zunehmend mit Playback, um ab ca.1970 wieder zu Live-Darbietungen zu tendieren.

Der Erfolg des Beat-Club brachte es mit sich, daß auch die öffentlich-rechtlichen Radiosender- Privatrundfunk begann erst ca.fünfzehn Jahre später- mit der Ausstrahlung von Jugendsendungen und moderner Musik begannen. Richtungsweisend war hier die Schaffung eines Stereo-Senders namens Ö3 (ORF-Österreich). Bis hierhin gab es nur Mono, Stereo war eine neue Erfindung. Das Programm von Ö3 tendierte zu moderner Musik, die einzige rockige Sendung aber war täglich auf eine Stunde von 15 bis 16 Uhr begrenzt (Hier begann auch der Weg des Andre Heller als Moderator).


Es dauerte dann nicht mehr lange, bis sich der Bayrische Rundfunk entschloß, ein Stereoprogramm auszustrahlen. Im neuen Programm "Bayern 3" lief fortan täglich eine tolle jugendorientierte einstündige Sendung - "Club 16". Man hatte es glücklicherweise vestanden, die Sendung von 16-17 Uhr laufen zu lassen, also nicht gleichzeitig mit Ö 3. So konnte ich (und sicher viele Gleichgesinnte) täglich zwei Stunden "unserer" Musik genießen.


6901-0522f Eine weitere Entwicklung bestand darin, daß plötzlich jede Menge Gaststätten zu "Beat-Clubs" umfunktioniert wurden, und auf einmal spielte am Wochenende in jeder Kneipe eine Beat-Band. Diese Entwicklung erreichte ihren Höhepunkt Ende der 60er, danach nahmen diese Lokalitäten wieder ab.
Obwohl diese Lokalmatadore überhaupt keinen Bekanntheitsgrad hatten, und nur bekannte Titel kopierten, waren viele von Ihnen großartige, bewunderte Musiker. Das Ergebnis hallte rockig aus jedem Lokal, was für eine schöne laute Welt. Es wurde höchste Zeit, den Weg auf die Bühne zu versuchen.




Mit diesen ersten Erfahrungen
zur "Live-Music" schien ich bestens
gewappnet für die beginnende
Zeit der "Popkonzerte".

Zur nächsten Seite oder zum Hauptmenü


Copyright © 2006 by Alexander Kutsche